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Langsam wird mir warm

Langsam wird mir warm

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Peter Emmert


Free Mitglied, Wülfrath

Langsam wird mir warm

Der Eisbär ist nach dem Kodiak- und dem Kamtschatkabär (Braunbär) der drittgrößte Vertreter seiner Familie. Er lebt auf den Inseln, Küsten und Eisfeldrändern des zirkumpolaren, nördlichen Eismeeres. In seiner Gestalt ist er durch das glatt anliegende, weiße bis gelbliche Fell schlanker als die Braunbären. Weil der Eisbär hinten überbaut ist, sind seine Beine (ähnlich wie beim Schwarzbär) relativ länger als die der Braunbären, und die Fußsohlen sind mit Ausnahme der Ballen behaart. Der Kopf ist schlank und hat (wie beim Schwarz- und beim Kragenbär) eine nahezu gerade Stirn-Nasenrücken-Linie. Der Hals ist verhältnismäßig lang. Die Zehen der Füße sind mit ziemlich kurzen, kräftigen, gebogenen Krallen versehen und bis zur halben Länge mit Spannhäuten verbunden, die als Schwimmhäute dienen. Entsprechend der Kälte in seinem nordischen Lebensraum besitzt der Eisbär kleine, abgerundete Ohrmuscheln.Eisbären sind Tagtiere und in der Regel Einzelgänger, die in ihrem Lebensraum, den arktischen, hügeligen Inseln und den Eisfeldern, weite Wanderungen unternehmen. Einige Populationen sollen aber nach neuesten Untersuchungen standorttreu sein, wie zum Beispiel die Eisbären auf der Wrangel-Insel.
Im allgemeinen jedoch erweisen sich die Eisbären bei ihren Wanderungen rings um den Nordpol, die der Ost-West-Eisdrift folgen, als ausdauernde Läufer. Kraftsparend heben sie ihre Beine nur sehr wenig, sondern schwingen sie im Halbkreis nach vorne; dabei beschreiben sie mit den Vorderbeinen einen Bogen nach innen, mit den Hinterbeinen dagegen einen Bogen nach außen. Trotz ihres hohen Gewichtes klettern Eisbären erstaunlich geschickt und schnell in steilem Fels und Packeis. Obwohl sie keine Beute im Wasser erlegen, schwimmen sie ausgezeichnet und ausdauernd, sie können bis zu zwei Minuten tauchen, gehen dabei jedoch selten tiefer als anderthalb bis zwei Meter unter die Wasseroberfläche. Die Struktur des Felles, das das Wasser sehr schnell ablaufen läßt, ist für dieses Wasserleben außerordentlich günstig.
In der Natur haben Eisbären jedoch nur einen Feind: den Menschen. Er jagt sie hauptsächlich ihres wertvollen Pelzes wegen, weniger wegen ihres ohnehin stark trichinenhaltigen Fleisches. Bis heute gibt es keine zuverlässigen Bestandsschätzungen. Nach Meinung mancher Fachleute gibt es möglicherweise nur noch 7000 wildlebende Eisbären, andere rechnen noch mit einem Bestand von 20 000. In Rußland ist der Eisbär heute vollkommen geschützt, während in Nordamerika und Skandinavien noch eine kontrollierte Bejagung stattfindet.

Aufgenommen im Zoo Wuppertal mit Dimage 7i.

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