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Willkommen zu Agora - Bilddiskussion intensiv
Wir freuen uns, dass Du Dich intensiver mit diesem Foto auseinandersetzen möchtest.

Bei Agora liegt der Schwerpunkt auf der Wahrnehmung und Interpretation des Fotos - weniger in dessen Bewertung.

Daher folgender Tipp für Dich:
Die folgenden Fragen als Beispiel genommen, könnten Dir als Gedankenstütze dienen:
- Was sehe ich?
- Was löst das Bild in mir aus?
- Wie verstehe ich das Bild?
- Welche Aspekte im Bild sprechen mich besonders an?

Andere Betrachter des Fotos können Deine Gedanken zum Foto als Ausgangspunkt für eine Diskussion und weiteren Austausch sehen. Es profitieren also alle davon.
Wir freuen uns auf Deine ausführliche Anmerkung und Deine Gedanken zum Foto!

Wichtig:
Wir bitten Dich darum, die Anmerkungen auf das Foto zu fokussieren.
*Destruktive und/oder verletzende Anmerkungen und Kommentare, die nichts zur inhaltlichen Diskussion des Bildes beitragen, werden gelöscht. *

Um Dein eigenes, bisher unveröffentlichtes Bild in Agora zu präsentieren, bitte nutze diesen Link:
https://fotoschule.fotocommunity.de/agora/

Kommentare 59

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 26. September 2021, 9:02

    Die Diskussion hier ist nun beendet, Agora wird unter dem folgenden Bild fortgesetzt:
    innehalten
    innehalten
    Agora Bilddiskussion intensiv
  • Agora Bilddiskussion intensiv 26. September 2021, 9:02

    milchschäfer2 schreibt: “Danke für die vielen Kommentare, macht Spaß und bringt einen weiter, ein Feedback zu dem Foto zu bekommen .

    Ja das mit den Sensorflecken im oberen rechten Bereich (links, das ist ein Krähenschwarm), da lasse ich viel zu wenig Sorgfalt walten und werde nicht zum ersten Mal gerügt !

    Zur Situation: Die erste Morgensonne liegt bereits auf den Siloballen und der Hügelkuppe (kein Deich), während ich unsere Schafe zum Melken (bioschafskaese.de) hole .

    Eigentlich bin ich ein "Knipser", nämlich Momente festzuhalten , die mir zufällig im Vorbeigehen ins Auge fallen wegen ihrer Lichtsituation (hier die Sonne auf die hinter den Horizont "flüchtenden" Siloballen) und die mich wegen des Bildaufbaues interessieren. Die Fotos sind eher "streets":  Menschen im ländl. / städt. Umfeld (hier zwar die Schafe) .
    Ich fotografier ausschließlich mit der Sony A 7 II + 70-300 , punktuellem Fokus und Belichtung, reduziertem Kontrast und Sättigung, bei möglichst offener Blende . Das Tele (hier 77mm) bringt m.E. eine Konzentration/Verdichtung  ins Bild, die offene Blende (hier f 6,3) aber hoffentlich trotzdem eine Tiefenwirkung .
    "less is more / weniger ist mehr" und einen klaren / einfachen (nicht primitiven) Bildaufbau schätze ich sehr: und da wären wir bei der Frage des Schnittes :

    Den von copine vorgeschlagenen Schnitt hatte ich erst auch ausprobiert, bin dann aber doch intuitiv zum ursprünglichen Schnitt zurückgekehrt, da vielleicht  m.E.  das "Wenige" (hier Horizont, leuchtende, flüchtende Siloballen, Schafe) erst dann wirkt , wenn es in eine "Leere" (weiter hoher Himmel) eingebettet wird .
    nochmals danke für die langen und ausführlichen Kommentare und an die Agora
    milchschäfer2
  • Sarah Tustra 25. September 2021, 8:17

    Vielleicht darf man dem feinen Bild zum Wochenausklang noch etwas Musik beifügen:
    The Housemartins - Sheep
    https://www.youtube.com/watch?v=9Yj6ucb9RqE
  • HF25 23. September 2021, 22:17

    entsprechend den spielregeln :
    *  "Wir bitten Dich darum, die Anmerkungen auf das Foto zu fokussieren."
    *  "Bei Agora liegt der Schwerpunkt auf der Wahrnehmung und Interpretation des Fotos."
    ->  gehts hier nicht um veraenderungsvorschlaege.  lg horst
  • Christian Gigan Weber 23. September 2021, 3:45

    Irgendwie beängstigend. Endzeitstimmung....., Alptraum. Je länger ich draufschaue, desto intensiver wird das Gefühl.
  • Sag mal Micha 21. September 2021, 21:16

    Für mich sind das Schafe aus dem Leben, die täglich gesehen und genutzt werden und daher alltäglichen Umgang und Unterhaltung darstellen.
    Fotografisch aber genau das Gegenteil: alles nicht alltäglich, unerwarteter Bildaufbau, ungewöhnliche Anordnungen, Aufreihungen, Verteilungen von Helligkeit und Dunkelbereichen, das symbolhafte schwarze Schaf inmitten der Artgenossen, dieses Nichtstören an den Flecken im Himmel, alles Dinge, die ja gerade enorme Aussagen enthalten in der Form, dass das Ziel ein anderes ist als Gefallenwollen, eher ein Hinterfragen herkömmlicher Sichtweisen und ein offensichtlich bewusstes Andersmachen.
    Hier passiert nichts versehentlich.
    Mir ist daher nicht schleierhaft, warum ich dem positiv gegenüber stehe und am liebsten einen fetten roten Schrägstrich durch jeden anmaßenden Änderungsvorschlag machen würde. Ich wüsste auch nicht, wozu der dienen soll, wenn er nicht die Bildsprache des Autors spricht.
    Ich folge also weiterhin.
    • jundi 23. September 2021, 8:08

      Keine Mühe, aber durchaus eine Meinung!
      jundi
    • Sag mal Micha 23. September 2021, 8:30

      Faktenlage ist so, dass Bild mit Flecken veröffentlicht wurde. Was im Wohnzimmer hängt, weiß ich nicht. Die Bildaussage verstehe ich so, dass die verwendete Komposition so hinreichend war, dass in der Entfernung oder Verwendung einer anderen Kamera kein Sinn zu sehen war.
      "Ganz bei mir" ist hier niemand. Natürlich finde ich es aber durchaus hilfreich, wenn jemand mitteilt, dass ihm nix zu Fotos einfällt. Dann folge ich eben nicht.
    • Gerhard Körsgen 23. September 2021, 11:45

      Ich halte es durchaus für legitim am eingereichten agora-Bild gedankliche Veränderungen vornehmen zu wollen, physisch bleibt es ja unangetastet, das sind ja nur Gedankenspiele.
      Meiner Meinung nach ist es auf gewisse Weise sogar ein Lob wenn einem/einer sogar ein alternativer Schnittvorschlag einfällt UND eine geänderte Belichtung, wie es in  copine s Vorschlag der Fall ist.
      Das zeigt: Da steckt SOGAR NOCH MEHR drin.
      Ob das dann Im Sinne des/der Bildautors*In war kann man/frau allerdings nicht wissen. Normalerweise gebe ich  Sag mal Micha Recht dass der/diejenige sich ja was dabei gedacht haben muss es so zu machen wie gezeigt. Es gibt aber auch Leute die fotografieren nicht "ausformuliert" sondern eher "skizzenhaft" und bei dieser Art Bildschnitt den wir hier haben kann es m.M. n. tatsächlich BEIDES sein, also fixfertige Komposition ODER Skizze.
      Zur Skizze würden - wieder meiner Meinung nach - auch eher die belassenen Sensorflecken passen - oder auch (noch eine Möglichkeit...) zur "out of cam" - Philosophie, die fertige Aufnahme komplett so zu belassen wie sie auf den Chip gelangte.
      Alles das ist möglich und wird erst aufgelöst werden wenn der/diejenige sich dazu äußert falls er/sie das tut.
      Mir persönlich würde am besten gefallen wäre es so wie Micha es annimmt.
      Nächsten Sonntag wissen wir hoffentlich mehr.
    • Matthias von Schramm 23. September 2021, 12:05

      Ich möchte es mal so sagen und da gehe ich ganz von mir aus. Meine eigenen Fotos bearbeite ich - ich verlasse mich auf keine Software-Artisten, die es technisch möglicherweise sogar viel besser können, als ich selbst. Das ist meine Ansicht meiner Bildsicht, vom erwerben der Hardware, dem laden der Kamera, dem fotografieren und dem nachbearbeiten. Heikel wird es dann irgendwann, wenn Bilder physisch werden. Da bin ich dann bereit es für einen Ausdruck aus den eigenen Händen zu geben. Natürlich aber interessieren mich Sichtweisen, die mich zu Veränderungen anregen. Allerdings sehe ich diese meistens in den Bildern derer, die anders fotografieren.

      Beim vorliegenden Bild schaue ich nun von aussen und sehe hier keinen Punkt, der die ungeheuer tiefe und bestechend erzählerische Wirkung verbessern könnte. Wie das zustande kam und mit welcher Intention, weiss ich natürlich nicht, aber es wird mich zum Ende hin durchaus sehr interessieren.

      Diese Sensorfleckendiskussion erinnert mich an die analoge Fusseldiskussion. Sie war irgendwann überflüssig, weil ganz klar deutlich war, dass die Bildautoren mit einer gewissen Fusselarchitektur (geiles Wort finde ich) eine Handschrift unterstrichen haben. Es war letztlich egal, ob einem diese Fusseln gefallen, oder nicht. Generell muss ich sagen, analoge Fusseln mag ich, digitale Sensorflecken grundsätzlich nicht - aber auch das spielt beides letztlich bei der Bildbetrachtung so eine verschwindende Rolle, wie die Wahl eines echten oder digitalen Rahmens.
  • MBodo 21. September 2021, 20:32

    Wer nicht einschlafen kann zählt einfach Schafe. Typischerweise sollten die
    in meiner kleinen Welt immer über Zäune hüpfen müssen. Alles Blödsinn, das bringt
    zu viel Unruhe ins Bild. Hier aber steht alles schön still. Da kann ich viel
    besser durchzählen und wieder von vorne anfangen. Schwarz-weiß ist auch viel
    besser zur Beruhigung. Farbe würde nur aufregen.
    Wenn ich mit den Schafen durch bin, zähle ich vielleicht noch die Vögel.
    Ein "Traumbild", das auch die Flecken nicht kaputt kriegen.
    Das schwarze Schaf ist der Knaller. Jetzt kann ich mit jedem neuen Traumbild die
    hellen Schafe nach und nach zu schwarzen werden lassen. 
    Und die Ballen? Als Anker nehme ich die auch noch mit. Gut, dass keine Wolken im Bild
    sind. Wer da nicht einschlummert ist selber schuld. Gute Nacht allerseits.
  • guenter.thomsen42 21. September 2021, 17:18

    Das Bild hat zuwenig Ausdruck..es ist anstrengend. Die Schafe hätten etwas mehr Helligkeit gebraucht.Ich stelle an den Kommentaren fest : "Es hat sich nicht viel geändert in der f.c."
    • N. Nescio 21. September 2021, 18:02

      Was meinst du damit, es habe sich nichts geändert? Bedenke: Vielfalt ist Qualität.
    • MBodo 21. September 2021, 20:50

      Früher war halt mehr Lametta.
    • Teletiger 22. September 2021, 8:31

      Das allererste Bild in der Agora, das mich auf anhieb "getroffen" hat. Der Hell-Dunkelkontrast, die Teilung der Motivelemente und die Schafe, die dastehen, als seien sie gebeten worden, diese Formation einzunehmen. Wirklich schade, dass es nicht meine Fotografie ist.
  • wittebuxe 21. September 2021, 11:28

    Ich bemerke gerade, dass dieses Foto mich an das agora-Bild von @felixfoto01 erinnert: "Landschaft mit Kühen".

    Auch da waren die Tiere dem Fotografen zugewandt, aufmerksam, erwartungsvoll, eher zutraulich als ängstlich.

    Ein schönes Kompliment für die Fotografen und ihr Tun.
  • Gerhard Körsgen 21. September 2021, 0:49

    Nun hatten wir beim Vorgänger-agora-Bild was sakrales und hier sehe ich die "Gemeinde" wieder in diesem Themenbereich unterwegs.
    Schafe, Heuballen, grüne Wiese in sw....sakral...?!
    Ja...irgendwie für mich doch...ich erklär s mal...:

    Mir gefällt ungemein diese Ungleichgewichtung der Bildproportionen, weil ich selbst früher in analogen Zeiten lange Jahre vorwiegend HOCHKANT fotografiert habe und genau so ein schmales Hochkant ist dieses Foto hier auch.
    Heutzutage ist Hochkant weitgehend "out" , wohl wegen der veränderten Sehgewohnheiten infolge Computerscreens und -Displays, wiewohl im malerischen Kontext diese Art des Formats weiterlebt wie ehedem.
    Und genau da haben wir hier die Schnittmenge, denn diese Aufnahme empfinde ich als im besten Sinne "malerisch" obwohl sie natürlich ein Foto ist...aber "gefühlt lieber eine Malerei sein will" - so meine Empfindung wenn ich sie mir betrachte.
    Für "als Foto betrachtet" ist das auf die Lichter belichtet auf dass nur ja nichts "ausfrißt" und es wurden keine nachträglichen Korrekturen angewandt.
    Der Gesamteindruck ist daraufhin recht dunkel, was insbesondere irritiert wenn man die Schafherde als Hauptmotiv ansehen will was sich kompositorisch anbietet, nicht aber vom Licht her.
    Es ist ja doch erst mal ein Foto ;-)
    Der malerische Ansatz bleibt aber bestehen wenn das entstandene Bild wie hier geschehen NICHT nachträglich bearbeitet wird (was trotzdem seine Schattenseiten hat - dazu später mehr) und das eher flaue Original auch als solches gezeigt wird.
    Der Lichteindruck vor Ort bekommt so eine Art "Wattigkeit" die dem gefühlten Augeneindruck zu widersprechen scheint, aber das ist eben die Crux des Vergleichs zwischen Augeneindruck und dem einer Fotolinse - wir sehen in Sekundenbruchteilen zwischen Hell und Dunkel hin und her, überbrücken dabei Kontrastunterschiede von 1 : 1000...aber ein Kamerachip kann das nicht, v.a. nicht in einer einzigen Aufnahme.
    In dieser Art Licht wirkt diese kleine Ansammlung von Schafen auf mich wie "gottgesandt" zumal ja sehr viel Himmel mit im Bild ist und der Weg vom Licht in s Dunkel gegangen sein kann, wenn man der Aufnahme "glaubt".
    Ja, klar, da ist ziemlich viel Deutung und recht wenig Wissen dagegen stehend mit im Spiel, aber ich könnte mir vorstellen dass der/diejenige der/die dieses Foto machte es ähnlich empfunden hat.
    Jedenfalls empfinde ich es als stimmiger es so belassen zu haben wie es auf den Chip kam, auch wenn ich die Version die  copine zur Diskussion stellte auch ausgesprochen mag, aber sie macht so gelungen sie auch ist daraus ein "anderes Foto" und aus oben genannten Gründen gefällt mir der originale Ansatz hier einen Ticken bessern gerade WEIL er (heutzutage) eher unkonventionell ist.
    Die Sensorflecken zu belassen ist zwar in einer gewissen Weise konsequent (keine Bildmanipulation, EGAL WIE ES AUSSIEHT), aber in dem Zusammenhang dass ein Bild zur Diskussion gestellt wird erwarte ich doch einfach eine gewisse solide handwerkliche Herangehensweise damit man/frau sich nicht an derlei Dingen unnötig aufhält und -abarbeitet.
    Auch in analogen Zeiten wurde ein neuer Abzug gemacht wenn ein Fussel mit drauf war.
    Analog dazu werden heutzutage die digitalen Sensorflecken eliminiert. Gang und gäbe ohne dass das in "Manipulation" ausartet.
    Davon abgesehen ein meiner Meinung nach ausgezeichneter und sehr interessanter Beitrag zur agora.
    Hat mir Spaß gemacht das zu kommentieren.
  • Clara Hase 20. September 2021, 20:23

    zweigeteilt, schwarz zu weiß
    wobei die Heurollen sicher der magnetische Punkt waren, weil die Sonne glänzend darauf niedergeht und auch die Anhöhe erhellt.
    Die Ballen scheinen ein bisschen kibbelig zu sein.
    Hat es geblendet, sah der Fotograf/die /in evtl nicht die Herde Schafe die leise herankamen?
    Sind Ziegen und Schafe leise? vermutlich nicht leise genug. Mäh. Abendstimmung so insgesamt - Futter holen.
    Da der bewölkte Himmel nicht so viel Zeichnung hergibt - wäre ein Versuch eines quadratischen Schnitts wert.
    wirkt beruhigend irgendwie.
    Ach ja, die Ballen in Reih und Glied die Tiere auch nur in die entgegengestzte Richtung. Bilden ein 3 Eck- Spannung
    • Clara Hase 21. September 2021, 10:30

      das dustere und der Gang der Schafe das machts aber spannender - also nicht aufhellen dabei. Und ich lese hier eigentlich auch jedes Wort mit.
    • Gerhard Körsgen 21. September 2021, 10:56

      Kommt vielleicht eben drauf an wie man/frau s deuten möchte...ich tendiere zu "im Copine-Schnitt aufhellen" weil da der Himmel weitgehendst weggeschnitten ist und die Schafe das Bild "dominieren". Da möchte ich dann auch mehr Details sehen.
      Im Originalschnitt mit dem vielen Himmel hat DER eben die "Hauptbedeutung", immerhin nimmt er 2/3 der Fläche ein, das muss schon einen Sinn haben dass das so aufgeteilt wurde...vielleicht auch im Eggleston`schen Sinn: "Everything in the frame is important."
    • Clara Hase 21. September 2021, 11:31

      Ich bin für den Erhalt der Lichtstimmung - also evtl doch nicht zum Quadrat machen - es hätten auch Ausflügler kommen können, statt der Schafe.
    • N. Nescio 21. September 2021, 12:55

      Es soll so bleiben, wie es ist. Ist ja kein Fotowettbewerb im amatörfotoklub. Es ist nicht stümperhaft Verbesserungswürdig. Es ist etwas von der Persönlichkeit des Fotografen.

      Man könnte es auch ganz weiß machen, also ganz sauber ohne Unordnung, Flecken und düsternis. Ein weißes, jungfräuliches Blatt Papier ist total unschuldig sauber und ordentlich. Alles andere würd ja nur unsaubere Gedanken und emotonen wecken. Stell dir vor, die Schafe röchen aus allen körperöffnungen und häten Schmutz im Fell  … ein weißes Blatt wäre handwerklich perfekt und das ist doch das Ziel :-)

      Seit der Erfindung der Badewanne und des wc und der Feuerbestattung, also seitdem, ist Natur schmutzig.
      Also zubetonieren, damit man einfacher aufwaschen kann.
      Die Glätte der Oberfläche, glatte Gesichter und Böden, der Besen und das aufgeräumte sind die Segnungen der Zivilisation - Uniformität, Anonymität. Alle sehen die Welt mit den Augen der Putzfrau und des Visagisten. Verständlich, denn man möchte es ja schön haben. Natur ist ergo unschön.
      Leben auf einem jungfräulichen weißen Blatt auf ewig ist das Ziel des Lebens :-)
  • framebyframe 20. September 2021, 10:57

    13 Schafe, eins ein schwarzes, schauen dich an. 8 versiegelte Heuballen in schrägem Licht ragen über dem Bildhorizont empor. Vögel?, oder Schmutzpartikel streuen schwarze Elemente in den Himmel. So wie die Schafe die Szenerie mit bestimmtem Blick zum Betrachter dominieren kommt man sogleich nicht auf den Gedanken, die Herde für das bevorstehende Wegschlummern abzuzählen. Da strahlt das Bild zuviel Unruhe aus. Die sonderbar perspektivisch nicht so recht passenden Heuballen tun da durch das tiefe Licht, das im übrigen bei den Schafen keine Wiedergabe findet wenig, eine weiche Atmosphäre entstehen zu lassen, wie man gemeinhin beim Gedanken an Schafe es sich zueigen macht. Hier stimmt etwas nicht. Das Ganze ist vielleicht montiert mit dem erfolgreichen Zweck, den Betrachter in ein utopisch oder futuristisch anmutendes surreales Gefilde zu schicken. Das Bild eignet sich also recht gut, abzulenken und zu versuchen, die Fragezeichen, die es aufzeigt, mit Erklärung zu versehen. Jedenfalls eine gelungene Irritation über die man sich während des vielleicht unruhigen Schlafs weitere Gedanken machen kann.
    Ergänzung: Beim alternativen Bild (soeben gesehen) stimmt ja alles. Gut, dass das andere genommen wurde....
  • Bernadette O. 19. September 2021, 23:11

    Meine Sicht wurde von Matthias von Schramm und Eva B. schon recht gut umschrieben. 
    Was mich zudem noch fasziniert, würde man in der Musik wohl "Dynamik" nennen. So habe ich immer wieder den Eindruck, die Siloballen würden sich wegbewegen, fast wie ein fahrender Zug. Dieser Eindruck wird wohl durch die Perspektive erzeugt. Die Schafe aber stehen da. Wie angewurzelt. Sie blicken gebannt zum Betrachter. Das ist für mich ein Kontrast, der zusätzlich Spannung erzeugt.
    Ebenso erzeugt das Format Spannung. Eine weite Weidelandschaft würde üblicherweise nach einem Querformat rufen. Das Hochformat mit der riesigen Himmelsfläche ist schon fast eine Provokation.  
    Ich finde das Bild insgesamt sehr spannend und doch harmonisch gestaltet, es gefällt mir ausgezeichnet. Wenn die Sensorflecken noch weg wären - zum an die Wand hängen.
  • wittebuxe 19. September 2021, 20:11

    Erstmal finde ich es sehr freundlich von den Schafen, dass sie sich so adrett dem Fotografen präsentieren. Warum sind sie ihm so aufmerksam zugewandt? Gäbe es etwas zu ergattern? Oder ist es nur Neugier, nach der langen, langweiligen, dunklen Nacht? (Wahlweise hier "Tag" eintragen). Das Schwarze Schaf schwimmt möglichst zurückhaltend in der Mitte mit: es fällt sowieso immer auf. Warum, weiß es nicht, und auch die anderen wissen es nicht: Was soll denn an ihm so besonders sein?

    Die Sonne erwischt so gerade eben die Deichkuppe, und die weißen Plastikbollen, die wie aufgeschnürt dort stehen, bis sie abgeholt werden.

    In diesem matschigen Dunkel will der Fotograf irgendwas verstecken, denkt man, oder verbergen, oder etwas spannender machen, als es ist, wie manche Regisseure ihre Szenen in einem anstrengendem Dunkel abdrehen, um Ungewissheit zu erzeugen.

    Die Menge des Himmel könnte erdrückend wirken, auf Vieh und Land. Oder auch hoffnungsvoll, weil ja jedermann weiß: irgendwann wir er wieder hell erstrahlen.

    Was gut ist.
  • Jens Riesener 19. September 2021, 19:37

    Es ist Sommer, die Schafe stehen „nackt“ da.
    Die Schafschur haben sie hinter sich.
    Irgendwie wirken sie dann wirklich alle von Natur aus witzig.

    Die Wiese steht noch hoch.
    Die nächste Mahd steht bald an.
    Denn die paar Schafe schaffen die Wiese nicht.
    Ob die Rollis wirklich für sie sind?
    Ich weiß es nicht. Für einige Tage im Winter würden sie auf jeden Fall reichen.

    Wie mit einer Linie von oben links nach unten rechts kann ich das Bild teilen. Fast könnte ich es zusammenklappen.
    Ein besonderer Eindruck.

    Was die anderen Betrachtenden an Einsichten schon geschrieben haben, möchte ich nicht wiederholen.

    Ich mag das Bild - auch weil ich den Norden besonders mag.