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Nimm mich mit

Anmerkung von Agora: Die Einleitung des Fotografen wurde um technische Details bereinigt, weil sie die Wahrnehmung des Bild ablenken.

Die/Der FotografIn schreibt: "Blick von einer Ausflugsfähre kurz vor dem Verlassen einer kleinen Insel.
Mein Blick blieb auf dem Schild hängen, welches ein schöner Blickfang war.
Als ich nun den jungen Herrn entdeckte, wartete ich auf den Frachter im Hintergrund.
Das Bild ist eins aus einer Reihe verschiedener Fotos, die ich von diesem Motiv machte.
Insgesamt mag ich diesen winzig kurzen Moment der scheinbaren Interaktion. Aber wer weiß schon, was er gesehen und gedacht hat."
-=-=-=-=-
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Kommentare 23

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 18. April 2021, 9:34

    Hier ist die Diskussion zuende.
    Agora wird unter dem folgenden Bild fortgesetzt:?
    Lebenslauf
    Lebenslauf
    Agora Bilddiskussion intensiv
  • Agora Bilddiskussion intensiv 18. April 2021, 9:33

    Michael Menz schreibt: “Besten Dank für eure ausführlichen Gedanken zu Bild und Titel. 
    Das Bild entstand tatsächlich in entspannter Urlaubsatmosphäre auf Neuwerk. Ich hatte mir für die Inseltour vorgenommen, vorwiegend mit dem 100-400mm Tele zu fotografieren, wie ich es auch an manch anderen Tagen der Reise schon praktiziert hatte. Einfach mal, um etwas Anderes, als mit dem „Immerdrauf-Weitwinkel“ zu machen.
    So blieb mein Blick beim Ablegen von der Insel tatsächlich zunächst auf dem roten Schild hängen, welches in Farbe ein schöner Blickfang war. Ich machte eine Reihe Bilder im Hoch- und Querformat und positionierte das Schild an verschiedenen Stellen. 
    Das von Manchem vermisste Wasser im Vordergrund war nie mein Thema. Mir ging es immer um das Schild, Zaun und Wiese, sowie Menschen und dem Schiff im Hintergrund.
    Das Fehlen von Wasser sollte hier Niemanden absichtlich verwirren. Ich habe bei diversen Besuchen an der Küste einfach diesen besonderen Effekt liebgewonnen, wenn so große „Pötte“ nahe an der Küste entlangfahren und man mit der Perspektive ein bisschen spielen kann.   
    Ich hatte eine Minute vor dem hier besprochenen Bild, eine Querformataufnahme, die dem „Wunsch“ von Gerhard Körsgen, nach größerer Tiefe und „Zickzackmuster“, recht nahekommt.  
    Als dann der junge Herr auftauchte, entschied ich mich jedoch wieder für das Hochformat, weil ich alles – Schild, Schiff, Zaun und „Junge“ - dicht zusammen haben wollte. Das Bild ist ungeschnitten, nur leicht perspektivisch korrigiert.Bildaten: AV 8, TV 1/400, Iso 100, 210mm.
    Messmethode war Mehrfeldmessung mit entsprechendem Fokus auf dem Vordergrund. Das, was scharf sein „sollte“, ist nach meinem Dafürhalten ausreichend scharf. Auch wenn ich hier anders lautenden Meinungen akzeptiere.
    In der Nachbearbeitung entschied ich mich nun tatsächlich für Monochrom, um dem Blick des jungen Herren, mit der scheinbaren Interaktion, mehr Gewicht zu geben.
    Mir gefällt die Aufnahme auch in Farbe, so war diese „Motiv-Serie“ ursprünglich auch gedacht. An die Wand käme bei mir aber das S/W, Trend hin oder her.     
    Der Titel ist natürlich so eine Sache. Ich denke tatsächlich, dass ich hier zu „flapsig“ war und bedanke mich bei allen kritischen Hinweisen in dieser Richtung.
    Ich habe mich allgemein über die positiven Meinungen zu Bildaufbau und Bildstimmung gefreut, da ich mich hier in meiner Bildabsicht und Stimmung vor Ort wiedergefunden habe.
    Nochmal meinen herzlichen Dank an Alle, die sich die Mühe gemacht haben, das Bild ausführlicher zu besprechen.”
  • elstp 14. April 2021, 17:55

    Es ist ein warmer, sonnenbeschienener Moment. 

    Der Perspektive nach zu urteilen ist der Standort des Fotografen höher als der Zaun, auf den sich der Protagonist stützt, so dass man den Schluss ziehen kann, es handele sich um ein Schiff, auf dem der Bildautor an einer Insel vorbei fährt. Auch das Verkehrszeichen spricht dafür - ebenso wie das große Schiff im Hintergrund. Das bestätigt auch der Einführungstext.

    Der Autor hat Blickkontakt mit seinem Protagonisten, der im nächsten Moment vielleicht sogar die Hand hebt, um herüber zu winken. Der Bildtitel ‚Nimm mich mit‘ entspricht nicht der Haltung des jungen Mannes, denn der stützt sich auf dem Zaun ab, er lacht freundlich, drückt aber keine Sehnsucht aus.

    Der Bildbetrachter fühlt sich in die Szene hineinversetzt, denn der junge Mann blickt zur Kamera und damit in das Gesicht des Betrachters. Man würde zurück winken, wenn er winkte.

    Es ist ein warmer, sonnenbeschienener Moment, den ein Betrachter gern aufgreift, um vielleicht seinerseits dem Autor ‚Nimm mich mit‘ zuzuflüstern.

    Gruß LILO
  • Markus A. Bissig 14. April 2021, 11:07

    Ein sehr gutes Beispiel für die Einzigartigkeit des Mediums Fotografie.

    Nur dank der Fotografie können bekanntlich solche nicht mehr wiederholbare Situationen für eine gewisse Zeitspanne festgehalten werden.

    Da ich absolut keinen Bezug zur erlebten Situation habe berührt mich das Bild nicht.

    Nachdem ich die Textinformationen der Fotografin oder des Fotografen gelesen habe kann ich aber die erlebte Stimmung gut nachvollziehen.

    Meine persönliche Bildkritik:

    Die SW Präsentation finde ich sehr ansprechend.

    Die Anteil der Himmelsfläche ist mir zu gross.
    Die Himmelsfläche oberhalb des Wolkenbandes würde ich weglassen.
    Die Wolkenpartie kommt für mich zu flau rüber.

    Das Frachtschiff konkurrenziert die Person und es kommt für mich eine Unruhe auf. Die Idylle der kleinen Insel wird für mich wegen dem Schiff neutralisiert.

    Ja das Bild weckt auch in mir die Sehnsucht auf weitere Reisen, hoffentlich lässt es die doch sehr unbeliebte Corona Tante auch bald wieder zu die Koffer zu packen und loszuziehen.

    Freundliche Grüsse aus den hohen Schweizerbergen:

    Markus
  • Bernadette O. 13. April 2021, 19:58

    Der Bildtitel hat mich sehr verwirrt, weil ich ja keine Ahnung hatte, woher das Foto gemacht wurde. Bis ich den Text darunter las ... Also vergesse ich den Titel und betrachte das Bild.
    Und diese Betrachtung macht mir Spass. Es gibt so manches zu entdecken in dem Foto:
    Zuerst - sogar noch vor dem markanten Dreieckschild - sehe ich den jungen Burschen mit fröhlichem Lachen im Gesicht. Freundlich, spontan und erfrischend natürlich sein Ausdruck. Der Höhe des Zauns nach zu schliessen, steht er auf irgend etwas, sonst würde wohl nur sein Kopf über den Zaun schauen. Er steht hoch, vielleicht auf einem Querbalken, der die Hölzer zusammenhält. Und es scheint mir, dass ihm das Spass macht. Damit konnte er wohl die Zuschauer auf dem Schiff, worauf sich auch der/die Fotografierende befindet, überraschen. Die Freude scheint gegenseitig, die Interaktion ist spürbar. 
    Bildgestalterisch finde ich es überraschend, dass sich hoch über dem Jungen ein Schiff befindet. Eine solche Reihenfolge in der Senkrechten ist recht ungewöhnlich. Da das Foto in sw umgewandelt wurde, ist der Unterschied von Wiese und Wasser kaum wahrnehmbar. Mir gefällt das. Und das Monochrome hat - wie es bereits erwähnt wurde - auch den Vorteil, dass das Schild nicht zu stark dominiert. 
    Das Schild ist markant dreieckig. Ein Dreieck bilden auch die drei Hauptmotive Junge, Schiff und Schild - interessant.
    Wie Gerhard Körsgen habe auch ich mich gefragt, wie wohl das Bild im Querformat wirken würde. Aber wir wissen nicht, was rechts und links gewesen wäre. Also lasse ich das würde und wäre ...
    Insgesamt ein Bild, das viel zu sehen und zu entdecken gibt und das überraschend wirkt in der ungewohnten Aufteilung. Und erst noch Fröhlichkeit ausstrahlt.
    Ich mag es. Danke fürs Zeigen hier.
  • Gerhard Körsgen 13. April 2021, 16:02

    Betrachtet man das Foto von seiner Flächenaufteilung her hat man, grob, vier Viertel. Von unten nach oben erst der Holzpalisadenzaun, darüber Wiese, Junge und Schild, darüber Schiff und Wolken, darüber der Himmel.
    Ich vermute dass diese Möglichkeit der Strukturierung den/die Fotografen*in zur zu sehenden hochkanten Ausschnittswahl bewog.
    Dennoch kann ich mir diese Aufnahme auch gut als Querformat vorstellen, gerade wegen des schmalen 2:3 Formats. Die im Hintergrund diagonal verlaufenden Holzpalisaden hätten beim Zusammenschluss mit denen im Vordergrund (das wäre links, hier ausserhalb des Bildausschnitts) eine Art dynamischen Zick-Zack-Musters ergeben und mehr Tiefe der Landschaft ermessen lassen.
    Der hochkante Bildaufbau ist dagegen ruhiger.
    Das Schild und der junge Mann wurden als "das Motiv" wahrgenommen und darauf wurde selektiv scharf gestellt.
    Dass die Aufnahme in sw präsentiert wird vermute ich in der möglichen Farbdominanz des Schildes, welches dann eventuell sehr bildbestimmend geworden wäre was wohl vermieden werden sollte.
    Was der junge Mann an Land dachte kann nur spekuliert werden. In jedem Fall scheint er gut gelaunt. Ob er etwas an Bord des Schiffes sah was ihn erheitert hat (möglicherweise mehrere Fotografen*innen die scheinbar alle IHN als Motiv entdeckt haben - "ich bin ein Star !" :-)  ) oder er einfach "nur so" in freudiger Stimmung war werden wir wohl nie wissen.
    Alles in allem wirkt das Foto auf mich wie ein serielles Bild eines harmonischen Urlaubs.
  • framebyframe 13. April 2021, 11:14

    Eine Person, die rätselhafterweise die Armbanduhr am rechten Handgelenk trägt, schaut über einen Zaun und scheint im Begriff zu sein, diesen zu übersteigen. Es wirkt als sei er von dem Frachter im Hintergrund entflohen und zumindest schon so lange unterwegs, dass die Kleidung und der Haarschopf in der sommerlichen Stimmung getrocknet sind. Sein Weg führte durch ein Territorium, das durch das sonderbare Schild wie eine Sperrzone wirkt. Ein Einzelquarantänefeld? Glücklich scheint er zu sein, auf lebende Wesen zu treffen. Das Ganze hat durch die maritieme Anmutung einen leicht surrealen Touch. Die Person wirkt jedenfalls 'erleichtert' , wieder in die Welt der Fotografie zurückzukehren. Ein Ensemble, das durchaus zu einer Geschichte taugt.
    • HF25 13. April 2021, 15:06

      des raetsels loesung:
      alle kinder gebrauchen ihre bevorzugte hand so, wie sie es moechten,  und es wird schon lange niemand mehr in kindergarten oder schule "auf rechts umerzogen".    lg horst
    • framebyframe 13. April 2021, 16:13

      Dass er noch in den Kindergarten geht, hätte ich jetzt spontan garnicht vermutet. Bloß gut, dass ich nichts über den Scheitel der Frisur anmerkte. Auch hätte man durchaus warten können bis ein Schiff z.B. von MAERSK vorbeikommt. ;-)
  • Thorsten aus Berlin 12. April 2021, 19:24

    Fröhliches Fernweh mit Blick nach Hause. Wie auch immer. Ein Hingucker ist das Bild und es wirkt auf mich spannend. Der Bildaufbau ist auch ansprechend. Die Wahl auf SW finde ich sehr passend. Gut gemacht.
  • Clara Hase 12. April 2021, 9:21

    Das Bild führt mich durch Zäune und Wellenbrecher - dem Horizont im Zickzack zum Frachter.
    Ich muss ein bisschen lachen, weil der Bohlen-Zaun im VG so präsent ist. "Hilfe - wir sind eingezäunt. Und Klimawandel haben wir auch - als ich ankam war da Wasser - nun ist es weit weg und ich kann Radfahren"""
    Sehr scharf ist es nicht - wenn auch noch alles erkennbar ist. auf welchem Schiff der/die Fotografin vorbeifuhr sehen wir nicht - das nimm mich mit Kapitän wurde evtl da als Titel geboren. Der Radfahrer sieht aber nicht so aus, als wolle er das. Es ist zu einem Frachter für mich auch eine sehr gegensätzliche Gemütslage- : Radfahren und malochen auf einem Frachter. Es ist wohl eher ein zulächeln der vorbeifahrenden Person/Gruppe - bei Sehnsucht kämme auch ein Abschied in Frage und der Titel müsste heissen: ich nehme dich mit!? Oder Person fährt ungern fort - weshalb auch sw gewählt wurde.

    Der Zaun im VG ist bei näherer Betrachtung auch massiv - dazu das enorme Schild - es wird sich um eine Wasserstraßenzufahrt handeln/ hätte ich dem Eingangstext auch gleich zuordnen können. Und ja - sw ist da wohl die richtige Wahl - als rot-weiss

    Es ist wohl eher ein Erlebnisfoto, als ein Reisebild einer Insel.

    PS ich sehe kein Rad, aber wie der junge Mann da am Zaun steht - ist er auf einem.
    Ich bin selbst jene die viel Hochformat fotografiert - ob hier eine Querformatauch die linke Ecke mitgenommen hätte weiss ich nicht.
  • Gerhard Waidelich 11. April 2021, 19:45

    Im Wesentlichen sieht man eine graue verschwommene Fläche mit einem unscharfen Schiff weit im Hintergrund. Davor ein Bretterzaun mit einem jungen Mann und ein extrem scharfes Dreieck, das sicher rot ist. Das einzig Interessante an dem Bild ist, dass das Grau der Wiese genauso aussieht wie das Grau des Wassers. Allerdings erst nach dem 10ten Blick. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass die eigentlich scharfe Linie vom Grün des Grases und blau des Wassers mit dem Zaun dazwischen dem Bild die eigentliche Frische gegeben hätte.
  • Rogam 11. April 2021, 18:42

    Wie Mittelosteuropa-Entdecker schreibt, wirkt das Bild durch sw Zeitlos. Wenn das Dreieck dieses Verkehrsschild rot ist, dann ist meiner Meinung nach sw eine gute Wahl, weil es sonst mein Auge zu stark fixiert.
    Nur der Titel will auch bei mir nicht richtig passen. Ich habe nicht den Eindruck. dass der junge Herr da mit will. Der steht da und freut sich einfach fotografiert zu werden!
  • Mittelosteuropa-Entdecker 11. April 2021, 17:14

    Könnte aus einem Familienalbum vor 40 Jahren stammen. Irgendwie nostalgisch.
    Ein leichter Schwenk nach unten bis ins Wasser hätte bei mir weniger Erklärungsbedarf verursacht. Die Unterschrift erscheint mir dennoch zu weit hergeholt.
  • HF25 11. April 2021, 15:58

    vermutlich werden nur umgebungskundige aus den schiffahrtszeichen und der befestigungsanlage auf den ersten blick schliessen koennen, dass diese aufnahme von bord aus auf eine landzunge / einen inselstrand ausgerichtet mit dem hochseecontainerschiff im hintergrund gemacht wurde. das macht den besonderen reiz, aber auch die schwierigkeit dieses bildes mitsamt seiner ueberschrift aus.
    im uebrigen folgt der fotograf einem gegenwaertigen trend und veroeffentlicht seine aufnahme in sw - geschmacksache.
    ich sehe die aufnahme eher als denkaufgabe des fotografen fuer die betrachter, gefuehlsmaessig erfasst sie mich wegen der fehlenden farben nicht. schade, aber da hilft auch keine noch so hammmermaessig daherkommende ueberschrift mehr.     lg horst
    • HF25 11. April 2021, 17:21

      technisch bedingt war doch anfangs nur sw moeglich. wegen der fehlenden wahlmoeglichkeit kann man daher noch nicht von einem  trend zu sw sprechen.
      zur wirkung und zu den gruenden fuer die veroeffentlichung von sw-aufnahmen in der digitalen fotografie unseres westlichen kulturkreises finde ich die untersuchungsergebnisse aus farbpsychologischer sicht aufschlussreich. 
      ansonsten ja; alles geschmacksache :-)     lg horst
    • seanachie 15. April 2021, 12:58

      Das vermutliche Rot der Schildumrandung könnte einen schönen Kontrast zum Grün der Wiese abgeben und so die grafischen Elemente im Bild, die mir neben dem offensichtlichen Motiv ins Auge fallen, weiter unterstützen. Der Autor schreibt ja selbt, ihn hätte das Schild inspiriert...
      lg, seanachie
    • HF25 15. April 2021, 16:01

      abgesehen von den bildbereichernden farben haben die schiffahrtsschilder fuer den betrachter, der die aufnahme an sich ohne erlaeuterung und bildueberschrift anschauen und auf sich wirken lassen moechte, auch eine wesentliche bedeutung fuer das verstaendnis der gesamtaussage des bildes.
      dies alles durch eine sw-wandlung in den hintergrund zu ruecken, leuchtet mir nur aus der sicht eines fotografen ein, fuer den seine bildueberschrift und seine erlaeuterungen eine hoehere bedeutung haben als die aufnahme selbst. oder aber, wenn er das bild als raetselbild fuer die betrachter anlegen wollte.  lg horst
    • Gerhard Körsgen 15. April 2021, 18:12

      HF25 Es könnte sein dass dieses Foto Bestandteil einer Serie ist in der alle Aufnahmen in sw sind und er die Kontinuität der Serie nicht brechen wollte. Wäre ja möglich. Manche Leute fotografieren auch digital mitunter von vornherein in sw, auch das wäre eine Möglichkeit.
      Es kann natürlich auch sein wie Du es angenommen hast.
      Am Ende wird das hoffentlich aufgelöst, wenn es nicht wieder einer ist der sich nur bedankt und nichts sagt..;-)
  • Jens Riesener 11. April 2021, 14:27

    Ich mag den gezeigten Augenblick und spüre ganz viel Sehnsucht in mir nach der Weite des Himmels am Meer.
    Aber da beginnen die Fragen:
    Warum in sw?
    Warum so eng beschnitten?
    Ich möchte so gern das ganze Bild sehen.
    Viele Grüße, Jens.
  • copine 11. April 2021, 13:36

    Ein gut gestaltetes Bild von der Küste: Im Hintergrund fährt ein Hochseeschiff vorbei, im Vordergrund Küstenlanschaft mit Wiesen und Palisaden, zwei Schifffahrtszeichen und nicht zuletzt ein freundlich in die Kamera schauender junger Mann. Das Bild wurde aus einer leicht erhöhten Position aufgenommen. Man riecht das Meer, man spürt einen leichten Wind, also ein rundum gelungenes Bild, nicht spektakulär, aber auch nicht langweilig.
    Wenn nur der Titel nicht wäre! Man kann nur durch den Text wissen, dass das Foto von einem fahrenden Schiff aus aufgenommen wurde und dass der Mann sich auf einer kleinen Insel (vielleicht eine Hallig) befindet. Der Mann schaut also auf das Schiff. Der Fotograf/die Fotografin unterstellt ihm im Titel den Wunsch mitgenommen zu werden. Darauf deutet nichts hin, das im Bild auch nur ansatzweise zu erkennen wäre. Dafür erkennt man zu wenig von der tatsächlichen Situation. Wenn unten im Bild noch Wasser zu erkennen wäre, fiele mir eine Deutung im Sinne des Titels leichter.
    Fazit: Gutes Bild mit unglücklichem Titel.