11.608 30

letztens im Tal

Der/Die BildautorIn schreibt:
"Viele meiner Fotografien entstehen aus reiner Intuition. Vor allem die, die ich nicht thematisch ausrichte. So ist auch dieses Foto im Eselsburger Tal, auf der Ostalb enstanden. Was ich aber im Nachgang hier feststelle ist, dass ich nicht unbeeinflusst fotografisch arbeite. Zu sehr bin ich -wie wohl die meisten von uns- von dem beeinflusst, mit dem ich mich in der Vergangenheit bereits auseinander gesetzt habe. Hier könnte es die Landschaftsmalerei der Düsseldorfer Schule sein. "
--- --- ---
Willkommen zu Agora - Bilddiskussion intensiv
Wir freuen uns, dass Du Dich intensiver mit diesem Foto auseinandersetzen möchtest.

Bei Agora liegt der Schwerpunkt auf der Wahrnehmung und Interpretation des Fotos - weniger in dessen Bewertung.

Daher folgender Tipp für Dich:
Stell Dir bei der Betrachtung des Bildes zum Beispiel folgende Fragen:
- Was sehe ich?
- Was löst das Bild in mir aus?
- Wie verstehe ich das Bild?
- Welche Aspekte im Bild sprechen mich besonders an?

Diese und andere Fragen helfen Dir, das Foto zu analysieren, es zu verstehen und einzuordnen. Und andere Betrachter des Fotos können Deine Gedanken zum Foto als Ausgangspunkt für eine Diskussion und weiteren Austausch sehen. Es profitieren also alle davon.
Wir freuen uns auf Deine ausführliche Anmerkung und Deine Gedanken zum Foto!

Wichtig:
Wir bitten Dich darum, die Anmerkungen auf das Foto zu fokussieren.
Destruktive und/oder verletzende Anmerkungen und Kommentare, die nichts zur inhaltlichen Diskussion des Bildes beitragen, werden gelöscht.

----

Du möchtest weitere Informationen zu Agora? Du möchtest ein Foto einreichen?
Alle Infos findest Du auf folgender Seite: https://fotoschule.fotocommunity.de/agora/

Kommentare 30

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 22. November 2020, 10:01

    Die Diskussion hier ist nun beendet, 
    hier
    Kreislauf
    Kreislauf
    Agora Bilddiskussion intensiv
    geht es weiter.
  • Agora Bilddiskussion intensiv 22. November 2020, 10:00

    Der Autor,  Ralph Kettler  schreibt:
    Wäre ich, der Fotograf, nach vorne, nach links, nach rechts, oder wäre ich nach hinten gegangen, sähe das Foto anders aus. Das ist richtig! Und: hätte der Hund nicht ge*** *), hätte er den Hasen gefangen. *Zwinker-Smiley*
    Mir scheint, bis auf wenige Aussagen, das Augenmerk sehr auf die Technik gerichtet zu sein. Sowohl die Technik, wie ein „Ideales“ Foto zu gestalten ist -Drittelregel, das Motiv usw. usf.-, als auch die Technik, die sich auf die Ausrüstung und den Postprozess bezieht. Zum Postprozess muss ich sagen, das Foto ist nachbearbeitet. Es ist nicht out oft the box. Es sind Gegenstände verschwunden, die Strukturen, die Tonung, die Höhen und die Tiefen sind verändert. Und einiges mehr. Aber das ist letztlich hier uninteressant. Ich, und ich meine ich, ich will dieses Foto betrachten und damit den Ort sehen an dem ich es fotografiert hatte. Mir die Strukturen anschauen, die den Vordergrund (Schärfeebene) des Bildes ausmachen, die Nuancen, die Schattierungen, die ich sehe. Einen Weg sehen, der einfach verschwindet. Das trübe Wetter will ich sehen. In diesem Moment hatte ich mich entschieden dieses Foto zu machen! Und kein anderes.
    „…nichts hat hier Vorrang vor etwas anderem“, ist einer der Sätze, die mir am besten gefallen haben. Er beschreibt wohl auch am besten das, was ich hier zeigen will.
    Was fühle ich als Rezipient, warum lasse ich nicht einfach mal meine Fantasie schweifen? Bei Hochglanzfotos z.B., da schalte ich ab. Ich suche lieber nach dem Subtilen in einer Aufnahme. Nach dem verborgenen Witz, einer Juxtaposition, Analogien oder Zitaten. Daran erkenne ich, dass da jemand fotografiert. Und vielleicht ist das der Ansatz, es könnte ein Ansatz sein ein Bild, ein Foto zu betrachten.
    Ja, die FC ist eine Plattform für Amateure. Aber auch als Amateur will ich mich mit den Arbeiten anderer Fotografen, und damit meine ich nicht andere Hobbyfotografen, sondern Fotografen, und mich mit der Geschichte der Fotografie auseinandersetzen. Dadurch lerne ich. Vielleicht sogar mehr als ich es in der FC kann. Und nichts gegen die Fotografen, die einfach Ihr Foto zeigen wollen.
    Aus all dem leite ich ab: Braucht es vielleicht in der FC eine Kultur der Bildbesprechung, die sich über die, der reinen Technikebene bewegt!? Ich sehe die Agora auch dafür als eine Plattform an.
    Danke für Eure Einschätzungen, Eure Kommentare.
    Ralph

    *) Piep. (Anmerkung d. Redaktion)
  • RolandPhotography 22. November 2020, 9:26

    Irgendetwas fehlt mir im Bild, was ich im Moment nicht benennen kann. Ich denke es sit diese kontrastarme Situation, die mir etwas fehlen lässt. Das ist aber nur eine Wahrnehmung, keine Kritik.

    Was sehe ich?
    Ich sehe eine Landschaft mit einem Felsen, zu dem ein Weg führt. Links ragt ein ausgetrockneter Baum ins Bild, der an einem Bach / Teich steht. Das Wasser ist nur schemenhaft erkennbar. Ist hinter dem Baum ein Haus erkennbar - ich kann es nicht genau feststellen.
    In der Mitte des Bildes steht ein Baum mit gelben Blättern, der sich vom Hintergrund der Landschaft ein wenig abhebt. Der Himmel ist eine graue Suppe - eben eine dichte Wolkendecke.

    Was löst das Bild in mir aus?
    Es wirkt melancholisch auf mich. Alleine dahingehend, mit den Gedanken spielen und die Ruhe geniessen.

    Was spricht mich an?
    Wie schon gesagt, es fehlt mir etwas, um es wirklich ansprechend zu finden. Auch für das Melancholische fehlt mir etwas an Stimmung. Vielleicht kann ja jemand anderer es beschreiben. Ich lese mir mal andere Bemerkungen durch, um unter Umständen zu erfahren, was mir in dem Bild fehlt. ????
  • Clara Hase 22. November 2020, 2:19

    ich blieb schon am Titel hängen - letztens im Tal - Person lebt sonst da oben in dem kargen Fels? :-) "Blick zurück" oder unten ist es nicht so schön wie die Aussicht von oben - so in der Art denke ich.
    Das Foto wirkt der Jahreszeit dem trüben November entsprechend etwas flau.
    Der himmel hat eine riesige weisse Wolke die aber nicht scharf abgegrenzt ist - was auchnur bei gutem Licht möglich ist.
    Das Grüne ist wursteliges Grün - dazwischen ein ansteigender Pfad ohne jede Möglichkeit Halt zu finden.(Beides hat der Fotograf/in nicht zu verantworten.)
    Links ein abgeschnittener Baum zwei kleine Flächen die evtl Wasser führen.
    Am ausdrucksvollsten sehe ich eher ganz rechts des Felsen- in hell und dunkel gut durchgearbeitet. Insgesamt aber eine reizlose Landschaftsaufnahme - ohne Ziel irgendwie.
  • Helmut Hussian 21. November 2020, 18:13

    Jedem gefällt an einem Bild etwas anderes, hätte er/sie anders gemacht u.s.w.
    Ich bin etwa 1000 Km von diesem Ort entfernt, kenne ihn also nicht.Auch ist es für meine Begriffe reichlich Egal, ob ein Teil eines Bildes an-, oder abgeschnitten ist.Dies ist Sache des Autors.Ich würde Sagen, das ist ein Wanderweg in leicht hügeligem Gelände und so verstehe ich das Bild. Der Weg führt mich um den Felsen - ins Nirgendwo und weckt meine Neugierde "was ist hinter dem Felsen"?.Was hätte ich versucht besser zu machen:Vorausschicken muss man natürlich, dass hier keine Info darüber vorliegt mit welcher SW das Bild entwickelt wurde oder in welchem Format dies erstellt wurde.Dies sehe ich hier als Nachteil an.Dadurch kann es sein, das "Fotoprofis" das erste Foto eines Anfängers zur Beurteilung vorgelegt bekommen.Bei einem Fotowettbewerb auf nationaler oder internationaler Ebene gehe ich davon aus, dass ich es mit mehr oder weniger professionelle "Fotobearbeitenrn" zu tun habe.Meiner Meinung nach ist kein Foto, egal aus welcher Kamera es kommt zu 100% fertig.Erst die Ausarbeitung mitunter mit verschiedenster SW macht ein Foto zum Bild.
    Bei diesem Foto gibt es meiner Meinung nach 2 zu beachtende Sachen.1. Es wäre vermutlich gut gewesen, wenn man hier eine Blendenkorrektur angewendet hätte. Etwa +0,7 oder etc.
    2. Wenn man keine Möglichkeit einer korrekten Blendenkorrektur hatte, stellt sich die Frage ob der oder die Autorin die Möglichkeit gehabt hätte, die dunklen teile im Bild aufzuhellen. Viel wäre nicht notwendig. Nur soviel, dass beim Baum etwas Struktur erscheint.
    Geschmacksache ist es dann ob man mit weniger "Lichter" ev. vorhandene Wolken herausarbeiten hätte können.Mit etwas Sättigung bis vermutlich +8 wäre es möglich geworden etwas mehr an Farbe in das Bild zu bekommen.Liebe Grüße und gut LichtHelmut/Wien
  • Thorsten aus Berlin 19. November 2020, 21:06

    Das Ursprüngliche, Sparsame ist eine gute Grundidee. Mein Blick wandert los, den Weg rechts nach oben, dann zu den Felsen und stockt dann in der Bildmitte. Da ist es leider nur flauschig trüb und unklar. Danach wandert mein Blick in die Ferne, das ist wieder angenehm, bleibt dann aber an dem angeschnittenen Baum kleben. Kurze Suche ob der Himmel noch was hergibt. Leider nein. Ich fühle mich leider dadurch etwas gelangweilt beim Betrachten. Möglicherweise hätte ein erhöhter Standort mehr Ruhe und/oder Spannung erzeugt bei der Wanderung des Blicks.
  • Harja Waldaz 19. November 2020, 18:59

    Ich habe mir im Netz Fotos vom Eselsburger Tal angesehen, eine herrliche Landschaft. Davon ist hier leider nicht viel zu sehen, das Bild ist langweilig. Die Felsformation rechts und der Busch darauf, beides angeschnitten. Dem Baum, dem Teich und dem Gebäude am linken Bildrand geht es ebenso. Der Weg, führt ein kurzes Stück in das Bild und endet dann abrupt. Nichts scheint hier das Motiv zu sein.
    Ohne die Örtlichkeit zu kennen, nur aufgrund des sichtbaren Ausschnitts, scheinen sich aber Motive anzubieten. Der Weg, die Felsen, der leuchtend gelbe Baum im Bildzentrum oder vielleicht auch das Gebäude am linken Bildrand. Hier ist einfach der Standort des Fotografen schlecht gewählt, um eines davon zum Motiv zu machen. Einige Schritte nach links und nach vorne, zu einem etwas höheren Standort? Der Felsen könnte nun mehr Raum in Anspruch nehmen und wirkte größer. Vermutlich wäre der weitere Verlauf des Weges sichtbar, der leuchtend gelbe Baum rückte aus der Bildmitte nach links und der kahle Baum und das halbe Haus verschwinden aus dem Bild. Zumindest in meiner Phantasie wäre das eine gute Raumaufteilung zu einem guten Landschaftsfoto. Vermutlich würde ich den Felsen in der rechten Bildhälfte oder die Ebene mit dem leuchtend gelben Baum in der linken Bildhälfte durch eine Nachbearbeitung deutlich hervorheben und damit zum Hauptmotiv machen. 
    Obwohl ich das gezeigte Bild für misslungen halte, danke fürs Zeigen. Das Tal steht schon auf meiner Liste.
  • MBodo 19. November 2020, 1:30

    Das Foto kommt für mich sehr ehrlich rüber. So war es an dem Tag, Tal mit Felsen, Baum und Wege, grau im Grau. Sparsam in der Nachbearbeitung, wenn überhaupt passiert, kurz komponiert, fotografiert und hochgeladen. Genau das gefällt mir, wenn meine Einschätzung denn stimmt, weil üblicherweise versucht doch Hobby- und ProfifotografIn über die Bearbeitung noch das kleinste Quäntchen Optimierung aus seinem Foto raus zu holen. Das mache ich üblicherweise auch. So wirkt das Bild aber auf mich gerade nicht und deshalb  finde ich die Aussage zur intuitiven Entstehung auch passend.
    Was den Einfluss Düsseldorfer Schule angeht, ich wäre ja eher bei Albert Renger Patzsch, der sich künstlerische Deutung seiner Fotos anscheinend verbeten hat. Ich sehe das Foto hier dokumentarisch, aber eben auch mutig, weil nicht Effektheischend.
    Die genannten Hinweise zum Bildaufbau sehe ich ähnlich wie alle VorschreiberInnen. Der Ort bietet einiges um ein ein spannendes Foto zu bauen. Ich würde mich wahrscheinlich nochmal auf die Socken machen.
  • Wolf Schroedax 18. November 2020, 22:16

    ((Nebenbei:  War  Beys auch Düsseldorfer Schule ??)) 
    Das Gestaltungsproblem  des Fotos liegt m.E. in der Position der Schärfeebene. Hier liegt sie im Vordergrund  (Weg mit Grünzeug). Dabei stört mich aber die Unschärfe in den kahlen Zweigen  des Apfelbaums links. Wenn man diese vermiede, würde sich auch der Kamm  des grünen Hügels durch mehr Schärfe vom Felsen etc. besser abheben...   lgw
  • tanu676 18. November 2020, 19:05

    die Farben sind für mich das einzige was mich an Düsseldorfer Schule erinnert ich glaube auch ein Maler hätte sich ein anderes Motiv oder einen anderen Standort ausgesucht für sein Bild .
    Jacky Kobelt hat da nicht ganz unrecht wie man ein Bild gestalten sollte und das so glaube ich lernt man das auch in der Düsseldorfer Schule .
    hg tanu
  • short.cut 18. November 2020, 11:07

    mir fehlt hier ein lichtspiel, die aufnahme wirkt dadurch 'flau' und zum bildaufbau so wie er jetzt ist, landet mein blick in der mitte auf einer 'leeren' fläche. das liegt an den zwei hellen streifen links vom weg und dem tümpel. ich wäre tiefer in die hocke gegangen, dass diese nicht sichtbar sind. so würde mein blick nur über den trampelpfad rechts hochklettern und dort enden auf erhöhtem standpunkt.
    meine ehrliche meinung zum bild.
  • see ...saw... seen 18. November 2020, 10:59

    Ich sehe eine karge Landschaft in tristen Farben bei becherschem Himmel. Auf der rechten Bildseite ragt eine Felsenkette aus dem Hügel heraus, die sich im Horizont langsam verliert. Ein schmaler, sandiger Pfad führt auf den Hügel. Auf der linken Bildseite sehe ich einen einzelnen laublosen Baum. Das Foto beschneidet den Baum so dass, wie ich vermute, ca. ein Drittel seiner Silhouette im Bild fehlt. Anders als einige meiner Vorredner empfinde ich diesen Aspekt als besonders interessant und gelungen, denn dadurch wird - für mich - eine unwillkürliche Assoziation bei der Betrachtung des gesamten Bildes noch verstärkt: Der filigrane und nackte Baum, an den (Bild-) Rand gedrängt, großer Teile seiner Äste beschnitten, steht da, als hebe er seine Arme in Richtung des ihm gegenüber stehenden Felsmassivs. Die Tristesse der Landschaft, das Grau des Himmels verstärken in mir die Bildwirkung. Unwillkürlich drängen sich mir Assoziationen auf von „ungleichem Kräfteverhältnis“, vom „Anrufen eines Einzelnen an die Macht“, an der dieses ungerührt abprallen könnte. Ich empfinde dieses Bild als sensibel komponiert und mag es lange betrachten.
  • Sag mal Micha 18. November 2020, 8:45

    Diese freche grüne Zunge aber auch...der arme Esel weiß gar nicht, wie ihm geschieht.
    Ob das in Düsseldorf gelernt wurde, weiß ich nicht. Der Einfluss könnte auch woanders herrühren, vielleicht abseits der populären fc-Galerie irgendwo im Verborgenen. Mehr kann man nicht tun, sonst dreht sich alles im Kreis oder um halbe Bäumchen, was für ein Irrsinn !
  • Jacky Kobelt 18. November 2020, 8:07

    Liebe Kolleginnen und Kollegen

    Die fc ist eine Plattform für Hobbyfotografen. Auch ich bin ein Amateur.
    Wie im Sport gibt es ein breites Spektrum an verschiedenen Interessen, zwischen reinen Freizeitsportlern und ambitionierten Amateuren, die sich gerne mit anderen messen wollen.

    Ich denke es geht hier darum Möglichkeiten zu suchen, mehr aus seinen Bildern zu machen, sich im Hobby weiterzuentwickeln.

    Ich gebe zu, dass ich mit meinem Bild, das ich zur Erläuterung weiter unten verlinkt habe, bewusst provozierte. Diese Provokation allerdings als Anlass für ein Plädoyer zu nehmen, euch dafür zu rechtfertigen, dass ihr eigentlich gar nicht versuchen möchtet aus euren Bildern und eurem Hobby mehr zu machen und euch weiterzuentwickeln, sondern mit dem zufrieden seid, was ihr in der Öffentlichkeit hier zeigt, lässt mich schon etwas die Stirn runzeln.

    Ihr stellt fast in Frage, ob es Sinn macht eine Perspektive sorgfältig zu wählen, auf das richtige Licht zu warten, ein Bild zu komponieren.
     
    Ihr verteufelt Bildbearbeitung, bevorzugt Aufnahmen out oft he box. Dabei vergesst ihr, dass eure Kamera gar nicht exakt das wiedergibt, was unser Auge sieht, sondern aus einzelnen Pixeln ein Bild berechnet und je nach eingebauter Software ein mehr oder weniger optimiertes Resultat produziert.

    Und nun sage ich etwas ganz Böses: In der fc gibt es eine Riesenflut an belanglosen, banalen, lieblosen, fantasielosen und langweiligen Knipsbildchen. Dazwischen ein paar herausragende kreative und sehr originelle Arbeiten. Diese zu entdecken und sich inspirieren zu lassen führt wohl eher dazu, mehr aus seinem Hobby zu machen.

    Dabei darf man ruhig auch kritisch sein, aber die Kritik darf sich nicht darauf beschränken, etwas in Frage zu stellen, was man noch gar nicht selbst versucht hat und sich, wenn man ehrlich mit sich selbst ist, auch gar nicht zutraut.

    Um gute Bilder zu machen, braucht es in der Tat nicht unbedingt eine teure Ausrüstung.

    Viel wichtiger scheint mir, das Auge zu schulen, lernen zu sehen und das Gesehene umzusetzen. Daraus entsteht Intuition und damit schliesst sich der Kreis zur Ausgangslage dieser Agora-Diskussion, der Suche nach intuitiver, spontaner Fotografie.

    Kollegiale Grüsse
    Jacky
    • Thomas Braunstorfinger 18. November 2020, 12:27

      Jacky, Du hattest ja selbst die Verlinkung Deines Fotos als Provokation beschrieben und so ist es bei dem ein oder anderen auch angekommen - mit ebenfalls provokativen Reaktionen. Genau so wünsche ich mir eine Agoradiskussion. Blieb ja alles im Rahmen :-)
      Ob ein Foto jetzt bewusst und liebevoll gestaltet wurde, mit dem Ziel, es möglichst natürlich und beiläufig erscheinen zu lassen, oder einfach nur eher lieblos geknipst - das weiß man in der Regel ja nicht. Ist aber bei sehr vielen Kunstformen so...
      ciao
      Thomas
    • HF25 18. November 2020, 23:36

      lieber jacky;   hier meine antworten auf deine fragen:
      * ja, es gibt bei der von mir erlaeuterten vorgehensweise, aufnahmen zu machen, immer wieder neue moeglichkeiten, die aufnahme- und aussage-guete zu verbessern.
      * ja, ich wähle die „Perspektive sorgfältig“, warte auf „das richtige Licht“ usw. - genau wie du.
      * nein, ich verteufele nachbearbeitungen nicht; aber
      * ja, ich bevorzuge es, die aufnahmen so zu belassen, wie sie aus der kamera kommen.
      * ja, ich weiss, dass meine digitalkamera den aufgenommenen wirklichkeitsausschnitt entsprechend den einstellungen des fotografen nach bestimmten algorithmen bearbeitet und nutze diese kenntnis auch bewusst.
      * ja, ich habe kenntnisse und auch erfahrung in bildbearbeitung, nutze sie aber bewusst nicht mehr.   lg horst
  • elstp 17. November 2020, 21:57

    Der Titel ‚letztens im Tal‘ wirkt so beiläufig, wie das Bild das gar nicht darstellt. 
    Ja, es ist Herbst, das Wetter ist trüb und die Natur zeigt sich von ihrer tristen Seite. Der laublose Baum links erscheint nicht vollständig im Bild, aber er findet eine Entsprechung in dem Weg. 

    Die Aufnahmeposition des Fotografen befindet sich etwas abseits von dem vielbegangenen Pfad, etwas weiter rechts. Diese Position hat er m.E. bewusst eingenommen, um den dokumentarischen Charakter des Bildes zu erreichen: Der Betrachter kann sich als Zuschauer fühlen. Er wird in das Erlebnis des Bildautors eingebunden und nicht als möglicher Wanderer auf den Weg geschickt. 

    Gruß LILO

Informationen

Sektion
Ordner Agora
Views 11.608
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz

Gelobt von

Öffentliche Favoriten