Maria mi der Gurka

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Sarah Tustra


kostenloses Benutzerkonto, Berlin

Maria mi der Gurka

Salatchristen




Als Salatchristen wird eine, vor allem im Wuppertaler Stadtteil Elberfeld aktive, radikal fundamentalistische Religionsgemeinschaft bezeichnet.
Ein Gründungsdatum der Salatchristen ist nicht exakt zu definieren, die Wurzeln der Bewegung sind aber im Umfeld des, 1846 von Adolf Kolping ebendort gegründeten Elberfelder Gesellenvereins zu finden.
Zunächst waren es wohl überwiegend polnische Erntehelfer aus dem Gebiet um Tschenstochau, die in den fünfziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts Anschluss an die Kolping Bewegung suchten, dort aber mit ihren Vorstellungen einer, durch radikal vegane Ernährung und überbordender Marienverehrung geprägter Lebensweise nicht wirklich Fuß fassen konnten. Dennoch fanden die Ideen und Ideale, vor allem aber eine „Abgrundtiefe Abneigung für alles aus Barmen“ der Salatchristen lebhaften Zuspruch in breiten Schichten der Elberfelder Bevölkerung.
Im Laufe der folgenden, etwa 30 Jahre radikalisierten sich die Salatchristen zunehmend, so wurde unter anderem, unter Berufung auf den rund 150 Jahre zuvor am Orte wirkenden Elias Eller, https://de.wikipedia.org/wiki/Elias_Eller
propagiert, Elberfeld als „Neu Jerusalem“ zur Welthauptstadt zu küren, was letztendlich zu einem Ausschluss aus dem Elberfelder Gesellenverein Kolpings führte.
Ins weiter gefasste öffentliche Bewußtsein gelangten die Salatchristen erstmals, mit den, als „Arrenberger Kartoffelkrieg“ bekannt gewordenen Unruhen, welche 1879 die Eröffnung des Schlachthofs in Elberfeld über eine gute Dekade hinweg begleiteten.

Nachdem es um die Gemeinschaft in den Folgejahren etwas ruhiger geworden war, spielte 1929, die Vereinigung der Städte Elberfeld und Barmen den Salatchristen abermals viele Sympathisanten zu

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es zunächst Bestrebungen, wieder aktiv am öffentlichen, politischen Leben teil zu nehmen. Unter anderem aufgrund des Propagierens der „Mehrfachehe für alle Elberfelder Männer“ wurden die Salatchristen 1948 nicht zu den Wahlen zum Stadtparlament zugelassen. In etwa diese Zeit fällt wohl auch die Gründung des militanten Arms, der „Maria Police“ der Salatchristen.
Aufgrund ihrer extrem konspirativen Handlungsweise, ist nur wenig über die Aktivitäten der Salatchristen in Erfahrung zu bringen. Bekannt geworden ist allerdings, das letztendlich gescheiterte Vorhaben, die Wupper, etwa auf Höhe der heutigen Schwebebahnhaltestelle Landgericht, mit Trümmern der vom Krieg zerstörten Häuser, auf zu stauen.
Es konnten einfach nicht genügend Schubkarren aufgetrieben werden. Noch heute sind, bei genauem Hinschauen, die Reste des „Heiligen Wupperdamms“ an der Uferböschung zu erkennen.
Im Jahr 1990 wurde der Plan, Teile der Berliner Mauer zu erwerben, um diese, um Barmen herum wieder auf zu bauen, vereitelt. Seither steht die Gruppe unter Beobachtung des Verfasungsschutzes.


Quelle Wikimedia

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