Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unseren Webseiten zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Deiner Nutzung unserer Webseiten an unsere Partner für Emails, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen

Was ist neu?
2.140 10

Kleiner Unfall

Mal wieder eine Kostprobe aus meiner täglichen Arbeit.
Coolpix 996
1/60
Blitz

Kommentare 10

  • Volker Thies 3. Januar 2003, 10:38

    Was das "Minderheiten-Problem" betrifft, habe ich mich vielleicht unklar ausgedrückt. Die Minderheit ist nicht von sich aus unfähig, ihre Meinung auszudrücken. Ich meinte, dass die Strukturen, die zur Leserkommunikation bereitstehen, und der Zwang, das Produkt Zeitung zu verkaufen, dazu führen, dass die Redakion dem Anspruch der Minderheit an das Medium nicht gerecht werden kann. Und einen Markt mit mehreren lokalen Zeitungen unterschiedlichen Stils und politischer Ausrichtung gibt es leider nur in den größeren Ballungsräumen.

    Ich benutze eine Nikon Coolpix 995. Ist eine digitale Sucherkamera.
  • Harald Klinge 30. Dezember 2002, 2:03

    @Volker,
    Es ist, glaube ich, äußerst müßig, wenn wir hier darüber diskutieren, wer, was und warum, in einer Zeitung, oder wo auch immer veröffentlicht!
    Es wird von den Lesern erwartet; die Pflicht von der Information; usw., sind Dinge die wir, oder ich zumindest, nicht beeinflussen kann, können, oder kannst Du das?
    Für mich sind das allgemein Plätze mit Alibifunktion. Mit dem dialektischem Verhältnis hast Du sicher Recht, sehe ich genauso!

    Eine Zeitung arbeitet sicher immer, wie alle Medien, für die Mehrheit, Deine Begründung für die Minderheit, zu der ich mich zähle, kann ich die Begründung von der unzureichenden Kommunikation, nicht nachvollziehen, nur insofern ich zwar in der Lage bin mich auszudrücken, aber keiner da ist der das Versteht, oder besser verstehen will!
    Da kann, oder muß ich sagen, soll, keine Kommunikation entstehen!

    Was die technische Seite des Bildes betrifft bleibe ich bei dem was ich oben gesagt hab. Stell Dir vor ein Bekannter des Fahrers eines dieser Autos sieht das Bild und sagt zu diesem, bei einem nächsten Treffen, "he, haste ja nen schönen Unfall gebaut", obwohl derjenige nichts dafür kann, nicht Verursacher war! Insofern ist dem Bild, außer da steht Schrott, keine definitive Aussage zu entnehmen, es entstehen Vermutungen und Gerüchte, meist keine guten, das ist mein Problem!

    Ich will Dir übrigens Deine Arbeit nicht vermiesen, oder so, ist ein interessantes Thema!
    Was für eine Kamera benutzt Du eigentlich? Wäre interessant zur Beurteilung einiger Details, wie zum Beispiel bei Deinem Ritterbild, da sind zu viele Motive in der Bildmitte, wie auch hier bei den Autos, wo die Kamera mit dem AF kein Ziel für eine definierte Scharfstellung findet und einfach irgendwo "dazwischen" stehen bleibt! Müsste schon eine SLR sein, wo der Schärfebereich definierbar ist, vom Anwender!

    Grüße HK

  • Volker Thies 29. Dezember 2002, 19:52

    @Harald:

    "Wichtig" ist zugegeben eine Setzung. Unfälle ab einer gewissen Schadenshöhe oder mit schwer Verletzten sind per Definitonem "wichtig". Es wird von den Lesern einfach erwartet, dass eine Zeitung über solche Ereignisse informiert.

    Natürlich könnte man jetzt die altbekannte Diskussion eröffnen, ob die Zeitungen das schreiben, was die Leser lesen wollen, oder ob die Zeitungen den Lesern mit ihrem Angebot das vorschrieben, was sie lesen sollen. (Gilt entsprechend auch für Fernsehen und alle Künste). Ich gehe davon aus, dass es sich dabei um ein sehr stark dialektisches Verhältnis handelt. Beide Akteure beeinflussen sich in hohem Maß gegenseitig.
    "Technisch gut" heißt für micht, dass dem Betrachter des Bildes möglichst schnell klar wird, was dort passiert oder passiert ist. Genau wie Du sagst: Die Informationen sollen möglichst schnell und möglichst klar rüberkommen.

    "Klein" war vielleicht eine unpassende Formulierung. Zugegeben.

    Zur "informationellen Selbstbestimmung": Da sind dem Nutzer beim Medium "Zeitung" natürlich Grenzen gesetzt, aber das ist bei allen Medien so, in denen redaktionelle Arbeit steckt und lässt sich nicht vermeiden. Mittel- und langfristig greift aber die schon angesprochene Dialektik. Allerdings arbeitet sie nur für eine Mehrheit der Leser, weil eine Minderheit ihre Wünsche nur unzureichend kommunizieren kann.
  • Harald Klinge 29. Dezember 2002, 14:38

    @Volker,
    Du hast insofern Recht, dass Unfälle ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens geworden sind, aber warum wichtig?
    Wichtig für uns, die vom Unglück anderer Leben? Übrigens gibt es noch mehr Berufe, die das Betrifft, nicht nur das Unglück, sondern auch das Glück derer die da unschuldig reingeraten sind!.
    Was die technischen Aspekte betrifft, besteht doch kaum eine Möglichkeit, mit Schärfe und Unschärfe oder und mit Licht und Schatten zu spielen, dafür stehen die "Objekte" doch zu weit auseinander, einerseits und andererseits, haben denn die Betrachter dieser Art von Bildern ein Interesse daran? Wer schaut sich diese Bilder an und warum? Ist es nicht wichtiger die Bilder so zu gestalten, dass Aufmerksamkeit erreicht wird und somit die Chance wächst, sie gewinnbringend zu verkaufen (keine Kritik das)? Für mich ist bei derart Bildern nicht die Aufnahmetechnische Seite interessant, sondern die Bildinhaltliche, welche Informationen können dem Bild entnommen werden und welche sollen entnommen werden können!
    Übrigens ist die einzige Information, die ich hier entnehmen kann, es stehen kaputte Autos auf der Straße, es ist am Tage, es könnte regnen, oder geregnet haben, die Scheibenwischer des roten vorn weisen darauf hin, es könnte Eis auf der Straße sein und die Polizei befasst sich da mit irgendwas, vielleicht auch mit den kaputten, oder wie die da hingekommen sind, das ganze mit einer Kamera in Automatik aufgenommen!
    Eins ist sicher, die betroffenen haben in aller Regel kein Interesse daran in einer Zeitung zu erscheinen!
    Vielleicht kann das Bild nur mit einem entsprechenden Kommentar, im Zusammenhang, Leben
    Übrigens steigen morgen die Chancen für gute Bilder beträchtlich!

    Ach ja, und warum "Kleiner Unfall" ?
    Für Besitzer derartiger Autos kann das ganze durchaus Existenzbedrohend sein, ne?
    So wie ich das sehe ist für alle drei, der Unfall nicht klein, für die Hersteller ja, weil die verkaufen "nur" drei neue, vielleicht, aber auch nur!
    Ups, die Informationen werden immer mehr, je länger man das Bild betrachtet :-)))


    "Der Unfall ist ein wichtiges Ereignis, also muss darüber berichtet werden"
    Kannst Du mir das näher erklären , auch unter dem Aspekt, dass ich gerne entscheiden würde, über was ich informiert werde, Zeitung nicht kaufen kenn ich schon!

    Gruß HK
  • Volker Thies 29. Dezember 2002, 9:56

    Sind trotz Raster im Blatt ganz gut zu erkennen, sogar die blonde Mähne der jungen Dame. Naja, grün mit weißen Mützchen, was soll das auch anderes sein?
  • Jan-Uwe Friedlein 29. Dezember 2002, 9:51

    @ Volker: Froschperspektive würde ich lassen. Damit sieht's dann nämlich monumental und somit wirklich sensationshascherisch aus.
    Wenn du die Polizisten drauf haben willst, wäre es besser gewesen, wenn du mit einem Tele von weiter weg fotografiert hättest. Dann wäre die Perspektive verkürzt und somit die Polizei größer im Bild.
    So wie's jetzt ist, ist sie mir zu klein. In der Zeitung mit dem groben Raster dürfte sie kaum auffallen. (Hab das gedruckte Bild leider nicht gesehen.)
    Deshalb: Bevor man raten muss, was im Hintergrund ist, lieber unscharf machen, so dass es nicht ablenkt.

    LG, Jan-Uwe
  • Volker Thies 29. Dezember 2002, 9:31

    Moin Uwe!

    So früh schon am Rechner? Stimmt, der Horizont ist wirklich doof. Was den Hintergrund angeht: Die Polizisten und der Kollege gehören thematisch schon irgendwie dazu, finde ich.

    @Harald: Ich würde bestreiten, dass sowas nicht in die Zeitung gehört. Der Unfall ist ein wichtiges Ereignis, also muss darüber berichtet werden und natürlich auch mit Bild. "Sensationshascherei" ist es bestimmt nicht, weil es keine Sensation ist, sondern ein Unfall wie wir sie zu dutzendweise im Jahr im Blatt haben.
    Gaffer gab es übrigens keine, weil die Feuerwehr weiträumig abgesperrt hatte.
    Ich verstehe natürlich, dass Du das Problem etwas anders siehst als ich. Du scheinst ja Sani, Polizist oder Feuerwehrmann zu sein, aber ich denke, dass meine Argumente mindestens genauso gut sind wie Deine.
    Techniche Aspekte sind z. B. die von Uwe angesprochenen Punkte oder solche Sachen wie: Hätte ich noch näher an die geschrottete Haube des Roten Wagens rangehen sollen und den Rest drüber wegfotografieren sollen? Oder wäre eine Froschperspektive über die Trümmer und das Ölbindemittel am Boden hinweg interessanter?

    Gruß

    Volker
  • Jan-Uwe Friedlein 29. Dezember 2002, 9:15

    Hi Volker!

    Hier mal was technisches:
    Der schiefe Horizont stört mich. (Mit PS aber kein Problem!)
    Den Hintergrund hättest du durch eine Unschärfe etwas beruhigen können.

    LG, Jan-Uwe
  • Harald Klinge 29. Dezember 2002, 4:14

    @Volker,
    irgendwie bin ich auch der Meinung, so etwas gehört weder hierher noch in die Zeitung, ist für mich nur Sensationshascherei.
    Was meinst Du mit technischer Seite? und wie soll ein Unfall Gut eingefangen sein?
    Was ist den die Aussage eines solchen Bildes, was es gut macht?
    Doch im wesentlichen eine Reportageaussage, da ist ein Unfall passiert, was noch? ist schon viel zu viel! Besser wär, Du würdest dafür sorgen, daß der Schrott da stehen bleibt, zur Anschauung, hat sich aber zwischenzeitlich bestätigt, dass das auch nix nützt, aus dem Gesichtsfeld heraus und die Raserei, Kurvenschneiderei, Vorfahrterzwingerei, Machtausüberei und und und, geht weiter! Das sind Sachen über die berichtet werden sollte! Nimm doch mal die Gaffer auf, die da keine Hilfe leisten und die Rettungskräfte usw. nur behindern! Aber so das die erkennbar sind!
    Ich schreib das eigentlich auch nur, weil ich mach auch fast jeden Tag solche Bilder, allerdings aus einer anderen Sichtweise heraus und bin Hobbymäßig mit fotografieren beschäftigt um auch mal was anderes zu sehen als diesen Mist und mich mal über ein gelungenes Bild freuen kann!
    Sorry, mußte auch mal raus
    gruß HK
  • Volker Thies 29. Dezember 2002, 0:34

    Erstens ist dabei keiner gestorben. Zweitens sieht man nur Autos und keine Verletzten. Solche Fotos würde ich nicht machen bzw. nicht veröffentlichen. Drittens haben die Angehörigen (und die Nachbarn, Arbeitskollegen usw.) das Foto am nächsten Tag in ihrer Zeitung gesehen. Insofern habe ich damit keine ethischen Probleme.
    Mich interessiert mehr die technische Seite. Habe ich den Unfall gut eingefangen? Was hätte ich besser machen können? Ich finde, dass mir das Füllen des Formats zumindest ganz gut gelungen ist.

Informationen

Sektion
Klicks 2.140
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz