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Kreuzkirche Wiedenest

Kreuzkirche Wiedenest

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Free Mitglied, Bergneustadt

Kreuzkirche Wiedenest

Die Kreuzkirche Wiedenest wurde vermutlich im frühen 12. Jahrhundert als Filiale der Pfarrkirche Gummersbach gegründet. Nach alter Überlieferung brachte ein Kreuzfahrer aus dem Heiligen Land einen Splitter vom Kreuze Christi mit und legte ihn in der Kirche nieder. Somit war sie im Mittelalter dem Heiligen Kreuz geweiht.

Dass die Kapelle in Wiedenest an dieser Stelle im Dörspetal entstand, könnte an einer Verfügung Karls des Großen (785 n. Chr.) liegen, wonach christliche Kirchen an alten heidnischen Kultplätzen gebaut werden sollten. Vermutlich war dies die „heilige“ Quelle nahe der Kirche, deren Wasserstrom in all den Jahrhunderten nicht versiegte und durch deren Wasser „viele wunderbare Curen sollen geschehen sein“, so ein Chronist im Jahre 1755. Noch heute kommen viele Menschen von nah und fern, um sich Wasser von dieser Quelle zu holen.

1154 löste sich die „capella van Wydenest“ von der Mutterpfarre und erhielt das Recht auf einen eigenen Pfarrer, eigenen Taufstein und Friedhof. 1301 wurde die Wiedenester Kirche für mehr als 400 Jahre auch Pfarrkirche der neugegründeten Veste Neustadt, des heutigen Bergneustadt. Diese befestigte Gründungsstadt in unmittelbarer Nachbarschaft von Wiedenest dürfte verhindert haben, dass sich um die Kirche ein Wohnort entwickelte.

Der Turm und das Langhaus der Kreuzkirche stammen aus dem
12. Jahrhundert, Querschiff und Chor sind Erweiterungsbauten des
15. Jahrhunderts. Die neuerbauten Teile finanzierte man unter anderem durch Ablässe. Zahlreiche Stiftungen und Landerwerbungen nach 1455 lassen auf einen beträchtlichen Reichtum der Kirche schließen.

1962 wurde eine umfassende Restaurierung eingeleitet, durch die das Bauwerk sein Aussehen, das es nach Mitte des 15. Jahrhunderts erhalten hatte, so weit wie möglich wiedererlangte. Der besondere Schmuck des Inneren sind die Wandmalereien aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Nach Einführung der Reformation um 1600 waren sie übertüncht und erst 1932 entdeckt, freigelegt und ergänzt worden.
Die Ergänzungen wurden bei der Restaurierung wieder entfernt.
Zwar sind die Originalmalereien nur fragmentarisch erhalten, dennoch handelt es sich um einen der umfangreichsten Bestände spätgotischer Kirchenmalerei, die sich im Rheinland erhalten haben.

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