Minna-Todenhagen-Brücke

Fotografieren ist, wenn genügend Zeit vorhanden ist, für mich eine wahre Freude. So erging es mir in Berlin, auf meiner Reise, in der letzten Woche des Jahres 2021.

Jeweils am Vorabend plante ich meine Fototour für den nächsten Tag. Die Motive, die zur engeren Wahl standen, brauchte ich nur noch in der City-Map zu Orten, um sie der Reihe nach zu besuchen. Parallel dazu, suchte ich mir die Verbindungen von U- und S-Bahn und Bus heraus. Für jenen Tag waren meine angedachten Fotoziele, die Oberbaumbrücke und die Minna-Todenbrücke.

Nach dem Frühstück brach ich auf und fuhr mit der U-Bahn zur Warschauer Straße, wo mein Bild "Oberbaumbrücke, ein Wahrzeichen Berlins" entstand. Anschließend nahm ich direkt von dort aus die S-Bahn und abschließend nochmal den Bus, um an mein Fotoziel zu gelangen.

Der Himmel zog sich bereits weiter zu, Nebel lag in der Luft und es wirkte immer diesiger. Zwischendurch fing es leicht an zu tröpfeln, hörte dann aber auch schnell wieder auf. Für mich ein Zeichen, mich doch etwas zu sputen. Wer wusste, was sich da vielleicht anbahnte. An meinem Fotospot angekommen, lief ich unter die Brücke und baute sogleich Stativ und Kamera auf. Um die Wasseroberfläche der Spree glatt zu bekommen, als schöner Kontrast zur rauen Stahlkonstruktion der Brücke, setzte ich zusätzlich ND-Filter ein. Für eine derartige lange Belichtungszeit, waren zwei ND Filter (1,8 + 3,0) erforderlich.

Zuerst hatte ich im Querformat mit 23mm (MF) Brennweite abgelichtet, was mir schon recht gut gefiel. Dann entschied ich mich noch für ein Bild im Hochformat. Um eine andere Bildwirkung und Ausschnitt zu erzielen, wählte ich eine 110mm (MF) Brennweite. So entstand dann dieses Bild. Alles in allem war es für mich wieder ein gelungener und spannender Tag, da er mich an sehenswertes Bekanntes wie Unbekanntes führte.

Info zur Brücke:
Die Minna-Todenhagen-Brücke ist eine 1246,70m lange Stahlverbundbrücke im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick, die oberhalb des Britzer Verbindungskanals über die Spree führt und Teil des ersten Bauabschnitts der Süd-Ost-Verbindung (SOV) zwischen der Rummelsburger Straße und der Autobahn A113 ist.
Der Arbeitstitel der Brücke lautete Spreebrücke. Die BVV Treptow-Köpenick hatte als Namensgeberin für die Brücke zunächst Mathilde Rathenau vorgeschlagen. Der Senat hat sich aber bei der Benennung der neuen Spreebrücke sowie der darauf verlaufenden Straße letztlich für den Namen Minna Todenhagen entschieden (Danke an Wikipedia).

Für Fans des Querformats hier einmal die Minna-Todenhagenbrücke mit 23mm (MF) abgelichtet….

Minna-Todenhagen-Brücke
Minna-Todenhagen-Brücke
Jürgen Ringmann


Hier noch die Oberbaumbrücke, die ich am Vormittag ablichtete...
Oberbaumbrücke, ein Wahrzeichen Berlins
Oberbaumbrücke, ein Wahrzeichen Berlins
Jürgen Ringmann

Kommentare 72

  • Fabian Eipel 24. Januar 2022, 10:28

    Sieht Klasse aus!
    Da hast du auch Glück gehabt, dass du auch noch ein bisschen Nebel hattest! Ich warte hier das ganze Jahr au Nebel und wenn er da ist, bin ich gerade auf Arbeit. :-P
    Schöne Grüße
    Fabian
  • cremerandreas 23. Januar 2022, 10:18

    Mir gefällt die Hochkantversion auch besser, weil hier die Rundung des abbiegenden Fahrbahnverlaufs deutlicher zum Ausdruck kommt, den Rundformen der Brückenkonstruktion die geschwungene Fahrbahnkante gegenübergestellt ist und die dominierende Symmetrie aufgebrochen ist. Die aus dem Brückenbogen und der entsprechende Spiegelung resultierende Oval-Form ist hier leider nur noch im Ansatz zu erkennen, aber dieser Nachteil (?) wird durch den Gesamteindruck (m.E.) wett gemacht. Alles in Allem eine überzeugende Architekturdarstellung mit Betonung der runden Formen. LG
    Andreas
  • isambard 23. Januar 2022, 10:11

    Ein unglaublich beeindruckendes, auf den ersten Blick verwirrendes Bild: Es ist keine Spiegelung!
    Fantastisch!
    LG
    Isambard
  • Bauer-Witz 18. Januar 2022, 18:45

    Ästhetik pur, so mein Eindruck. Klasse Arbeit. HG Peter
  • Only Klaus 18. Januar 2022, 18:28

    Beindruckend 
    LG Klaus
  • Alfredos click 18. Januar 2022, 14:12

    Diese Hochkant Fotografie von der Brücke finde ich als Detail Fotografie sehr sehr schön,was ich auch hervorragend finde ist die gewählte Perspektive für dieser Fotografie der Brücke.
    LG von Alfred.
  • helu559 18. Januar 2022, 9:14

    Diese Version finde  ich  weit besser . Sie zeigt das wesentliche , vor allem  die Bogenkonstruktion kommt hier vorteilhaft zu Geltung .Die weiche Wasseroberfläche ist bei beiden Bildern  sehr schön .  fg heinz 
    Ps  ich würde  noch , wenn auch aufwändig  die Grafittis  beseitigen .
  • westfalia 16. Januar 2022, 21:14

    atemberaubend, ich bin sehr begeistert von deinen Fotos!
  • MarianneWogeck 16. Januar 2022, 16:23

    Auch wenn schon viele zu diesem fabelhaften Bild zu Recht positve Kommentare abgegeben haben, mag ich mich gerne anschließen. Hochkant ist eine tolle Wahl aus dieser Perspektive und die LZB unterstreicht die klare Komposition.
  • Günter-Diel 15. Januar 2022, 9:26

    Ganz starke Komposition. Starke Wirkung durch die gewählte Perspektive. Gruß Günter
  • Alice Berlin 14. Januar 2022, 11:36

    Eine beeindruckende Architekturaufnahme.
    LG Alice
  • Frank Ebert 12. Januar 2022, 21:36

    Die Brücke kenne ich gar nicht, in Berlin gibt es doch immer neues zu entdecken.
    Gute Idee hier eine Hochkantaufnahme anzufertigen. Dank ND Filter und entsprechend langer Belichtungszeit, hast du gleich vier Eckläufer im Bild, mehr geht nicht ;-)
    Auch die Licht- und Nebelstimmung passt wunderbar zu der Brücke.
    LG Frank
  • Doris Paashaus 12. Januar 2022, 8:08

    Ein Meister seines Fachs war hier wieder am Werk,
    gerne lese ich deine Beschreibungen, wie die Fotos
    entstehen.
    LG Doris
  • Trugbild 12. Januar 2022, 0:18

    Wow, ein gelungenes Spiegelbild. Prima abgelichtet, diese gewaltige Brücke.
    VG Adeltraut
    Dienstag ist Spiegeltag am 11.01.22
    Dienstag ist Spiegeltag am 11.01.22
    Trugbild
  • Manfred Hentschke 11. Januar 2022, 22:37

    Ein schönes Motiv mit guter Spiegelung.
    Gruß Manfred
    Hafen
    Hafen
    Manfred Hentschke