Mono Lake Sunset

Je mehr die Sonne sich auf die Reise des Untergangs machte, desto mehr machte sich auch die Kühle in meiner Kleidung bemerkbar. Schließlich war ich schon den ganzen Tag auf den Beinen, die Nacht zuvor war kurz und ich hatte auch an diesem Tag bereits 220 km auf dem Highway US-395 N von Lone Pine nach Lee Vining zurückgelegt.

Erstaunt war ich öfter über mich selbst, da ich hier auf meiner USA Reise nicht unbedingt von Rhythmus sprechen kann, zumindest was den Tagesablauf anging. Für mich war jeder Tag meist mit sehr frühem Aufstehen verbunden, um das Erwachen der Sonne zu erwarten und zu begleiten. Über den Tag selbst stand meist das Erkunden der Umgebung an, ob zu Fuß oder mit dem Wagen. Je nach Gefühl entschied ich mich entweder vor Ort zu bleiben und zu Nächtigen oder die Weiterreise zum nächsten Zielort anzustreben.

Sonnenauf- und Sonnenuntergänge lagen ja immer irgendwie im Fokus meiner Planung. So passte es auch wieder hier am Mono Lake zu den frühen Abendstunden bereits vor Ort zu sein, um am Ufer entlang zu schreiten und dieses Naturwunder von verschieden Standpunkten aus in Augenschein zu nehmen.

Bizarres Kalkgestein ragt aus diesem Natronsee, der besonders alkalisch als auch extrem salzhaltig ist. Obwohl ich im Vorfeld bereits einiges über diesen See gelesen hatte verstärkte sich beim Anblick dieser natürlichen Tuffstein-Formationen sofort mein Gefühl, dass es sich hier wirklich um einen ganz außergewöhnlichen Lebensraum handeln muss.

Äußerste Vorsicht war geboten dieses Gestein des Mono Lake Tufa State Naturschutzgebiet nicht zu verletzten oder gar zu zerstören. Es gab einige Zugänge um über sehr schmale und ausgetretene Pfade umsichtig durch den Sand näher ans Ufer zu gelangen. Dort war es möglich Stativ und Kamera aufzubauen. Das gewaltig anbahnende Lichtspiel am Horizont ließ vermuten, dass da eine wahre Feuerzeremonie an Farben auf einen zukommen könnte. Es überkamen mich wahre Glücksgefühle, beim Erleben dieses bevorstehenden Sonnenuntergangs in dieser so scheinbar unwirklich wirkenden Umgebung. Emotional und bewegend war es für mich ein traumhaftes wie sagenhaft schönes Erlebnis, dieses nicht nur in Sinnen sondern auch auf dem Chip mit nach Hause zu nehmen. So etwas habe ich lange nicht gesehen. Da erinnere ich mich gerne zurück ins Jahr 1987, in Florida und 1992 auf Sri Lanka. Dort erlebte ich Sonnenuntergänge, die für mich so unglaublich und spektakulär waren, dass sie bis heute fest in meinen Sinnen verankert haften.

Später, für meinen sorgsamen Rückweg, nutze ich meine Stirn- und Taschenlampe die ich grundsätzlich immer dabei hatte, um auch hier in keinster Weise etwas von dem Gestein zu beschädigen.


Besonderen Dank an Dich, Adele Oliver, dieses Bild für die englische Galerie vorzuschlagen :-)
Vielen Dank an alle, die abstimmen werden.

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The more the sun set on the journey of sinking, the more the coolness of my clothes became noticeable. The night before was short and I had already covered 220 km on the US-395 N highway from Lone Pine to Lee Vining.

I was often astonished about myself, because on my USA trip I can't necessarily talk about rhythm, at least as far as the daily routine was concerned. For me every day was usually connected with very early rising to expect and accompany the awakening of the sun. During the day itself, the most important thing was to explore the surroundings, whether on foot or by car. Depending on the feeling I decided to either stay on site and spend the night or to continue my journey to the next destination.

Sunrises and sunsets were always somehow the focus of my planning. So it was fitting to be here again at Mono Lake in the early evening hours, to walk along the shore and see this natural wonder from different points of view.

Bizarre limestone protrudes from this soda lake, which is particularly alkaline as well as extremely salty. Although I had already read a lot about this lake in advance, when I saw these natural tufa formations I immediately felt that this really must be an extraordinary habitat.

Extreme caution was advised not to damage or even destroy this rock of the Mono Lake Tufa State Nature Reserve. There were some entrances to get over very narrow and well-trodden paths carefully through the sand closer to the shore. There it was possible to set up tripod and camera. The enormously initiating play of light on the horizon let assume that there could come a true fire ceremony at colors to one. True feelings of happiness came over me as I experienced this impending sunset in this seemingly unreal environment. It was an emotional and moving experience for me to take it home not only in my senses but also on the chip. I haven't seen anything like this in a long time. I like to remember back in 1987, in Florida and 1992 in Sri Lanka. There I experienced sunsets that were so incredible and spectacular for me that they are still firmly anchored in my senses today.

Later, for my careful way back, I use my torch and flashlight which I always had with me in order not to damage anything of the rock in any way.

Special thanks to you, Adele Oliver, for suggesting this picture for the english gallery

thank you to all who will vote

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