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Mister Argwohn

1/15 @ f 6.3 I 400mm I iso 1600 I Stativ

Küsnachter Tobel, 14. Juni 2007

Der Graureiher ist ein nicht selten gesehener Gast im Bach des Küsnachter Tobels. Spontan habe ich mich letzte Woche nach dem Arbeiten entschieden, dem Herrn Graureiher im Tobel einen Besuch abzustatten. Wenige hundert Meter nach dem Tobeleingang entdeckte ich den Graureiher im Dorfbach stehend. Voller Freude packte ich meine Ausrüstung aus und begann mit der Montage. Als ich dann einen kurzen Augenblick später wieder an die Stelle blickte, wo ich den Graureiher entdeckt hatte, so zog an dieser Stelle der Bach friedlich in Richtung Dorf hinunter. Der Graureiher hatte sich zwischenzeitlich klammheimlich aus dem Staub gemacht!
Dies war der Anfang eines Katz-und-Maus-Spiels, welches sich an diesem Abend zwischen dem Graureiher und mir abspielte...

Nachdem der Graureiher meinem Blickfeld entschwunden war, marschierte ich mit Stativ und montierter Kamera bachaufwärts. Nach rund einem Kilometer stiess ich dann wieder auf den argwöhnischen Kameraden. Während ich in rund 30 Meter meine Gerätschaft in Position bringen wollte, erspähte mich der Herr Graureiher, drehte sich von mir ab und flog davon. Dieses Szenario wiederholte sich an diesem Abend sicher noch fünf Mal. Interessanterweise liess sich der Graureiher von sehr nahe vorbei fahrenden Mountainbiker oder Jogger nicht aus der Ruhe bringen. Nicht ein mal ein Hund, welcher rund 10 Meter vom Reiher entfernt unangeleint vorbeitrottete, beeindruckte ihn. Irgend etwas an mir oder meiner Kamera muss dem Herrn Graureiher aber suspekt vorgekommen sein, denn mir gelang es trotz grösster Vorsicht nicht, näher als zirka 15 Meter an den Vogel heran zu kommen. So war denn auch meine Fotoausbeutung recht mager und wegen des fehlenden Lichtes im Tobel qualitativ alles andere als befriedigend.

Nichtsdestotrotz präsentiere ich euch hier den Mister Argwohn;-)

Kommentare 6

  • Danny J. 27. Juni 2007, 15:39

    @Thomas: Nein, der Bildausschnitt ist nicht stark vergrössert. Es war bereits ziemlich dunkel, als es mir endlich gelang, den Graureiher abzulichten. Hiezu musste ich jedoch mit iso 1600 arbeiten, um eine einigermassen kurze Belichtungszeit zu erhalten. Das Resultat war dann ein starkes Rauschen. Mit der Software Neatimage habe ich das Rauschen im Hintergrund versucht zu entfernen, was leider diesen 'matschige' Touch gab. Hinzu kommt, dass mir beim Kopieren der CF Karte auf meine Festplatte ein Fehler unterlaufen ist. So gingen mir sämtliche RAW Dateien verloren und ich konnte nur noch mit den JPEGs arbeiten. Aber wie gesagt, den scheuen Herrn treffe ich mit Bestimmheit wieder an;-)
  • Thomas Heyn 26. Juni 2007, 15:40

    Die Graureiher (und nicht nur diese Art von Wildtieren) wissen schon ziemlich genau was oder wer eine Gefahr für sie bedeuten könnte.
    Vorbeiziehende Radfahrer, Fußgänger oder Autofahrer werden geduldet. Dieses Verhalten kennen die Tiere und akzeptieren es, aber wehe man verhält sich anders und hält etwa an und betrachtet die Tiere genauer.
    Zum Bild: Ist das ein starker Ausschnitt, denn es wirkt ein klein wenig matschig, sorry. Von der Bildgestaltung her aber sehr gut gelungen wie ich finde.
    LG Thomas
  • Danny J. 19. Juni 2007, 19:42

    @all. Danke für eure kritischen Anmerkungen! Der Punkt mit der Geduld nach dem Arbeiten ergab sich irgendwie von selbst. Ich fühlte mich wie ein Jagdhund, der Blut geleckt hatte. So treibt einem halt der Ergeiz voran und lässt die Zeit vollkommen vergessen;-)
    ... und der Monsieur muss übrigens gar nicht meinen, dass ich mich mit dem Foto begnügen werde. Wie erwähnt bin ich mit der Qualität nicht zufrieden. So muss er sich Wohl oder Übel in Zukunft vom Paparazzi im Küsnachter Tobel in Acht nehmen *g*
  • Sir Hoggle 18. Juni 2007, 21:58

    und das nach der arbeit? was zum reiher, aeh geier, arbeitest du eigentlich, dass du nach der arbeit einfach so ein wenig einem voegelchen nachlaufen magst? unglaublich...;-)))))
    auch ich muss deine geduld loben, da du sicherlich nicht nur eine stunde das spielchen mitgespielt hast und es darf bemerkt werden, dass das kuesnachter tobel nicht unbedingt als ueberaus leicht zu begehen bezeichnet werden darf.
    das foto selber ist gestalterisch sehr ausgewogen, da nicht nur der reiher selber die schoenheit der natur darstellt, sondern auch der bach schoen in szene gesetzt wurde. so ensteht eine gekonnte balance im bild zwischen dem tier und seinem natuerlichen umfeld.
    die schaerfe (den rest erachte ich als sehr gelungen) selber muss ich ja nicht mehr ansprechen. aber fuer den lerneffekt tut's das pic allemal.
    war das eine aufnahme mit dem neuen objektiv?

    das was die annette geschrieben hat kann ich nur bestaetigen. bei uns zwischen den ententeichlein kann ueberfaehrt man das getier zeitweise fast, aber wenn man sich vorsichtig naehert, dann sind sie weg.
  • Judith Kernen 18. Juni 2007, 12:11

    Nichts desto trotz, deine Geduld hat sich gelohnt.
    Der Graureiher hatte wohl etwas gegen die lästigen Paparazzis....?? ;)
  • Isabella Myllykoski 18. Juni 2007, 8:59

    Also, als erstes bewundere ich deine Geduld! Ich wüsste nicht, ob ich nach einem Arbeitstag die Energie für eine Graureiher-Verfolgungsjagd hätte! Auch wenn die Qualität unter den genannten Voraussetzungen gelitten hat (zu wenig Licht etc.) gefällt mir das Bild dennoch gut. Die diversen Grau-Grüntöne gefallen mir und der Reiher sowieso :-)