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Kommentare 46

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 20. März 2018, 10:20

    Hier noch der Abschlusskommentar der Fotografin
    "Ich möchte mich bei allen Kommentatoren herzlich bedanken für ihre ausführlichen und vielseitigen konstruktiven Gedanken zum Bild. Sie ermöglichten es mir, neue und/oder ergänzende Sichtweisen zu entwickeln.

    Besonders viel kann ich z.B. mit dem Kommentar von blind.spot anfangen. Er trifft bei mir vieles auf den Punkt. Ich kam schnellen Schrittes auf die Szene zu und habe im Vorübergehen fotografiert. Ich vermute auch, dass das Mädchen dort nicht erst seit 5 Sekunden gesessen hat, aber ob sie dort noch länger sitzen geblieben wäre, dessen war ich mir weniger sicher. Deshalb ist der Hinweis des „schnellen Mitnehmers“ auf Kosten geplanter Bildgestaltung berechtigt. Interessant finde ich in dem Zusammenhang seine Idee mit den scherenschnittartigen Figuren als Pendant zum sitzenden Mädchen. Eine entsprechende Version würde mir sicher gefallen.

    Was mich selbst an dem Bild vorwiegend reizt, ist die Graphik. Die geraden Linien der Treppe, der Schatten, der Pflasterung wurden in dieser Szene durch die Silhouette des Mädchens mit den runden Ballons harmonisch ergänzt. Dieser Aspekt lässt sich in der sw-Version deutlicher betonen, meine ich. Die vielen Anregungen hinsichtlich des Schnitts finde ich interessant. Sie haben mich nicht so richtig überzeugen können, denn sie vermögen nicht auszugleichen, was meines Erachtens eigentlich Schwächen hinsichtlich des gewählten Aufnahmestandortes sind, wie mir inzwischen klar wurde.

    Was meine Entscheidung für die sw-Umwandlung zusätzlich unterstützte, ist die Tasche des Mädchens, die nach meinem Empfinden in Farbe den Ballons zu große Konkurrenz macht.

    Ich finde, in Farbe ist es ein durchaus sehenswertes, aber ganz anderes Bild, weil die Farben andere Aspekte betonen wie z.B. die Atmosphäre der Situation. Insofern finde ich den Hinweis berechtigt hinsichtlich der Verschiebung des inhaltlichen Fokus. Um auf die Hypothesen von Bernhard B. zu antworten: Ich habe keine Story zum Bild und ich habe nicht die geringste Idee, woher das Mädchen eine Traube bunter Luftballons hatte und weshalb sie dort, meinem Eindruck nach, allein auf den Stufen saß. In Farbe wäre es mir vorgekommen, als wollte ich eine Geschichte zum Bild konstruieren, die eigentlich nicht existierte. sw empfinde ich hier sozusagen als ehrlicher.

    Auf Wunsch habe ich die Farbversion angefügt, so dass sich jeder zu dieser Frage selbst ein Bild machen kann."
  • Agora Bilddiskussion intensiv 16. März 2018, 21:36

    Der Fotograf bedankt sich!
    Hier geht es weiter:
    SpielMal
    SpielMal
    Agora Bilddiskussion intensiv
  • paulharris 16. März 2018, 16:54

    Stimmt, einer der Ausgeblendeten bin ich. Ich hatte nichts verletztendes geschrieben sondern sachlich begründet, warum mir das Bild nicht zusagt.
    Wenn der Fotograf nur bejubelt werden möchte frage ich mich, warum das Bild hier eingestellt wurde.

    PaulHarris
  • milchschäfer2 16. März 2018, 15:05

    bei mir erscheinen nun schon 4 Kommentare als vom Besitzer des Bildes ausgeblendet .Der eine von vor ein paar Tagen sagte meiner Erinnerung nach in etwa , daß ihm das Bild nichts sage ...
    Die 3 just ausgeblendeten kenn ich nicht . Hier gehts doch m.E. um eine Erörterung , und sollte ein Kommentar noch so "blöd " sein, solange er nicht arg verletzend ist , sollte man ihn von Seiten des Fotografen oder der Agora stehen lassen , wenn man sich schon einer Diskussion stellt ..
  • Ina-C 16. März 2018, 9:02

    Das Bild läd zum genauen Betrachten ein und das Mädchen im Vordergrund gibt dem Blick einen Anker. Schwarz-weiß halte ich für eine gute Lösung, da die Überladung mit Informationen sonst noch stärker ins Gewicht fallen würde. Wahrscheinlich wäre weniger in diesem Fall mehr. Weniger von der Treppe, dafür das Mädchen rechts unten. Insgesamt eine gelungene Aufnahme.
  • Kommentar und 2 Antworten wurden vom Besitzer des Bildes ausgeblendet
  • Matthias von Schramm 14. März 2018, 6:57

    Das ist genau genommen zwischen Landungsbrücken und Baumwall ... da wird immer mal erneuert und gebaut und die Treppe kenne ich, weil man als Begleiter von Rollstuhlfahrern nicht grade über ihre Architektur begeistert ist.

    Davon abgesehen ist einiges Gutes zum Bild gesagt worden. Seine Stärken und Schwächen, sein guter Ansatz usw. Und dies, obwohl man bei einer Treppe auch immer von Absatz sprechen kann. Oder?

    Ich finde die Atmosphäre gut und es gibt eben (im Sinne von ebend) ein paar Einzelelemente, die verändert mehr her geben könnten. Z.B. die Figur im Vordergrund näher. Die Masten der Schiffe präsenter. Übrigens die Figur rechts oben, die angeschnittene mag ich wiederum, weil sie sich so Mühe gibt irgendwann einmal als Eckenläufer im absurden Theater ziemlich zu sein.

    Also was schneiden, was nicht geht!? ... hier kann ich nur dieses so stehende Bild annehmen - man hätte für viele Wünsche an dieser Stelle eben ein anderes machen müssen - dieses mag ich mit seinen Schwächen.
  • Calby-Foto 13. März 2018, 18:42

    Grafisch und ob der Lichtsituation technisch, gut...inhaltlich tangiert es mich nicht. Farbe würde m.E. die interessante Grafik degradieren.
  • Jürgen W2 11. März 2018, 15:23

    Dass das in HH ist, wusste ich nicht. Ich habe etwa 13 Jahre lang in HH-Altona und HH-Ottensen gelebt, aber die neuere Architektur wie die Elbphilharmonie und auch diese Treppe kenne ich nicht.

    Um "Hamburg" und "Architektur" geht es aber hier gar nicht, oder?

    "Ich kam an dieser Treppe vorbei und fand diese Szene spontan besonders und ansprechend. Jetzt frage ich mich, ob andere das auch so sehen, und ob SW eine gute Entscheidung war."

    Ich bleibe dabei, dass ich das Bild zu dunkel finde und die Szene zu weit geschnitten und dadurch verwirrend, nicht konzentriert genug.

    Sollte es das Ziel gewesen sein, "Hamburg" darzustellen, würde ich sagen: nein, das ist nicht gelungen, da fehlt irgendetwas, das Hamburg identifizierbar macht, der Michel, die Elbphilharmonie, der Telemichel, das Hotel Atlantic, das Spiegel-Hochhaus oder sonstwas, meinetwegen auch nur ein Schild oder eine Postkarte, damit man es als "Hamburg"-Foto erkennt. So wie es ist, wäre es mir dann zu beliebig. Das könnte ja auch in Bremerhaven sein oder in Rostock oder in Büsum.
    • Clara Hase 11. März 2018, 19:35

      war nicht das ziel, ist meine Einstufung
    • Matthias von Schramm 14. März 2018, 7:00

      Also lieber Jürgen, Deine hier dargestellte Identifizierbarkeit von Hamburg kannst Du Dir bei allen möglichen preiswerten Reiseführern abholen. Ist ja furchtbar welche Horroszenarien des Touristenterrorismus in bildlicher Form Du hier als Drohgebärde inszenierst.

      Schauder*
    • Jürgen W2 15. März 2018, 18:26

      Womit du definitiv Recht hast ... :-))
  • felixfoto01 11. März 2018, 13:51

    Ich habe mir in den letzten Tagen das Bild noch einige Mal angesehen. Das Kippen stört mich weniger, ich glaube mittlerweile, dass die Treppe einfach so ist. Die Lichtmasten sind so, das kann man sehen. Die Person oben rechts stört mich weniger, und im Grunde genommen würde sie fehlen, hätte das Bild auch einen Aspekt weniger.Und Aspekte hat das BIld einige. Man kann den Blick wandern lassen und die kleinen Details entdecken.
    Das Bild verstört etwas, weil man den Kontext verstehen möchte. Daher schaut man es sich genauer an. Und dann es hat eben einige Aspekte, die man im Bild finden kann. Es ist dadurch nicht langweilig. nicht jedes Bild muss eine Geschichte erzählen.
    Was mir beim längeren Ansehen, immer wieder aufstößt ist die Wahl, sw zu nehmen. Ich glaube, dass es dem BIld einen wesentlichen Faktor beraubt: Den eigentlichen Fokus des Bildes. - In der sw Version ist die Person im Fokus, und ich bin überzeugt, dass in der Farbversion die Ballons der Fokus sind - im Kontrast mit dem Blau des Himmels, der hier vermutlich deutlich zu erkennen ist. Ich fürchte, es sind auch noch andere Lichtakzente verloren gegangen, die in einer Farbversion sichtbar werden.

    Ergänzen möchte ich, dass ich den Ort nicht kenne. Es könnte für mich irgendwo in der Welt sein. Ich kenne Hamburg nicht genug, diese Treppe kenne ich auch nicht. Durch die Kommentare habe ich etwas über den Ort gelernt. Das macht Agora für mich auch interessant.
    • Clara Hase 11. März 2018, 15:22

      danke.
      Wären die Ballons im fokus, und der auch spontan ausgelöste Anblick vo einer Person gemacht worden, die ihre Kamera ebenso spontan einstellen kann, wäre für mich der Hntergrund in der Unschärfe verlaufen. Aber so ist es nicht.
  • Clara Hase 11. März 2018, 13:28

    Das Bild zeigt das die Hamburger kaum das ein Sonnenstrahl hervorkommt, rauskommen - die Sonne steht schon tief und wirft extrem lange Schatten - auch ist das Gesicht der sitzenden jungen Person sehr in den Schatten gefallen. Ihre Ohren sind bedeckt, es muss verdammt kalt sein- nicht nur Mode.
    Vermutlich kämpfte der Autor mit der Gegenlichtsituation - Blende um zwei Stufen offener und es wäre besser - mir säuft das Gesicht zu sehr ab, wo sie sich uns doch aufdrängt mit ihren Luftballons die ich auch lieber in Farbe gesehen hätte - fliegen sie doch wieder zu erwartenden Frühling und zeugen davon.
    Was mir ebenso auffiel, einige tragen sogar schon helle Hosen, was bei extremen Minusgraden, die wir zumindest in den Anfangsmärzwochen 2018 hatten verwunderlich ist. Sehnsucht nach Wärme? :-)

    Zudem ist es ein Architektonisches Bild, zeigt es doch sehr stark die Art der Treppe die nicht nur eine Treppe ist, sondern sich fast 700m um die Hafenkante schlängelt und dem Hochwasserschutz dient. Zudem sehr leicht und gefällig wirkt, modern und dem Niederhafen eine neue Ansicht und mehr Schutz bietet.

    Zudem lädt sich ein sich zu setzen, zu hocken zu gucken was davor an Booten herumschwappt.
    So ist auch die Linienführung, die sich hier im Bild ergibt, auch ferne Personen mit einschliesst, der Architektur geschuldet. Der Pflasterung, der Abflussrinne.
    Schatten und Lampen oben rechts fallen aufeinander zu - ob das nun gut oder nicht so gut ist, lasse ich mal offen.
    Vielleicht spontan eher dokumentarisch - weniger ein Stimmungsbild?

    PS die halbe Mülltonne, der halbe Mensch - in der Tat sie können weg.
    Senkrechtes Lot an den dunklen Tonnen suchen, den die Lampen und Treppen sind schräge - eine Waargerechte ist nicht spontan zu finden. Aber: es ist minimal.
    ja doch - Sw ist vielleicht doch die bessere Lösung, lenkt es mehr auf das Hauptobjekt Treppe und die Belagerung, die Vereinnahmung derselben von den Besuchern.
    Radfahrer und Rollifahrer haben zur Stadtseite auch zwei Rampen.Sicher nicht ganz einfach mit den Lasten. Natürlich können sie dann nur von oben schauen, aber Sitzbänke und Kiosk sind da inzwischen auch vertreten und eigentlich kommt man dahin um Elbe und Schiffe zu sehen.
  • paulharris 11. März 2018, 13:28

    Mir persönlich sagt das Bild nicht zu.
    Ein Mädchen sitzt mit Luftballons auf einer Treppe und fummelt - wie könnte es anders sein - an ihrem Smartfone rum. Dann noch ein paar Leute, eine Mauer, Schiffsmasten und eine ganze und eine abgeschnittene Mülltonne. Das ganze in schwarzweiß, weil bei Street muß das so.
    Die einzelnen Bildelemente stehen in keiner Beziehung zueinander und wenn das Mädchen mit den Luftballons den Schwerpunkt des Bildes darstellen soll, was ich vermute, ist sie zu weit weg und zu desinteressiert an ihrer Umgebung.

    PaulHarris
  • Kommentar wurde vom Besitzer des Bildes ausgeblendet
  • Bernard B.. 10. März 2018, 19:17

    Ja, ich erinnere mich, da war jemand, der da Fotos machte... keine Ahnung warum... ich meine: war ja nichts Besonderes zu fotografieren dort - so sehe ich jetzt also das Fotos, wie ich da auf diesen Stufen saß, an diesem Sonntagmorgen, sieht man an den langen Schatten, und es war fast wolkenlos, tiefblauer Himmel, Ladies haben sich schon in ihre weißen Sommerhosen geworfen, aber es war so kalt, und das nach dieser durchtanzten Geburtstagsfeiernacht, mein 18.!, ach ja, diese Luftballons, kleiner Scherz meiner Freundinnen, und jetzt warte ich auf meinen Dad, der mich abholen will... bin auf dem Foto gerade beim Checken, wer mir so alles online gratuliert hat...
    Oder wie wär's mit dieser Geschichte: ich saß da, auf den Stufen, an jenem Winter-Spätnachmittag, gerade bisschen im Supermarkt eingekauft, kleine Pause, meine Freundin, mit der ich unterwegs war, hat mir mal für 'nen Moment zum Halten die Luftballons in die Hand gedrückt, sie feiert ja demnächst ihren 18. ...

    Andere Menschen ihre GESCHICHTE erzählen hören, mit der Kamera, wissend, dass in ihren Geschichten sie die Hauptperson sind - dennoch zuhörend, weil Geschichten erzählen und weitergeben - eine Art Kommunikation - wunderbar sein kann - dann kommt Ihre Geschichte dran, Sie in der Hauptrolle: die Szene spontan besonders und ansprechend findend, klick.
    Und später dann fragt sich ein Betrachter des Fotos, was genau er/sie daran so besonders fand: er/sie fand mindestens VIER GESCHICHTEN, vier Themen, in einem Foto gebündelt, wohl mehr intuitiv als bewusst:
    die erste, oben angedeutet (alternativ eine zweite, die besser gefallende einfach wählen): Mädchen/junge Frau mit Luftballons, 18. Geburtstag? (womöglich haben Sie die 18 erst am Computer entdeckt),
    2. Alleinsein: das Mädchen auf der Treppe, allein unter Menschen, Kontrast zu anderen Menschen allein und in Gruppen,
    3. Assoziationskette Mädchen, 18, Hafen, Fernweh, bevorstehende große Reise vor dem Sprung in eine neue Lebensphase?
    4. Grafisch Interessantes, all diese tollen Linien und Formen kreuz und quer...

    Ziemlich viel an Themen für ein Foto - ZUVIEL, kein THEMA stärkt das andere, kein Thema ist für einen Betrachter aussagekräftig entwickelt, das Foto bleibt in der Gesamtaussage schwach und konfus, weil Sie sich beim Erblicken der Szene nur auf Ihre Intuition verlassen hatten und nicht den zweiten Schritt gegangen sind, nämlich sich konzeptionell klar zu werden über das, worauf es Ihnen beim Fotografieren dieser Szene primär ankam. Kreativität heißt auch, wissen, was man ausdrücken möchte, eine klare Idee, ein Thema (das dann vielleicht sogar vom Betrachter so gedeutet wird, wie der Fotograf/Autor es meinte), nicht einfach nur intuitiv auf den Auslöser drücken sowie gekonnte Ausführung und Bildbearbeitung.

    Eine bewusste formale GESTALTUNG (Standpunkt, Höhe, gewählte Brennweite) ist sichtbar, lässt aber ebenfalls keine konzeptionelle Klarheit erkennen: das Mädchen ist zwar recht zentral, mehr als nur Beiwerk, aber doch nicht richtig hervorgehoben; dafür haben Sie sich entschieden, formalen Schnickschnack mit darzustellen.

    Zunächst, was ich im post-processing auf jeden Fall, egal, für welches der Themen 1-4 ich mich entschieden hätte, ANDERS gemacht hätte, da ablenkend/irritierend: 1. das Bild des angeschnittenen Menschen rechts oben entfernt, 2. die zerknüllte Tüte weg, 3. den abgebrochenen Flaschenhals (?) auf dem Boden unten Mitte weg, 4. den Markennamen auf der Einkaufstasche unleserlich gemacht, 5. die Kontraste reduziert, vor allem die Schatten auf den Menschen (die alle dem Betrachter ihre Schattenseite zuwenden) angehoben; auf dem Bild sind die Menschen dunkel, und Generisches (Himmel, Stufen) sehr hell, aufmerksamkeitsheischend, statt besser umgekehrt.

    Was würde ich hier beim Erblicken der Szene ansprechend finden? Ich würde mich für das ERSTE THEMA entscheiden, mit der ersten Geschichte (und man erinnert sich vielleicht an seinen eigenen 18. Geburtstag... die Zeit hielt den Atem an, das Leben lag vor uns, eine offene Ebene, man fühlte sich federleicht-beschwingt in seiner Freiheit...), und diese erste Geschichte zumindest ansatzweise versuchen herauszuarbeiten und deutlich zu machen, vor dem Drücken des Auslösers, durch Wahl des Standpunktes (näher, halb von der Seite, was natürlich auch bedeutet, dass man sie anspricht und um Erlaubnis zum Veröffentlichen fragt), oder, notgedrungen, da sich die Situation nicht wiederholen lässt: vorliegendes Foto links um ca. ¼ und oben und unten etwas croppen; dadurch bleibt es natürlich so, dass es aufgrund der Gestaltung bei diesem Foto schwerfällt, mit dem Mädchen "to connect"; danach, in der Bildbearbeitung: die Buntheit der Luftballons will ich sehen, wichtig für das Thema - also das Bild nicht in S/W umwandeln.

    Wollte man das THEMA 2, Alleinsein inmitten von Menschen zeigen, würde ich eine weitere Brennweite nehmen und etwas zurückgehen, wenn möglich von einem höheren Standpunkt.

    Wollte man das THEMA 3, Fernweh und Reise, zeigen, würde ich wohl von seitlich hinter dem Mädchen fotografieren, Luftballons sichtbar, Blickrichtung Hafen - Assoziation: sie macht bestimmt bald eine lange Reise, bevor sie Ausbildung/Studium oder Berufsleben beginnt.

    Und wollte man THEMA 4, eher die FORMALEN Eigenschaften der Szene, zeigen, bietet sich die S/W-Bearbeitung an; vor dem Drücken des Auslösers hätte ich versucht, das Formale stärker ins Bild zu setzen, z.B. dadurch, dass ich den Ankerpunkt/Blickfang, diese junge Frau, weniger zentral innerhalb des Bildes und weniger hervorgehoben im Bild platziert hätte und den optischen "Schwung" der Treppe (rechts) betont hätte: Standpunkt mehr rechts von der Biegung, näher an den Stufen; es sei denn, Sie wollten wirklich die vielen von links (Geländer und Gullykanal) und rechts auf den Fluchtpunkt zulaufenden, die junge Frau umschließenden, Linien, "konterkariert" durch Muster der Pflasterung und Schatten, zeigen. Und noch vorher hätte ich mich gefragt, ob diese formalen Elemente an sich wirklich so fotografierenswert sind, ob sie, Mittel zum Zweck, irgendetwas zur Verstärkung des gewählten Themas 1-3 beitragen, also eine thematische Funktion haben, oder vielmehr in ihrer halbherzigen Hervorhebung in diesem Foto nur stören.

    Durch die bewusste formale Gestaltung für mich kein reiner Schnappschuss, doch ungestellt, eine Art zu fotografieren (mit dem ungeschickt gewählten Begriff street photography benannt), bei der im schlechtesten Fall etwas Naives und Oberflächliches entsteht, im besten Fall (der hier sicher nicht vorliegt) durch Aufmerksamkeit, Glück und Empfindsamkeit beim Gehen durch die Straßen mit einem winzigen - ganz besonderen gewählten - Ausschnitt aus Raum und Zeit, in dem Vieles glücklich zusammenfällt, fotografische POESIE entstehen kann - in dem mehr als nur einfach Leute auf einem belanglosen Foto zu sehen sind, vielmehr ein gutes solches Foto ein Kommentar über sie ist, noch besser: ein Kommentar über ihr Leben, und noch besser: ein Kommentar über die soziale Ordnung, die diese Leben regelt - zumindest für street photography, den ver-meintlichen Fotografie-Fünftausender, den manche Fotografen erklimmen wollen oder glauben, erklommen zu haben, ein mystischer visueller Code, den nur indoktrinierte Mitglieder des Kultes sprechen und verehren.