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Nachklang

http://www.fotocommunity.de/blog/agora-bilddiskussion-intensiv

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Kommentare 38

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 19. April 2019, 18:12

    Der Fotograf Jens Riesener schreibt:

    "Liebe Schauende, Lesende und besonders liebe Kommentierende,
     ich danke Ihnen und Euch herzlich für die Besuche und die Kommentare zu meinem Bild „Nachklang“. Es war für mich sehr interessant, die so sehr unterschiedlichen Diskussionsbeiträge zu lesen. Auf der einen Seite die konsequente Ablehnung zu verfolgen, aber dann auch die Annäherung an das Bild mit all seinen Schwächen und die Diskussion über Arm und Reich zu erleben.

     Zum Ort. Das Teehaus wurde am Klüthang bei Hameln im Jahr 1928 errichtet durch die Nachkommen des Hamelner Industriellen Janßen. Der weitläufige Park um den Teepavillon wurde 1907 gegründet. Wege und Plätze für die Gäste angelegt, auch ein Tennisplatz entstand und Sichtachsen zu besonderen Bäumen, nach Hameln und hinab zur Weser eingerichtet.

     Das ist alles Geschichte.  Die Bäume wurden gefällt, der Park ist nicht mehr zu erkennen, geblieben ist das Teehaus in seinem traurigen Zustand, die überwucherte Terrasse und die große  Rasenfläche davor. Die ungebändigte Natur hat sich den Ort zurückgeholt. Die Türen und Fenster wurden verheizt, alles vergittert, vom Inventar ist nichts mehr geblieben, Vandalismus hat dem Teehaus fast den Rest gegeben.

     Zur Entstehung des Bildes. Es ist nicht möglich, das Teehaus zu betreten. Alle Bilder musste ich durch die Gitter der Terrassentüren und die vergitterten Tür- und Fensteröffnungen machen. Ich hätte gern andere Perspektiven gesucht, aber das scheiterte an den massiven Eisenstäben.

     Zum Titel. Es ist mir sicher nicht gelungen, die für mich besondere Atmosphäre des Teehauses im Bild zu zeigen, aber ich denke, es ist möglich, mit Bildern Vorstellungen an Klänge und Szenen beim Betrachter wachzurufen und Diskussionen darüber in Gang zu setzen.
     Mich fasziniert am Inneren des Teehauses besonders das Podest im linken Anbau des Pavillons. Es bietet Platz für ein Streichertrio oder den Tisch der Familie mit Blick in den Raum. Geblieben aus der Entstehungszeit ist das Fenstergitter mit dem Initial der Familie, dem J.
     Mein Blick durch das Haus landet immer auf diesem Fenster, meine Aufnahme durch das Gitter haftet dort. Und dazu das Licht aus dem Loch in der Wand.
     Es ist der „Nachklang“ des Vergangenen und der damals und auch heute noch oft unüberbrückbare Gegensatz zwischen Arm und Reich, der für mich aus diesem Teehaus spricht und die Vorstellung von einem Klang, den es so dort vielleicht nie gab.
     Ich werde in den kommenden Tagen Bilder des Teehauses auf meiner Seite veröffentlichen. Es wird die Kritiker nicht umstimmen, dass es schlechte Bilder sind. Aber vielleicht können sich einige der wertgeschätzten Kommentatoren neu einfühlen, denn „es schläft wohl wirklich ein Lied in allen Dingen“ - es kann von Mozart sein oder von Rammstein - nach einem Konzert von Rammstein steht das Teehaus aber wohl nicht mehr.
     Nun gehe ich zurück zu meinen „emotionslosen“ „Banalitäten“ und übe weiter.

     Eine Bitte: Ich weiß, dass die Kamera einen 1 Zoll Sensor hat und das Objektiv an den Rändern verzeichnet, aber ich kann gut damit leben und auch die mehrmalige Erwähnung des besagten Umstandes trägt für mich wenig aus. Ich trete nicht an für das beste Foto der Community, aber ich möchte mir die Freude am Fotografieren nicht durch solche Kommentare nehmen lassen und die Entscheidung, irgendwann wieder ein Bild zur Diskussion anzubieten.

     Ich danke für Eure freundliche Geduld, diesen Abschlusskommentar zu lesen und ich danke Euch vom Redaktionsteam, die Ihr durch die Auswahl des Bildes diese Diskussion erst möglich gemacht habt und wünsche allen gesegnete Ostertage.

     Euer Jens Riesener"
  • elstp 15. April 2019, 14:29

    Nachklang besteht aus Erinnerung und Verklärung. Und diese Verklärung mag der Grund gewesen sein, warum der Eigentümer dieses Teehauses es bei dessen Aufgabe nicht hat abreißen, sondern sogar noch hat sichern lassen (das Gitter anstelle der Fenstertür).

    Wir sehen hier aber statt der Vorstellungen des Eigentümers vom vielleicht noch einmal Möglichen ein Bild der heutigen Gesellschaft, die mit der Diskrepanz der damaligen gesellschaftlichen Unterschiede immer noch kämpft, denn:
    Die Schere zwischen Arm und Reich ist genauso weit geöffnet wie früher, das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, wenn möglich, noch ausgeprägter - und doch versucht man, diesen gesellschaftlichen Rahmen, den ein solches Gebäude dargestellt hat, den Glanz der Upper Class, irgendwie zu bewahren. 

    Das liegt an den Attributen 'arm' und 'reich': Der Wert eines Menschen wird zwar ethisch definiert, reinen Herzens sicherlich, aber die Menschen in unserer Gesellschaft verstehen ihn nicht ethisch, sondern pekuniär. Und mit Geld lässt sich ja wirklich viel erreichen!

    Aus dem Nachklang von Erinnerung und Verklärung wurde mit diesem Bild daher einer, der nicht mehr an Glanz und Hoffnung erinnert, sondern einer, der das Bild unserer heutigen gesellschaftlichen Not in die Gestalt eines maroden Gebäudes verwandelt hat, das niemand mehr haben, aber alle erhalten wollen: ein Missklang also!

    Gruß LILO
    • Wolf Schroedax 16. April 2019, 7:18

      Ein Investor möchte kaufen oder hat gekauft, Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Der Investor baggert die Leute an, in der Gemeinde, der Landesverwaltung, dem Landtag. Er wirbt mit einem Großprojekt, das Arbeitsplätze schaffen könnte,   macht ihnen Angst vor den Chinesen ...   Alle wollen nur das Beste für den Ort, die Region!
    • elstp 16. April 2019, 7:46

      Ja, das stimmt: Mit geradezu missionarischem Eifer versuchen sie, uns zu unserem Besten zu verhelfen. 
      Ich weiß selten, was das Beste für andere ist, aber das beste für mich ist, mich nicht an der Vergangenheit festzuhalten,  sondern sie zur Orientierung zu nutzen. Es ist nicht gut, alles so zu bauen, als sei es für die Ewigkeit; dann wagt es ja keiner, diese Absicht anzuzweifeln.
      Gruß LILO
  • elevatorjwo 15. April 2019, 7:26

    Manchmal ist es besser, zu einem Bild einfach mal nichts zu sagen. Hier geht es mir so. Das Bild berührt mich überhaupt nicht. Dafür kann ich nichts und der Fotograf kann auch nicht dafür. Das ist manchmal so. Also sage ich nichts zum Bild...
  • wittebuxe 14. April 2019, 21:02

    Ein guter Filmemacher witterte beim Betrachten des Fotos eine überzeugende Sequenz: das leise beginnende Einspielen von Tanzmusik, dann eine Rückblende in die Vergangenheit ("Es war einmal in Amerika", z.B., wir erinnern uns), der  trostlose Raum plötzlich mit Leben befüllt, mit Tischen und Gläsern, Menschen und  Lachen, und Klängen; die Wände in Samt und Seide, auf dem Tanzboden Flirt und wiegende Schritte - und einige Minuten verharren in diesen prächtigen Bildern, und Lust daran zu empfinden - wie schön!

    Schließlich aber wird die Szene wieder blasser, die Menschen wie durchscheinend, die Musik dünner, leiser, und verhallt schließlich, bis sie wie aus einer tiefen Höhle klingend gänzlich verstummt: Verfall.

    Ja, das kann ich mir gut vorstellen
    • Gerhard Körsgen 17. April 2019, 8:47

      @Wolf Schroedax : Bin ja selbst auch Musiker (Schlagzeuger) und schon an den möglichsten und v.a. unmöglichsten Orten aufgetreten...von daher kann ich das anhand eigener Erfahrungen schon nachvollziehen was Du schreibst...nur: Es hilft ja nichts. Anhand dieser Aufnahme jedenfalls werden wir nie erfahren wie es damals geklungen hat als der Raum besser in Schuss und möglicherweise möbliert war. Wie schon gesagt, die Serie könnte interessant sein.
    • Ester Greiner 17. April 2019, 9:12

      Der Fotograf schreibt... Musik aus längst vergangenen Zeiten... Bevor ich mich mit dem Akustikthema befasse, würde mich interessieren, wann diese Zeit überhaupt war!?  Liebe Grüße Ester
    • Gerhard Körsgen 17. April 2019, 10:51

      @Ester Greiner : Vielleicht so 1920er Jahre, tippe ich mal laienhaft...?...
    • Ester Greiner 17. April 2019, 11:17

      Diese Vermutung hatte ich auch!  :-)  Aber es hätte auch später sein können 40er oder 50er oder auch die 60er Jahre... Das ist eine entscheidende Info für die Interpretation dieses Bildes und der Geschichte dieses Raumes!  Die Musik unterschied sich ja nicht unerheblich in diesen Jahren!  :-)  Ok... ich habe diese ganzen Genre nie live gehört, dazu bin ich einfach zu jung... Gehört habe ich sie auf jeden Fall...  Liebe Grüße Ester
  • Wolf Schroedax 14. April 2019, 20:02

    Nachklang ?  Was für ein Anspruch für eine solche vergittert vergammelte Örtlichkeit, die überhaupt nichts mehr hergibt von angeblich ehemaligem Luxus - kann gar nicht bei der kaputten Decke ....!  -   Ich gehe am Stock, bearbeite die Gitterstäbe, rhythmisch versteht sich, mein Freund XX hat immer eine Kastagnette dabei - Dong ding - -  tscktsck-tsck  ... nach dem  Gitter  kommen die Wände, die Decke - da klingt nichts - und  der Boden dran,  Außer am Gitter werde ich fündig in dieser Nische. Hier ist Holz. Je nach dem wo und wie ich den Stock einsetze, je nach dem ob ich oder XX auf der bearbeiteten Diele stehe finden wir  gewisse Modultionen des dumpfen Klopfens  .. Unser StockStep bleibt aber eintönig fade ..  Schließlich schlürft XX langsamer werdend durch das Laub im Salsa und ich schlage im  Decrescendo an die Kante des Podests ....    .........  Es klingt nichts nach, es sei denn man tut so!  In diesen Dingen schläft kein Lied !   Aber unseren Spaß haben wir gehabt ....
  • felixfoto01 14. April 2019, 11:20

    In diesem Bild klingt nichts. Für mich sieht es aus, wie zufällig an einer Stelle gestanden und nicht lange nachgedacht beim Auslösen. Lieblos, so wie man mit dem Teehaus lieblos umgegangen ist. Zum Bild selbst mag ich kaum mehr sagen. Das Bild stößt mich in gewisser Weise ab. Gleichzeitig machte mich der Text zum Bild neugierig, weil ich ihn für tendenziös empfand, also forschte ich etwas mehr nach. 
    Von Tod Papageorge stammt das Zitat: "Wenn Deine Bilder nicht gut genug sind, hast Du zuwenig gelesen", und meint, dass man sich deutlich informieren soll, wenn man etwas fotografiert und seine Geschichte erzählen will. Daher bin ich auf die anderen Bilder der Serie gespannt und hoffe, dass sie stärker sind als dieses Bild hier. Besonders, nachdem ich jetzt mehr über den Ort und seine Umstände weiß.
    Ich hoffe, der Autor wird sich am Ende zum Bild äussern und vielleicht auch die Geschichte des Orts erhellen.
    • Clara Hase 14. April 2019, 16:31

      es gibt ja auch Tendenzen, evtl etwas zu renovieren und zeigt dies oder das und bedenkt es für sich durch. Aber das wäre doch eher privat.
  • hans lachmann 14. April 2019, 8:41

    Bei mir stellt sich die Frage " warum stelle ich dieses Foto hier zur Diskussion" .....  mein erster Eindruck war hat dieses Foto vielleicht der Hausmeister gemacht der den Mieter darauf hinweisen möchte das es das Objekt hier " Besenrein zu verlassen" hat ?  Es könnte sich aber auch um eine kleine Provokation handeln " wie weit kann ich mit einem Foto gehen was in der Wahrnehmung der User "vielleicht noch als Kunst gesehen werden könnte ? Ansonsten kann ich weder obennoch untern noch links noch rechts etwas sehen was eine Beurteilung lohnt . Weiterhin viel Spaß mit spannenden Motiven !
  • LH Foto 14. April 2019, 8:38

    Für mich gibt das Foto mehr Fragen als Antworten.
    Selbst in besseren Tagen wird es kein Genuss gewesen sein dort Musik zu hören.
    Der Nachklang wäre so jetzt sicher sehr hallig.
    LG Lutz
  • HF25 13. April 2019, 15:23

    moeglicherweise moechte der/die fotograf*in in diesem uebersichtsfoto hauptsaechlich darstellen, dass hier die zerstoerte architektur des rohbaus und der innenarchitektur einer guten akustischen qualitaet musikalischer werke entgegensteht.
    [ -> https://de.wikipedia.org/wiki/Musik_und_Architektur ]
    aus diesem blickwinkel betrachtet waere der bewusste einsatz der in rede stehenden fotografischen mittel u. u. nachvollziehbar, spannend und aufschlussreich waeren dann aber die folgenden serienbilder.
    dass die raumform frueher musikalische darbietungen unterstuetzt hat, ist sichtbar; eine entsprechende innenarchitektur vorstellbar. um anhand des fotos "der verklungenen Musik nachzulauschen" und "die Musik und den Tanz der längst vergangenen Zeit im Bild" nachzuempfinden bin ich aber zu wenig musikalisch ausgebildet.     lg horst
  • Sag mal Micha 13. April 2019, 13:44

    Emotionale Klänge aus einem Bild zu filtern ist grundsätzlich eine schwierige Angelegenheit, wie mir aus eigener Erfahrung bekannt ist.
    Hier ist nur ein kleiner Ausschnitt sichtbar. Es bleibt unklar, in welche Richtung das Ganze driftet und ob das Ziel ist, eine Übereinstimmung mit den Betrachtern zu erzielen oder die eigene Dokumentation als Sicht der Dinge im Vordergrund stehen soll.
    Wenn es von Wichtigkeit sein sollte: für mich klingt es eher nach Rammstein als nach Helene Fischer.
  • Matthias von Schramm 13. April 2019, 10:38

    Die "Banalität" des Bildes wird nicht durch Präzision unterstützt. Das ist durchaus möglich im Konzept einer ganzen Serie. So allein wird die Schwäche des eingesetzten Superzooms auf dem 1 Zoll Sensor deutlich. Die verzeichnete Tür links. Technisch derart zu "banalisieren" kann durchaus ein Mittel sein - misst man aber das Bild an dem was man bei einer einzelnen Lost Places Aufnahme erwartet, nämlich Präzision und ein daraus resultierender Effekt, dann ist diese Präzision eben nicht erfolgt. Auf dem Bild befinden sich eine Menge kleiner Details, die bei genauerer Betrachtung den Effekt und die Atmosphäre in diesem verlassenen Teehaus wiedergeben würden. Diese Aufnahme gibt es nicht  wieder, weil diese Details vom Fotografen unbeachtet bleiben, weil er nur einen Innenraum zeigt - eher schlecht gesehen der Ausschnitt mit der inneren Dachkonstruktion, welche genau so gesehen wird, wie ein irgendwie anders gearteter Innenraum. Das Besondere, das Flair der Vergangenheit mag vor Ort spürbar sein, wird aber meines Erachtens von der Fotografie nicht transportiert.

    Dadurch, dass eine Serie besteht, könnte diese ggf. mehr Aufschluss geben.
  • Jürgen W2 13. April 2019, 7:40

    Mir fehlen zum Verständnis der Absicht des Bildautors ein paar weitere Informationen, vielleicht ein Plakat an der Wand *) oder ein paar Reliquien (vielleicht einfach Stühle und Tische), um zu erkennen, dass hier Musik gemacht wurde.

    Ohne den Begleittext sagt mir das Foto wenig.

    *) Vielleicht so wie in Cartier-Bressons bekanntem Foto "Place de l'Europe" hinter dem Gare Lazaré (auf dem Bild auch eine Art Lost Place, aber mit einer Person), wo im Hintergrund auf einem Plakat eine Tänzerin ihre Beine schwingt und deshalb etwas Zusammenhang in die Story im Vordergrund bringt.
  • MBodo 13. April 2019, 1:53

    Die flache ovale Eingangstür zur Terrasse konkurriert sehr schön mit dem in der tiefen Nische liegenden kleinerem Eckfenster. Die Gitter des Eckfensters haben schneckenförmige Verzierungen, die für zusätzliche Konkurrenz zur Terrassentür sorgen. Das "Einschußloch" rechts neben dem eckigen Fenster passt so gar nicht in das Gesamtbild und durchbricht die für mich sichtbare Harmonie, was aber auch für zusätzliche Spannung sorgt. Diese drei Bildkomponenten sind für mich die Hingucker. Die rechte Wand ist dankenswerterweise nicht mit lustlosem Geschmiere verschandelt. An ihr nagt nur der Zeitzahn mit einigen Verwitterungen, die das Bild nach rechts in aller Ruhe ausklingen lassen. Vergammelt wirkt für mich nur der Laubhaufen. Lost Place? Könnte auch unter Denkmalschutz stehen.
  • Clara Hase 13. April 2019, 0:30

    hier klingt es nur wie in einer Halle, wären da nicht die offenen Gitter.
    Es wirkt völlig abgewirtschaftet, traurig in sich. Und zuvor las ich erst den Text nicht und dachte bei der kleinen Bucht mit den Fenstern geradeaus und sichtbar nach rechts, das dort sich hätte jemand verschanzen können, also eher kriegerisch tätig war.
    Ne, Beelitz hat da dann stellenweise doch mehr Flair als dieser Musiksaal. Auch der Fussboden lässt eher an kurz vergangene Zeit denken, denn an einen Tanzboden über den die langen Kleider schwingen. Oben schauen die MÄuse herunter, wer da herumschleicht.
    Da hatte wohl jemand Heimweh nach der guten alten Zeit um noch die Klänge zu erahnen.
    Nichts was ich mir hier gerne anschaue, dort vor Ort hätte ich wohl auch hingesehen.

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Kamera DSC-RX10M3
Objektiv Sony 24-600mm F2.4-4.0
Blende 2.4
Belichtungszeit 1/15
Brennweite 8.8 mm
ISO 100

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