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Kraichgau-Natur-Photo


Premium (Basic), Oberderdingen

~.. "M°O°R°G°E°N°( o )°S°O°N°N°E" ..~

... so fängt der Tag schon mal gut an ...

… oder …

~.. °MEROPS°APIASTER° ..~
… mal anders …
~K.R.A.I.C.H.G.A.U.L.I.K.E~
~~~~~~
wenn man schon vor dem Aufstehen im Bienenfresserland ist und der Tag erwacht und dabei sein darf, wenn diese wahrlich prachtvollen Vögel ihr Tagwerk beginnen ...
:-)))
Momente, die einfach mega sind, besonders dann, wenn einem die Bienenfresser direkt in unmittelbarer Nähe gegenüber hocken..
.. da lacht der Foddofuzzie .. gelle..
~~°°°~~


Aufnahmedaten
Kamera NIKON D500
Objektiv NIKKOR 300.0 mm f/2.8 G ED VR II
Konv. NIKON TK 1.4 AFS III
Blende 6.3
Belichtungszeit 1/3200
Brennweite 420.0 mm
ISO 320

~FARBENFROHER EINWANDERER AUS DEM SÜDEN~

Dieser Vogel fällt einfach auf: Etwa so groß wie eine Amsel und bunt wie ein Papagei - sein Anblick lässt an den Urwald denken, insbesondere wenn er mit weit ausgebreiteten Flügeln und gespreiztem Schwanz durch die Luft gleitet.
Tatsächlich stammt der Bienenfresser aus den Tropen und Subtropen. In warmen Zeiten wagt er sich aber auch in unsere Breitengrade vor. Er 20 Jahre lang als ausgestorben. Heute ist er eine Touristenattraktion und entwickelt sich zu einem Aushängeschild der Kaiserstuhl-Region.
Seine kräftigen Farben leuchten im Sonnenlicht
Gelbe Kehle, schwarz abgesetzt, der Rücken kastanienbraun bis orange, der Bauch leuchtet türkisfarben: Der Bienenfresser (Merops apiaster) gehört zu den farbenprächtigsten Vögeln Europas. Sein Schnabel ist spitz, lang und leicht gebogen. In seiner Heimat, beispielsweise im Mittelmeerraum, brütet der gesellige Bienenfresser in Kolonien. In Baden-Württemberg ist der Bestand am Zunehmen. Schon im August machen sich die Vögel auf den Weg in die Winterquartiere südlich der Sahara.

Geschickter Luftjäger
Der Bienenfresser jagt Schmetterlinge, Käfer, Libellen, und - wie sein Name verrät - Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen. Von einer hohen Sitzwarte aus beobachtet er das Terrain, fixiert seine Beute und ergreift sie im Flug. Die erbeuteten Tiere trägt er zur Sitzwarte zurück und tötet sie dort, indem er sie kräftig gegen eine Unterlage schlägt. Giftige Insekten knetet der Bienenfresser sorgfältig durch, so dass das Gift austritt und abgewischt wird.

Kindersegen
Mit seinen Jagdfertigkeiten wirbt der Bienenfresser-Mann um das Weibchen. Er führt Totschlagbewegungen vor und bringt ihr seine Beute als Geschenk. Gemeinsam beginnt das Paar dann mit dem Bau der Kinderstube. In steilen Abhängen aus Löss, Lehm oder verfestigtem Sand graben sie eine schmale Röhre, die nach bis zu zwei Metern in einer Brutkammer endet. Fünf bis sieben Kilogramm Material schafft das Paar dabei aus der Höhle heraus. Haben die Gräber Pech und treffen auf ein festes Hindernis, beginnen Sie ihre Arbeit an anderer Stelle von neuem. Ein bis zwei Wochen graben sich die Vögel so durch das Erdreich. Am Ende dieser harten Arbeit sind ihre langen Schnäbel um einige Millimeter kürzer.
Ende Juni schlüpfen fünf bis sieben Junge. Zur Fütterung erscheinen sie bald am Höhleneingang. Dabei müssen sie Schlange stehen, da nur jeweils eines in der schmalen Röhre Platz hat. Ist ein Junges gesättigt, tritt es zurück und der nächste ist an der Reihe. Die unverdaulichen Chitin-Panzer der Insekten werden ausgespieen und bilden schließlich eine zentimeterdicke Schicht in der Brutkammer.

Vorstöße nach Norden
Aufgrund seines Nahrungsspektrums ist der Bienenfresser auf ein warmes Klima angewiesen. Im Lauf der Jahrhunderte hat er sein Areal immer wieder nach Norden ausgeweitet. Aber es ist eine wechselvolle Geschichte von Ausbreitung und Rückzug. Derzeit ist der Bienenfresser wieder auf dem Vormarsch, sogar in Dänemark wurden Brutpaare beobachtet. In Baden-Württemberg bietet ihm das Gebiet am sonnigen Kaiserstuhl mit seinen Lössböden die besten Bedingungen. Nach der Rebflurbereinigung galt er dort als ausgestorben, bis 1990 wieder Paare gesichtet wurden. Heute brüten mehr als 100 Paare am Oberrhein.

Gefährdung
Neben dem Kaiserstuhlgebiet gibt es einen größeren Bestand im Saaletal (Sachsen-Anhalt) und in Rheinland-Pfalz, ansonsten nur Einzelvorkommen. Der Bienenfresser steht daher auf der Rote Liste Deutschlands unter Kategorie R (geographische Restriktion). Baden-Württemberg hat für den Bienenfresser große Teile des Kaiserstuhls als EU-Vogelschutzgebiet gemeldet.
Fehlende Brutplätze und massive Störungen während der Brut bereiten dem Bienenfresser große Probleme. Naturnahe Lösswände und Abbruchkanten zu erhalten und Kiesgruben für den Naturschutz zu bewahren, helfen ihm, dauerhaft Fuß zu fassen. Landwirtschaftliche Flächen extensiv zu bewirtschaften fördert artenreiche Wiesen- und Weidegebiete mit großem Insektenreichtum, auf den der Bienenfresser angewiesen ist. Hier zeigen sich erste Erfolge am Oberrhein: Zwischen die Rebenstöcke wird Grünsaat ausgebracht und so die Insektenwelt gefördert. Das dadurch verbesserte Nahrungsangebot erlaubt es dem farbenfrohen Bienenfresser, sich hier erfolgreich fortzupflanzen.
Eine ganz andere Gefahr für die attraktiven Vögel geht direkt vom Menschen aus: Insbesondere im Mittelmeerraum wird der Bienenfresser noch immer gejagt.

Kommentare 56

  • Traumbild 20. Januar 2020, 7:52

    Diese farbenfrohen Vögel stehen noch auf meiner Wunschliste.
    Bisher sah ich sie nur auf Bildern.
    Im Licht der aufgehenden Sonne sitzt er dort und schaut euch erwartungsvoll an. Eine sehr gelungene Aufnahme.
    LG Claudia
  • Ulrich-Guhl-Naturfotografie 19. Januar 2020, 9:56

    Alle deine Sehnsüchte nach Sonne und schöne Motive sprechen hier mit der klasse Beschreibung für sich. Denen schließe ich mich an. LGU
  • Willi Schmitz 18. Januar 2020, 20:12

    Starkes Portrait des Bienenfresser,tolle Bildqualität,herrliche Farben.
    LG Willi
  • Kirsten030 18. Januar 2020, 9:57

    Wirkt hier sehr schön mit dem seitlichem Licht und der dunkle Hintergrund.
    Dazu das Auge top scharf und sehr schon angestrahlt.
    Feine BQ und Nähe.
    LG Kirsten
  • mylene68 18. Januar 2020, 8:10

    Il est magnifique avec ces couleurs superbes !! Amitiés
    Mylene
  • Isy H. 17. Januar 2020, 21:57

    Sehr schön mit dem dunklen Hintergrund! Lg Isy
  • Sonja Haase 17. Januar 2020, 19:33

    Sehr schön mit dem Licht auf dem Rücken.. zum Aufwärmen :-) Eine schöne Aufnahme vom Bienenfresser. VG Sonja
  • Steveblancampo 17. Januar 2020, 18:12

    Wundervoll! Vielen Dank auch für die Hintergrund-Infos!
    Liebe Grüße, Stephen
  • reiner-g 17. Januar 2020, 17:28

    Eine tolle Naturaufnahme.
    LG Reiner
  • Mirjam Burer 17. Januar 2020, 15:59

    ganz schön in immer top BQ natürlich...
    lg, Mirjam
  • Peter Leicht 17. Januar 2020, 15:55

    Das Licht passt bespnders gut
    LG Peter
  • philipp52 17. Januar 2020, 15:49

    Welch eine Augenweide präsentierst du für' s Wochenende, lieber Alex.
    Wie nur hast du es geschafft, den HG so dunkel und einheitlich hin zu bekommen?Jedenfalls wirken die Farben noch leuchtender, an der BQ gibt's eh nix zu meckern-du kennst ja die Deutung dieser schwäbisch oder badisch anmutenden Ausdrucksweise..:o))
    Lg Philipp
  • re-ma 17. Januar 2020, 12:26

    Ganz toll, Licht, Farben und Schärfe wunderschön
    VG Regina
  • Alfons Klatt 17. Januar 2020, 11:53

    hi nach odd

    eine tolle szene+super euer begleittext
    und
    der letzte satz-ist heftig-und immer noch: -leider- realität.

    vg alfons
  • Axel Küster 17. Januar 2020, 9:05

    In schönem Licht habt Ihr den farbenfrohen Bienenfresser sehr gut vor dunklem Hintergrund abgebildet. Danke für die ausführlichen Infos. LG Axel