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Mauerbienen

Heute, am 8. März mit der Sony NEX 5N und Makro-Objektiv aus der Hand aufgenommen.
Obwohl ich die Mauerbienen seit Jahrzehnten beobachte und fotografiere habe ich mich bisher nicht entschließen können, für solche Aufnahmen geeignetes Equipment anzuschaffen. Da bin ich schon ganz froh, wenn eine Aufnahme halbwegs gelingt.

Vielleicht kann ich noch zu den Mauerbienen, hier sind es die Osmia rufa, erzählen, dass ich diesen sehr nützlichen Tieren einen Holzblock auf den Balkon gehängt habe. Dort hängt er seit vielen Jahren. Die dort geschlüpften Bienen paaren sich in unmittelbarer Nähe. Unmittelbar danach sammeln die Weibchen die ersten Pollen, sobald die Temperatur auf etwa 10 Grad gestiegen ist und dazu die Sonne scheint. So war es heute.
Auf meiner facebook-Seite habe ich nachfolgenden Text zu einer Reihe von Fotos des Lebenszyklusses veröffentlicht:

Die Mauerbienen schlüpfen! Nach verschiedenen Anläufen – endlich. Jetzt ist Futter garantiert. Meine Mauerbienen-"Forschungsstation" ist ein durchlöcherter Klotz. Ich hab ihn vom NABU. Kann man auch selber machen. Meine Aufnahmen von links nach rechts…sichwortartig: Ein Männchen knackt die zementharte Brutröhre auf; gut 200 Löcher haben auf dem Holzklotz Platz; ca. 6 bis 8 mm sind sie im Durchmesser; die Nummern sagen mir, wie viele Röhren eine einzelne Biene belegt, es können bis zu 30 Röhren sein; die Flugzeit beträgt je nach Wetter ca. 5 Wochen; ein Weibchen lockt ein Männchen herauszukommen; Männchen sind kleiner, haben weiße Irokesenhauben, Schnauzer und Backenbärte; ein Weibchen schlüpft; wartet bis die Flügel steif werden; die Paarung dauert gut eine halbe Stunde, deutlich sind die Unterschiede zu erkennen; die Männchen machen sich aus dem Staub bzw. sie werden nicht mehr gebraucht...; Weibchen prüft eine Röhre, dreht sich gleich herum und geht rückwärts (!) rein und bürstet die Pollen (ein Gemisch aus Nektar und Pollen) mit den Beinen von den Härchen ab und drückt sie gegen die Mörtelwand; das macht sie mehrmals; dann klebt sie ein etwa 1 mm langes Ei auf das Pollenbrot, lässt einen Abstand und zieht nacheinander weitere Mörtelwänd eine, sie bestehen aus Speichel und feinem Sand; wenn sie so drei bis fünf Kammern fertig hat, macht sie spiralförmig kreisend einen Deckel drauf, der hier abgebildete ist noch feucht; nun sieht man, das die Made in der linken Kammer schon ziemlich fett ist, die mittlere Made hat die Pollen schon fast aufgefressen, die rechte hat das noch vor sich – sie ist die jüngste und muss im nächsten Jahr als erste raus: Made frisst am Pollenpaket; jetzt ist es aufgebraucht und das Tier fängt an sich einzuspinnen; der fast fertige weiße Kokon ist lange durchsichtig bis die Made versteift; im Kokon wird braun, die Verpuppung beginnt und das Tier entwickelt sich zu einer vollkommenen Solitär-(Einsiedler-)biene; so überwintert sie, als Männchen oder als Weibchen, wartet bis bei erster Wärme neue Nahrung garantiert ist. Diese Jahr sind sie sehr spät dran. Wir haben sie schon Ende Januar fliegen sehen.
Also, wer mithelfen will, dass es im Frühjahr schön blüht, kann so einen oder mehrere durchlöcherte Hölzer aufhängen und bekommt ein Naturschauspiel obendrein. Wahnsinnig spannend!! Für Kinder geeignet, denn die Mauerbienen sind im Gegensatz zu den staatenbildenden Honigbienen harmlos. Mich hat jedenfalls noch keine gestochen. Übrigens, im Moment ist noch Zeit Hölzer aufzuhängen, besonders dort, wo das Frühjahr noch erwas zögert. Ah, das hätte ich beinahe vergessen: Die geschlüpften Bienen kommen an den Ort ihrer Geburt zurück. Wie die Lachse... Viel Spaß. Alle Aufnahmen von Albrecht Rissler© p.s. den Bienen in den offenen Röhren ist nichts passiert. Das waren vorbereitete halbierte Holzklötzchen, dich nach den Aufnahmen wieder fest verschlossen werden konnten. Auch das in einer Holzbohrung eingeführte Glasröhrchen haben Bienen angenommen. So konnte ich die Entwicklung über das Jahr beobachten.

Kommentare 1

  • kirbreton 8. März 2014, 21:55

    Der helle Hintergrund ist optimal. Dadurch heben sich die dunklen Bienen gut ab.
    Bisher kannte ich die Mauerbienen nicht. Ich werde gleich mal zu diesem Thema googeln.
    Gruß kirbreton

Informationen

Sektion
Ordner Tiere
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Veröffentlicht
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Lizenz

Exif

Kamera NEX-5N
Objektiv E 30mm F3.5 Macro
Blende 5
Belichtungszeit 1/1250
Brennweite 30.0 mm
ISO 200