Kultur-Unterricht

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PhotoArt-Stuttgart


Premium (Basic), Schwäbisch NY-Hohenheim

Kultur-Unterricht

Was ist des Schwaben liebstes Leibgericht?? MAULTSCHEN. Nun hat der Name nix mit dem Maul zu tun, sondern geht auf eine Überlieferung zurück.

Aus Gottesfurcht und „Fleischeslust" erfanden einst gewitzte Ordensbrüder des Klosters MAULBRONN die Maultasche: Denn seit jeher ist es den streng katholischen Schwaben untersagt, freitags und vor allem in der Fastenzeit, Fleisch zu essen. Da der Herrgott besonders gerne aufs Schwabenländle herunterblickt und deshalb alles sieht, hielt man sich auch ehrfürchtig an das Fastengebot. Bis zu dem Tag, als die pfiffigen Mönche auf die Idee kamen, das Fleisch klein zu hacken und mit anderen Zutaten in Teigtaschen zu verstecken. Die Maultasche war erfunden und der liebe Gott hat dabei augenzwinkernd zugesehen.

Und bis heute hält sich hartneckig, daß Gerücht, daß schwäbische Ehen durch Maultaschen zusammengehalten werden, sofern die Hausfrau die Kunst der Herstellung excellent beherrscht.

Eine zugereiste Schwäbin, die nun schon über 20 Jahre in Stuttgart wohnt, hats gelernt, allerdings gibts meine Lieblingsmaultaschen bei einem ganz bestimmten Metzger und dann macht man sie einfach nicht selber....!

Kommentare 8

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  • LindeA. 4. April 2015, 16:21

    Hmmm, lecker sehen die aus!

    LG
    Linde
  • sicard 29. Januar 2015, 11:05

    J aime beaucoup ta présentation culinaire cet vraiment jolie avec ces touche de fleur ..
    Bonne journée.
    Michel
  • SensorQueen 10. Juli 2014, 19:23

    ... wer Maultaschen nicht kennt, hat die Welt verpennt. Tolles Foodfoto, hier passt alles, Licht, Anordnung, Zubehör(e). Klasse, es schmeckt schon beim Anschauen!!!
  • Klaus May Bilderwelten 30. Juni 2014, 21:39

    als Niederrheiner kann ich mit den von dir vorgestellten Maultaschen nichts anfangen,
    Mag ja lecker sein, aber kenn ich nicht.
    Du solltest allerdings mal über eine Karriere als Foodfotograf nachdenken.
    1a
    LG
    Payne
  • † dannpet 30. Juni 2014, 16:57

    Teigtaschen, ähnlich den Maultaschen findet man in fast allen Kulturkreisen. In einer Erzählung von Nikolaj Gogol, fliegen Wareniki, ich nenne sie mal ukrainische Maultaschen, die nicht nur in der Ukraine, sondern vor allem auch in Russland sehr beliebt und mit allen möglichen Füllungen zu haben sind, sie fliegen also von selbst in den Mund des Hexenmeisters Patzjuk Schmerbauch und werden so zum Symbol der Völlerei und Faulheit im russischen und ukrainischen Sprachraum.
    Ich denke die Geschichte passt hervorragend zu den listigen Mönchen deiner Geschichte, die selbst in der Fastenzeit der Völlerei frohnen.
    Deine 'Kulturbeilage' zu deinen sehr kreativ aufgetafelten Maultaschen gibt ihnen hier die besondere Würze und so dargeboten sieht es nicht wie Mönchs - Cuisine, sondern delikater, wie French - Cuisine aus.
  • Runzelkorn 30. Juni 2014, 16:11

    Da bleiben noch zwei Fragen:
    Ich kaufe ja nicht den fertigen Teig.
    Und erst recht kaufe ich nicht die fertige Füllung.
    Also her mit den Rezepten!
  • Runzelkorn 30. Juni 2014, 16:06

    Wie gut, daß die pfiffigen Ordensbrüder ihren
    Chef so gewitzt überlisten konnten. Sonst hätt´s
    für sie am Ende Maulschellen gesetzt anstelle
    von Maultaschen. Und die Fleischeslust, für die
    die Schwaben ja hinlänglich bekannt sind, die
    wäre komplett abhanden gekommen...
  • PhotoArt-Stuttgart 30. Juni 2014, 15:02

    Das mag in etwa Gültigkeit haben, wenn man diese perfektionierten Maultaschen mit Einheitsgeschmack in pappigem Teig und festgepreßt kauft.

    Nachdem Sie aber auch Sterneköche zubereiten mit ganz unterschiedlichen Füllungen (z.B. Lachs, Wildkräutern, Morcheln und vielem mehr....), dann kann man sich vorstellen, daß sie immer noch eines der Lieblingsessen der Schwaben sind.

    Der Unterschied machts halt.......