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Mario Fox


World Mitglied, Lübeck

lost people 4

displaced people

Kommentare 8

  • Mario Fox 15. August 2007, 22:07

    @Wolfgang: Danke für deinen Hinweis bezüglich "Abo"- war mir nicht bewusst, ich hab die Reise mit meiner Frau und einem typschen, befreundeten Aussie unternommen und du weißt wie ich, dass die Aussies einen Hang zum Sarkasmus haben und wenn sie diesen Ausdruck benützen, nicht selten das Gegenteil von Diskriminierung meinen, einfach, indem sie einen diskriminierenden Ausdruck in die Alltagssprache so oft übernehmen, bis sich die negative Konnation abgeschliffen hat- ähnlich lief es bei uns mit dem Begriff "Schwuler"- aber ich wusste es nicht, kann es mir nur so bei manchen völlig unverdächtigen Aussies wie bei meinem Freund, erklären...
    Herzlichen Gruß Mario
  • Wolfgang Kölln 15. August 2007, 21:41

    Ebenfalls sehr eindrucksvoll! Sehr interessante Überlegungen von dir und Uwe hier! Ich habe erst wenig Erfahrungen mit dem Fotografieren von Aboriginals gemacht; in Darwin habe ich, weil noch so viel Wartezeit vor uns lag, das Flughafengebäude von außen fotografiert. Kurz nach dem Auslösen wurde ich dann ganz unerwartet von einem Eingeborenen auf üble Weise angepöbelt, so dass ich zuerst völlig verwirrt und verdattert war. Erst ein paar Sekunden später wurde mir klar, dass er geglaubt hatte, ich würde ihn fotografieren, was aber keineswegs der Fall war; er war einfach nur zufällig auf dem Foto! Aber daran kann man sehr gut sehen, welche Probleme dies manchmal aufwerfen kann!

    Übrigens: Ich möchte, weil es gerade um dieses Thema geht, darauf hinweisen, dass die Abkürzung "Abo", bei der wir uns natürlich nichts Böses denken, in Australien eher in sehr abwertender Art und Weise verstanden wird und eigentlich als Schimpfwort gilt. Nichts für ungut, Mario; ich weiß selbstverständlich, dass gerade du, der du ja mit dieser Reihe auf die Probleme der Ureinwohner aufmerksam machen will, das nicht so meintest!

    Gruß Wolfgang
  • Mario Fox 15. August 2007, 20:11

    @nochmal Uwe und andere Interessierte: Es ist nichts Verwerfliches daran, Aboriginals zu fotografieren- es sei denn, sie wollen es nicht, aber das gilt für alle Menschen, das auf Abo's in besonderer Weise anwenden zu wollen, wäre auch eine Art Rassismus...Entscheidend ist immer die Haltung, die der Fotograf der Person gegenüber einnimmt, die er fotografiert. Und wer Bilder lesen kann, erkennt die Haltung aus der Ästhetik des Machers. Manchmal gibt es auch Texte dazu- wie in meinem Fall bei den vorangegangenen und dazugehörigen Fotos- auch der Titel gibt Aufschluss über die Absichten und die Einstellung zum Thema.
    Manchmal fotografiere ich auch dann Menschen, wenn sie es nicht mitkriegen. Nur dann fotografiere ich sie nicht, wenn sie es mitkriegen und mir signalisieren, dass sie es nicht wollen.Letztlich ist hier immer ausschlaggebend meine eigene Empfindung, das bedeutet, dass ich erstens beeindruckt sein muss und zweitens ich mir selbst Rechenschaft abgeben kann über meine Haltung dem Menschen gegenüber. Was ich mir nicht gestatte, ist, Menschen vorzuführen, sie bloß zu stellen oder auszubeuten. So lange mich ein Mensch fasziniert, berührt oder sogar im weiteren Sinne liebevolle Gefühle auslösen läßt, ist es für mich richtig, ihm auch auf ästhetische Weise zu begegnen...
  • Uwe Skotschier 15. August 2007, 10:48

    @Mario: Vielen Dank für deine Ausführungen, aber einmal hätte auch gereicht. ;-)))
    Ich konnte mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass du heimlich fotografierst. Mir ging es bei solchen Aufnahmen fast immer so, dass die Aboriginals die Hand vor ihr Gesicht gehalten haben. Ich habe dann auch nicht abgedrückt, denn sowas sollte man ganz einfach respektieren. Und Geld würde ich für solche Aufnahmen auch nicht bezahlen .......
    LG Uwe
  • Mario Fox 15. August 2007, 10:11

    @Uwe: Alle hier gezeigten Aufnahmen entstanden in CooberPedy; ich lief hier für jedermann sichtbar mit meiner Kamera arbeitend durch die Gegend; bei identifizierbaren Fotos verständige ich mich dann vor der Aufnahme mit Handzeichen und drücke bei ok ab; diesem Herrn, den ich mehrfach ablichtete und der seine intensive Haltung vorher und währenddessen und nachher beibehielt, zeigte ich sogar hinterher die Aufnahmen auf dem Display- er nickte nur und verschwand wortlos...die meisten wollen nicht fotografiert werden, relativ viele aber doch, dann aber meist gegen Entgeld- das mache ich allerdings nie- entweder sie sind einverstanden und finden es aus anderen als Geldgründen in Ordnung oder sie sind es nicht- wer damit ein paar Dollars machen will, entwürdigt sich nur und das mache ich nicht mit- dieser Herr hat meine Absichten wohl erraten und wusste, dass ich ihn nicht vorführen wollte, sondern in Würde- auch in diesem Elend kann Würde stecken- dokumentieren wollte...
    Gruß Mario
  • Uwe Skotschier 15. August 2007, 8:09

    Auch hier eine eher bedrückende Aufnahme, obwohl mir besser gefallen hat.
    Hast du die Aboriginals eigentlich gefragt, ob du sie fotografieren darfst? So weit ich weiß, lassen sie sich doch nicht gern fotografieren ....... ;-)))
    LG Uwe
  • steffen s... 15. August 2007, 0:09

    gut gesehen - gefällt mir
  • Alex der Vikinger 14. August 2007, 21:35

    Schön, wie du den Aboriginal in die Schrift mit "eingebettet" hast. Trotzdem wirkt es auf mich traurig, aber das mag auch am Titel und deinen Erklärungen im Vorfeld liegen.
    Lg Alex