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Klosterruine Limburg, Chorquadrat und südlicher Querhausarm der Klosterkirche von Osten

Klosterruine Limburg, Chorquadrat und südlicher Querhausarm der Klosterkirche von Osten

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Uwe Welz


Free Mitglied, Kaiserslautern

Klosterruine Limburg, Chorquadrat und südlicher Querhausarm der Klosterkirche von Osten

Diese Aufnahme wurde eingestellt, um zu zeigen, was bei der Nikon D 700 möglich ist, wenn man die D-Lightning-Methode in Nikon Capture NX2 anwendet (und einige weitere Tricks). Aufnahme-Daten: Nikon D 700 mit PC-E 1:3,5/24mm, Blende 8, 1/50 sek., ISO 400. Die Farben sind hier deutlich blasser als auf meinem Bildschirm in NX2 und Photoshop CS3 - hier manifestiert sich das Farbraum-Problem (in Adobe RGB fotografiert und für die fc nicht in sRGB umgewandelt).
Zum Motiv: Die Klosterruine Limburg (Stadt Bad Dürkheim, Stadtteil Grethen, Gemarkung) ist eines der bedeutendsten Klostergründungen im deutschen Sprachraum.
Das Benediktinerkloster wurde durch Konrad II. kurz nach seiner Wahl zum König gegründet; an der Stelle eines »Lintburg« genannten Gutshofes der salischen Gaugrafen; 1034 sind die Konventgebäude bezugsfertig. 1035 Weihe dreier Altäre in der Krypta der Kirche in Gegenwart des Kaiserpaares; 1038 Beisetzung von Gunhild (Gemahlin Heinrich III.) vor dem Kreuzaltar im Langhaus; 1042 Weihe der Kirche zu Ehren des Heiligen Kreuzes und der Jungfrau Maria. Nach Beschädigung des südwestlichen Treppenturmes an der Fassade (Erdbeben 1289) Ausbau desselben in hochgotischen Formen. 1504 Plünderung und Zerstörung des Klosters im Landshuter Erbfolgekrieg durch Graf Emich VIII. von Leiningen und die Dürkheimer Bauern, seitdem als Steinbruch benutzt. 1510-40 Wiederaufbau der Wohngebäude des Klosters; 1540-54 Wiederherstellung des Kirchenchores und Vermauerung des ehem. Triumphbogens, der Rest der Kirche bleibt Ruine. 1574 Aufhebung des Klosters. Dessen Ruine wird 1843 von der Stadt aufgekauft und von da an wiederholt gesichert, zuletzt in größerem Umfang 1969-1979; dabei v.a. Ergänzung der Ostwand des südlichen Querhausarmes sowie Wiedereinwölbung der Krypta.

Kommentare 9

  • Uwe Welz 15. September 2014, 18:06

    Frank, Du verwechselst Verzerrung und Verzeichnung.

    Das mit dem "Seheindruck" ist eine sehr problematische Argumentationsschiene. So könnte man die Abbildung mit Fisheye-Objektiven als natürlich ansehen, weil die Darstellungen winkeltreu sind. Trotzdem gewichten wir es stärker (und meistens als unangenehm), wenn als Geraden angesehene Linien gekrümmt dargestellt werden.
    Das korrigierte Weitwinkel ist hinsichtlich seiner Verzerrungen (hier also mangelnde Winkeltreue) besonders in den Ecken sehr unangenehm, v. a. im Querformat. Dies genau ist das Problem dieser Aufnahme - die Fassade des südlichen Querhausarmes ist nicht mehr sichtbar, weil ich den Standpunkt nicht weiter nach links und auch nicht nach hinten verlagern konnte, eines nicht leicht zu fällenden Baumes wegen. Es liegt also keine Dramatisierung um der Dramatisierung willen vor. Und weitere Bäume machen es unmöglich, ein wirklich gutes Foto vom gegenüberliegenden Berg zu machen, wie es vor ca. 15 Jahren noch möglich war. Außerdem kann ich bestimmt Befunde nicht mehr in einem Übersichtsbild zeigen. Der Vergleich mit Bernd und Hilla Becher führt also zu nichts.

    Die Existenzberechtigung dieser speziellen Optiken gründet sich auf über 700 Jahre gegenständlicher Malerei seit Giotto di Bondone und die ersten 150 Jahre der Fotografie bis zum Beginn der entgrenzten Polarisierung v. a. seit Einführung der Digitalknipsen. Wie kann man diese Übereinkunft gleichsam mit einem Federstrich wegwischen?
    Ein Shift-Objektiv ist nichts weiter als ein Weitwinkelojektiv, bei dem man nur einen Teil des (überdurchschnittlich großen) Bildkreises nutzt!

    LG, Uwe
  • Frank Dpunkt 14. September 2014, 10:26

    O.k. Perspektivische Korrektur als Notwendigkeit(?) hin oder her.
    Ich als visuelles Wesen werde doch Bauwerke niemals in dieser Weise "sehen"!

    Wie begründet sich die Daseinsberechtigung solcher Optiken, deren Ergebnisse doch dem Seheindruck völlig widersprechen?

    Bernd und Hilla Becher haben doch in ihren Arbeiten gezeigt, dass solche Objekte verzeichnungsfrei abgebildet werden können.

    Andreas Feininger hat die New Yorker Skyline mit einem Extremtele aus mehreren Kilometern Entfernung fotografiert um auf jede sichtbare Verzeichnung verzichten zu können.

    Ich finde das hier gezeigte Ergebnis interessant, aber indiskutabel.

    Gruß, Frank
  • Uwe Welz 23. August 2011, 18:50

    Ich mache es im wesentlichen so wie von Dir beschrieben - RAW muss sein und die weitere Bearbeitung erfolgt zunächst in CNX2 mit 14 Bit Farbtiefe und später in Photoshop CS4 mit mit 16 Bit. Nach abgeschlossener Bearbeitung schadet die Reduzierung auf 8 Bit Farbtiefe eigentlich nicht. Die Kette ist auf ECI-RGB-abgestimmt, mit samt kalibriertem Bildschirm von Quato. Kommt im Offsetdruck erstaunlich gut...

    Bei historischen Bauwerken sind leicht geböschte Mauern üblicher als genau lotrechte Mauern wie im Fall der Klosteruine Limburg. Noch "verstörender" sind sich ausbeulende oder ausgeprägt schiefe Mauern. Die gut zu fotografieren ist eine Herausforderung.

    Danke für die Anmerkung!

    LG, Uwe
  • Willi H 411 16. März 2009, 14:18

    Das Thema "stürzende Linien" ist wahrscheinlich so alt, wie die Fotografie selber.

    Streng genommen entsprechen stürzende Linien der natürlichen Wiedergabe. Man stelle sich nur mal vor, man würde die zusammenlaufenden Schienen der Eisenbahn "entzerren", so daß sie nicht mehr zusammenlaufen. Ganz im Gegenteil wird das als Element benutzt, um bei dem zweidimensionalen Bild "Tiefe" zu vermitteln.

    Genauso entspricht ein "unkorrigiertes" Bild, bei dem die Linien zur Höhe hin zusammenlaufen, der "natürlichen" Wiedergabe. Denn letztendlich ist nicht das Zusammenlaufen der Linien eine optische Täuschung, sondern daß wir dieses Zuasmmenlaufen als "unnormal" empfinden.

    Auf Grund dessen bin ich der Auffassung, daß es lediglich eine Frage des persönlichen Geschmacks ist, was dem einzelnen BESSER gefällt. Hier von "richtig" zu sprechen, wenn "stürzende Linien" korrigiert sind, halte ich persönlich für falsch. Vor allem empfinde ich den Ausdruck "korrumpiert" in diesem Zusammenhang als zu abfällig. Physikalisch gesehen sind gerade die stürzenden Linien "richtig".

    Auch was das Thema "Farbsättigung" angeht, sehe ich das anders: Gerade zu Analogzeiten war der Kodachrome 64, auf Grund seiner hohen Farbsättigung, besonders beliebt, eben weil er sehr satte Farben brachte.

    Ansonsten hast du hier ein sehr schönes "Gemäuer" fotografiert.

    VG Willi
  • Uwe Welz 12. März 2009, 20:45

    Die Aufnahme wurde mit einem Shiftobjektiv gemacht - das Geradebiegen am Rechner verwende ich in Regel nur für Detailkorrekturen, da es doch sehr die Qualität beeinträchtigt, wenn man um mehrere Grad korrigieren muss. Die Ausrichtung entspricht den tatsächlich annähernd lotrechten Mauern. Das ist auch vor Ort ein irritierender Eindruck, denn häufig sind die Mauern bei alten Bauwerken leicht geböscht - das ist für das Auge angenehmer, weil "sicherer" wirkend.
    Ich sehe, dass die Sehgewohnheiten heute "korrumpiert" sind - an die früher in den Zeiten der Großformatkameras mit optischer Bank verpönten und auch unüblichen "stürzenden Linien" hat man sich heute offensichtlich gewöhnt. Ich bin umgekehrt der Meinung, dass "stürzende Linien" in den meisten Fällen stören - aber ich komme auch vom (alten) gedruckten Buch her. Und früher hat man größere Formate benutzt als heute - und die optische Bank.
    Freilich, der Standpunkt des Fotografen ist nicht ganz ideal, aber eine Verbesserung lässt sich nur mit einigem Aufwand mittel einer großen Kettensäge erzielen. So muss ich auf die Ansicht der Stirnseite des südlichen Querhausarmes verzichten (das wäre ganz links) und die SO-Ecke entsprechend steil in den Himmel ragen lassen.

    Was die Farben betrifft - hier gehe ich auch auf den Leim der "neuen Zeit" - es wird heute eine hohe Farbsättigung gewünscht. Die Kameraeinstellung ist aber nur "Standard", der Weißabgleich steht auf "bedeckter Himmel", um etwa 100 Kelvin in Richtung "kühler" korrigiert.
    Bilder bei Schauerwetter oder bei weitgehend bedecktem Himmel gelingen heute erstaunlich gut.

    Danke für die Anmerkung!

    LG, Uwe
  • BodoBeutlin1000 12. März 2009, 10:41

    ich weiß nicht, ob du das Bild mit einem Shiftobjektiv gemacht oder am PC gerade gebogen hast, aber den befremdlichen Eindruck, den parallele senkrechte Linien hinterlassen, ist hier gtu zu erkennen. Es wirkt besonders auf einen wie mich, der total auf stürzende Linien steht, etwas zu unnatürlich. Als würde die rechte Wand gleich nach vorne fallen. Ich vermute, dass mir das unbearbeitete Foto besser gefallen würde, weil alles andere super ist. Keine CA, keine Vignetierung, klasse Schärfe und tolle Farben.
  • Pixelschieber 22. Januar 2009, 20:03

    Nun ja, technisch stürzen die Linien zwar nicht (wie Marcel vor mir meinte), aber es wirkt so. Deshalb mag ich solch geradegerückte Bilder auch nicht so richtig...

    Aber um zu zeigen was mit der d700 geht ists schon ganz nett
  • Marcel ... 22. Januar 2009, 17:42

    aha stürzende Linien mal in die andere Richtung ;-)
  • Der Burgvogt 20. Januar 2009, 16:04

    schöne aufnahme gefällt mir gut.

    gruß volker