Kleiner Mann, was nun?

Kleiner Mann, was nun?

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Doris H


Premium (World), Nähe Heidelberg

Kleiner Mann, was nun?

Der nächste Schritt ist nämlich immer fällig. Der nächste Schritt ist nämlich nie ein großes Problem. Man weiß ihn genau.
Eine andere Sache ist, dass er gefährlich werden kann. Nicht sehr gefährlich.
Aber ein bisschen gefährlich kann auch der fällige nächste Schritt werden.
Aber wenn du ihn tust, wirst du dadurch, dass du erlebst, wie du ihn dir zugetraut hast, auch Mut gewinnen.
Während du ihn tust, brichst du nicht zusammen, sondern fühlst dich gestärkt.
Gerade das Erlebnis, dass du einen Schritt tust, den du dir nicht zugetraut hast, gibt dir ein Gefühl von Stärke.
Es gibt nicht nur die Gefahr, dass du zuviel riskierst, es gibt auch die Gefahr, dass du zu wenig riskierst.
Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.

Martin Walser



http://www.youtube.com/watch?v=VduIPBrJ8-E&feature=related

Kommentare 15

  • Helga Jobst 11. September 2012, 19:24

    Muß gut überlegt werden, wie er das Wasser für sich in Anspruch nehmen kann.
    Soll er sich am Bauch legen und mit den Händen platschen oder nur mit den Füßen hineingehen ?
    Rein kommt er sicher nicht nach Hause ;-)
    Liebes Bild !
    L.G. Helga
  • Paul D. 11. September 2012, 10:25

    nach vorn gehen, auch wenn es nicht immer leicht ist...
    schönes Bild
    Liebe Grüße
    Paul
  • Doris H 10. September 2012, 15:13

    stimmt Petra, den kleinen Mann sollte man noch in derart brenzligen Situationen an die Hand nehmen, oder auf der Schulter tragen :-)

    LG Doris
  • Anne Kg 10. September 2012, 15:10

    Sehr schön, Doris!
    LG und bis Donnerstag!
    Anne
  • Petra-Maria Oechsner 10. September 2012, 15:01

    schön, dass auch du wieder einen schritt vorwärts gehen konntest, doris..:-)
    aber für den kleinen mann hier, wäre der schritt doch noch eine nummer zu groß und manchmal sollte man sich ruhig auch helfen lassen :-)
    lg petra
  • Jochen aus Bremen 10. September 2012, 9:13

    Danke für diesen passenden Text von Walser.

    In die Richtung geht auch:

    Wenn du den Mantel wechseln willst, musst du zuerst den alten Mantel ausziehen und dann bist du erst einen kurzen Moment nackt, bevor du den neuen anziehen kannst. Und davor haben die Menschen Angst.Ohne diesen Schritt geht es aber nicht.

    Dazu passt das Foto gut.
    LG Jochen
  • Marie Laqua 10. September 2012, 8:21

    wunderbare Übereinstimmung von Text & Bild :
    die tonung macht ´s schön nostalgisch !

    eine gute Woche ...
    lg Marie
  • Doris H 10. September 2012, 8:04

    Joe, auch ein großer Sprung beginnt mit dem ersten Schritt :-)
  • Joew 10. September 2012, 7:50

    ... Den großen Sprung zu Wagen. Sehr schön bEarbeitet. LG Joe
  • el len 10. September 2012, 7:01

    Und sei auch nur der nächste Schritt noch so gut überlegt - keiner weiß, was er auslösen wird.
    Auf jeden Fall wünsche ich Dir Glück mit Deinen Entscheidungen und Schritten!
    lg ellen
  • Doris H 10. September 2012, 6:58

    was für eine schöne Vorstellung Günter :-)

    Oh ja Rüdiger, ich erinnere mich auch noch an derart brenzlige Situationen. Ich sag nur "Chemiebaukasten" :-)

    LG Doris
  • Günter K. 10. September 2012, 6:55

    na,dann wirst den kleinen an der hand fassen und ihr kommt gemeisam ans ziel. gutem morgen übrigens ;-)
    lg günter
  • Doris H 10. September 2012, 6:46

    nein Günter gaaanz anders er schreit: "PAAAAPAAA komm, trag mich rüber!!" Und Papa eilt herbei, seinen Sproß schnellstmöglich unter den Arm zu klemmen und aus der kniffligen Situation zu befreien....:-)
    Guten Morgen übrigens

    genau Stefan, ich hab die Wohnung in Bammental, beinahe :-) Ich sag nix, bevor ich mit meinem Notar gesprochen hab :-)

    LG Doris
  • Stefan Jo Fuchs 10. September 2012, 6:45

    ich erahne, für was Bild und Text symbolisch stehen und hoffe, dass Walsers Metapher dann ganz zutreffen wird;-)
    lg Stefan
  • Günter K. 10. September 2012, 6:43

    er zieht gleich sein sich selbst aufblasendes schlauchboot aus der rechten hosentasche, denn laufen ist ihm viel zu beschwerlich. da kommt er ganz auf seinen papa raus. ;-)
    lg günter