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Laura sagt, diese Blume riecht komisch

Laura sagt, diese Blume riecht komisch

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Klaus Balleis


Pro Mitglied, Höhenkirchen

Laura sagt, diese Blume riecht komisch

Bild ist entstanden im Juli 2002 spät Nachmittag.

Aufgenommen mit Praktica BCA und Prakticar 2.8/28 auf Kodak Elite 100

Kommentare 7

  • Klaus Balleis 9. September 2002, 9:11

    @alle:
    Oh, das ist jetzt aber wircklich ausführlich.

    Nun gut, dann versuche ich mich mal dazu zu äußern:

    1. Perspektive:
    Richtig, mein Fehler, etwas zu sehr von oben herab, wobei gerade deshalb das Gesicht eben weniger von der Blume verdeckt wird.
    2. Brennweite:
    Wie in der Bildbeschreibung angegeben, wurde das Bild mit 28mm Brennweite gemacht.
    28mm deshalb, weil ich eigentlich Landschaftsaufnahmen machen wollte, d.h. die Situation mit meiner Tochter so gar nicht geplant war.
    Die geschlossenen Augenstören mich nicht, im Gegenteil, für mich drücken sie die Konzentration auf den Geruchssinn aus, was irgendwie normal ist.
    3. Unschärfe
    Ja, korrekt Bild ist etwas unscharf, auch im Original.
    Liegt einerseits daran, dass es schnell gehen usste, und andererseits daran, dass ich manuell fokussieren musste
    4. Ausleuchtung
    Nein, das Bild wurde nicht zur Mittagszeit gemacht (sieht man evtl. auch am Schatten), sondern wie auch in der Bildbeschreibung erwähnt, spät Nachmittags bei wolkenlosem Himmel und tiefsatehender Sonne, wodurch sich auch der Kontrast im Gesicht erklärt.
    Blitz hatte ich nicht drauf und wollte ich auch nicht verwenden. Aufheller von links wäre eine Möglichkeit gewesen, aber hatte ich nicht dabei, da Landschaft geplant war.
    5. Bildaufteilung
    Sorry, ist mir zu Stereeotyp, bzw. zu sehr Lehrbuch, ebenso wie die ausschliessliche Verwendung von 85mm Brennweite bei Porträt.
    Ist aber wahrscheinlich unter Geschmacksache zu verbuchen.
    6. Farbstich
    Ebenfalls sorry, kann irgendwie nicht sein, oder mein PS stimmt nicht.
    Wenn ich mit der Pipette die Hautfarbe aufnehme, bekomme ich nirgends einen Grün- der Blaustich, eher einen Ocker- und Braunton, je nachdem, wo ich aufnehme.
    7. Hintergrund
    Sehe ich nicht so.
    Wenn das Bild als Ganzes unscharf ist, kann es m.E. gar nicht sein, dass Details im Hintergrund störend wirken.
    Ausserdem finde ich den Hintergrund ziemlich monochrom grün, und somit nicht sehr ablenkend.

    So, genug für's erste, und nochmals Danke für eure ausführlichen Statements.

    Gruß, Klaus
  • Ute S. Mallakow-van Sip 8. September 2002, 22:24

    Hallo Klaus,

    ich finde es absolut OK wenn jemand hier die Bilder seiner Tochter und auch wenn diese Bilder eigentlich ins Familienalbum gehören, ausstellt.

    Aber, wie schon gesagt, die Perspektive ist wirklich ungünstg gewählt (der Kopf wirkt sehr vergrössert), und der Farbstich ist wirklich da.

    Das Licht hätte aber echt genau richtig sein können. Einfach ein Eis versprchen und die Session nochmal machen....

    Viele Grüsse
    Ute
  • Michael Masur 8. September 2002, 21:02

    Hallo Klaus,

    es freut mich wirklich das du zu der aussterbenden Spezies innerhalb der fc zu gehören scheinst, die noch richtige Kritik zu Ihrem Werk bekommen möchten. Also wenn du mich schon so nett darum bittest, will ich es einmal etwas ausführlicher versuchen. Eins vorweg: Ich bin bestimmt kein Spezialist auf dem Bereich der Portraitfotografie (das wirst du sehen wenn du dir mal meine Bilder ansiehst, vielleicht bin ich sogar gar kein Spezialist), daher werde ich meine Kommentare auch eher zur Technik abgeben.

    Also:
    1. Die Perspektive: Wie schon gesagt, das ist mir zu sehr "von oben herab" fotografiert. Bei Kinderfotografie sollte meiner Meinung nach immer die Kamera mit dem Kind in Augenhöhe sein, sonst wirkt es buchstäblich "von oben herab". Ausserdem verdeckt die Blume so das Gesicht.
    2. Falsche Brennweite, Falsche Blende: Portraitaufnahmen macht man mit Telebrennweiten ab etwa 80 mm, und bei möglichst offener Blende. Das heisst, mindestens 80 mm Brennweite und mindestens Blende 2.8 (je weniger je besser). Nur dann ergibt sich die hier gewünschte knappe Tiefenschärfe mit einem entsprechend unscharfen Hintergrund. Hier lenkt die Wiese mit ihren feinen Strukturen der Gräser den Blick viel zu sehr vom Hauptmotiv ab.
    Ob das Model immer in die Kamera sehen muss ist sicherlich Geschmackssache: Ich hätte mir aber zumindest gewünscht, beide Augen klar sehen zu können.
    3. Ausleuchtung: Das Licht ist sehr hart, vermutlich wurde das ganze um die Mittagszeit aufgenommen. Der rechte Teil des Gesichts ist sehr hell, dafür säuft der linke Bereich fast schon im Schatten ab. Hier hätte ein dezent eingesetzter Blitz von links geholfen, das Gesicht gerade so weit aufzuhellen, das das Mädel nicht mehr so einen harten Schatten im Gesicht hat.
    4. Bildaufteilung: Das Mädchen ist mir noch viel zu sehr in der Bildmitte. Ausserdem sollte man immer in Blickrichtung des Models den meisten Platz lassen, damit der Betrachter einen Eindruck davon bekommt, wohin das Model blickt. Hier also: Model ins rechte Bild-Drittel, die linken zwei Bilddrittel bleiben "leer". Wirkt viel spannender.
    5. Die Bildschärfe: Das ganze Bild ist ziemlich unscharf, was aber sicherlich daran liegt das es sich um einen Scan vom Papierabzug handelt, oder ? Diese sind naturgemäss nie so scharf wie das Bild einer Digitalkamera. Wenn dein Abzug scharf ist, ist es natürlich okay.
    6. Farbstich: Ich kann mich Jo Müller nur anschliessen: Das Bild hat ganz klar einen Stich ins Blau-Grüne, die Gesichtsfarbe des Mädchens wirkt auf mich unnatürlich. Ich denke ich kann das beurteilen, da ich einen kalibrierten Röhrenmonitor benutze.

    Mit bestem Gruss aus Krefeld,

    Michael
  • Klaus Balleis 8. September 2002, 20:40

    @Jo Müller:
    Danke erstmal für deine Antwort.

    Ja, ich bin tatsächlich daraninteressiert, was an meinen Bilder schlecht ist; Beigeisterungsheuchler bringen mich nur für den Moment weiter.

    Nichtsdestotrotz verstehe ich nicht, was an der Bildaussage 'Mädchen schnuppert an einer Blume' fotografisch so daneben sein soll, dass es nicht herzeigbar ist, egal, ob man das Kind nun kennnt, oder nicht.

    Wieso muss man denn immer in die Kamera schauen?
    Ich habe hier schon diverse Fotos gesehen, auf denen die abgebildeten Personen auch nicht in die Kamera geschaut haben.
    Wenn, dann hat mich immer etwas anderes gestört, aber nicht der fehlende Blickkontakt; teilweise sieht man gar keinen Kopf, oder nur teilweise, und das Bild ist trotzdem gut.

    Ich habe keine Probleme mit fundierter Negativkritik, so wie z.B. schon angesprochen die Unschärfe und der zu hohe Kamerastandpunkt.
    Ich habe aber Probleme, wenn Kritiker die Kritik eines anderen erläutern, bzw. sich zu eigen machen, so wie hier geschehen --> Farbstich??
    Eigentlich wollte ich speziell von dir wissen, womit ich den fotografischen Anspruch verfehlt habe.
    Die evtl. vorhandene Farbstichigkeit, die Michael Masur festgestellt hat, ist m.E. für dieses Urteil nicht ausreichend.

    Trotzdem Danke für deine Zeilen, zeigt es doch, dass sich in der fc einige wenige finden, die sich mit Bildern anderer auseinandersetzen.

    Gruß, Klaus

    P.S.:
    Ich ahbe gerade die Hautfarbe analysiert --> Grünstich konnte ich keinen feststellen, zumindest im Gesicht.
  • Klaus Balleis 7. September 2002, 18:58

    @Michael:
    Da ich hier bin, um zu lernen, und sowohl Jo als auch du zu dem Ergebnis kommen, dass diesem Bild der fotografische Anspruch fehlt, so bitte ich, mir zu erläutern, was in diesem speziellen Falle dieser Anspruch ist, bzw. wie ich ihn erreichen hätte können.

    Dies meine ich ernst, ohne hier die beleidigte Leberwurst zu sein!

    Na gut, etwas unscharf und von oben herab ist es zugegebenermaßen, aber mit einer manuell zu fokussierenden Kamera ist's nicht gar so einfach, aber ich arbeite daran.

    Ach ja, fast hätte ich's vergessen:
    Thema Farbstich --> welchen Farbton sprichst du hier an?

    Gruß, Klaus
  • Michael Masur 7. September 2002, 12:07

    Grundsätzlich stimme ich hier Jo zu: Das Bild ist für mich auch eher ein netter Schnappschuss fürs Familienalbum ohne fotografischen Anspruch. Dazu noch etwas unscharf und farbstichig. Der Moment wurde aber recht schön eingefangen.

    Wenn man Kinder fotografiert, hat man oft keine Zeit, lange an der Kamera herumzufummeln oder sich Gedanken über den Bildaufbau zu machen - zu schnell ist der Moment wieder vorbei. ABER: Wenigstens hätte der Fotograf hier in die Hocke gehen können, um mit dem Kind auf Augenhöhe zu kommen. So sieht es ein wenig "von oben herab geknipst" aus - ich denke das ist es, was Jo und mich hier am meisten stört. Es ist eben die typische Weise, wie Erwachsene Kinder "sehen".

    Nichts für ungut, es war der Versuch einer Konstruktiven Kritik.

    Gruss, Michael
  • Klaus Balleis 6. September 2002, 22:19

    @Jo Müller:
    Tja, Konzept hatte ich eigentlich, aber trotz mehrstündiger Diskussion hat sich meine Tochter leider nicht an diese Vereinbarung gehalten.
    Mal shen, da sie mit ihren 3 Jahren noch kein Taschengeld bekommt, werde ich wohl oder übel mit eingeschränktem Gute-Nacht-Geschichtenvorlesen auf diesen Vertragsbruch ragieren müssen.

    @Andreas:
    Ja, die Füße!
    Irgendwie eine Krankheit, die ich noch kurieren muss.
    Danke für deine konstruktive Kritik.

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