Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unseren Webseiten zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Deiner Nutzung unserer Webseiten an unsere Partner für Emails, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen

Was ist neu?
422 5

Michael Raubold


Basic Mitglied, Marbach

Kirchenpanorama

Ich bin fasziniert von der Ansicht eines 360 ° Panos!

Dieses hier ist in Rothenburg o.d.Tauber entstanden, in einer der Kirchen rund um den Stadtkern. Ich hatte viel Glück, dass in der 3/4 Stunde nicht eine Touristengruppe reingetrampelt kam ;) und ich die nötige Zeit zum Austoben hatte. Einzig die Dame an der Kasse musste ich erst davon überzeugen, dass ich nicht für kommerzielle Zwecke knipsen wollte.

Damit die Fenster auch schön bunt sind, musste ich hier Belichtungsreihen zusammenmontieren. Ich hoffe, man kann die Arbeit sehen, die hier drin steckt. Alleine das Stitchen und Setzen der Kontrollpunkte hat mehr als 10 Stunden beansprucht.

Kommentare 5

  • Michael Raubold 4. Februar 2010, 21:40

    @ Kai,

    danke, dass Du Dir die Zeit für ein so ausführliches Feedback genommen hast.
    Die 10 Stunden fand ich jetzt gar nicht so viel, in Anbetracht von Datenübernahme –> Kontollpunkte setzten –> 3 Panos mit unterschiedl. Belichtung ausgeben ... danach noch die Zeit für DRI erstellen durch Überlagern und Maskieren (also kein HDR). Vielleicht habe ich es mit den Kontrollpunkten auch etwas übertrieben, aber nach dem ersten automatischen Durchlauf hatte ich in den Übergängen der Säulen überall Versatz. Hierfür hatte ich wie Du PTGui eingesetzt, nur fehlt hier leider die Möglichkeit, die Senkrechten genau festzulegen; bei autopano wäre die Funktion drin gewesen.
    Zudem fallen solche Arbeiten bei mir aus (Frei-) Zeitmangel immer in die Nachtstunden und da wird das (mein) Auge auch immer müder :)) was auch Extrazeit beansprucht.

    Die 16 Bilder sind gesamt zu sehen: zweireihig mit 16 Bildern. Pro Reihe also nur 8 Bilder. Alles andere wäre tatsächlich zu viel. Wenn man es aber ganz genau nimmt, sind es ja sogar 48 Bilder durch die 3 Belichtungsreihen.
    Ich fotografiere mit einer Canon 350D und für die Panos mit einem EF 10-22 mm und mit MK PanoHead. Durch den Crop von 1.6 komme ich am unteren Ende auf 16 mm. Für eine gute Reproduzierbarkeit des fertigen Panos ist es aber eigentlich nicht sinnvoll, so wenig wie möglich Bilder zu machen und schon gar nicht dann, wenn die Kamera nur 8 MP hat wie meine. Bei einem Großformatdruck auf einem Plotter könnte ich bei 75 dpi rund 90x150cm rauskitzeln.
    Tatsächlich ist es aber effektiver, so ein Pano mit einer längeren Brennweite zu erstellen, um mehr Details und eine größere Datenmenge zu erhalten. Dann wird auch der anschließende "virtuelle Rundgang" im Quicktime etwas aufregender, wenn man schön reinzoomen kann. Und bei den aktuellen Bandbreiten darf es auch gerne etwas mehr sein ;) Aber ich vermute mal, dass bei der Weboptimierung einiges der zusätzlichen Daten verlohren gehen wird.

    Der Standpunkt könnte in der Tat besser sein – vielleicht mehr an den Altar ran, der Zentrum (wenn auch nicht zentral) einer Kirche ist und somit nicht ganz unwichtig. So wie Du das meinst, ist es wohl auch richtig und jetzt springt mir der Fehler regelrecht ins Auge ;) Zudem fehlt in meinem Bild auch der Nadir und das aus dem Grunde, weil ich bis jetzt noch nicht geblickt habe, wie ich den erstellen soll. Ich musste also bis zu den Stativbeinen unten abschneiden. Hast Du hierfür einen Tipp?
    Danke schonmal.

    Viele Grüße – Michael
  • Kai Rösler 4. Februar 2010, 19:16

    Hallo Michael
    erstmal Gratulation zu dem schönen Pano: Auch mich faszinieren diese 360°-Ansichten jedes Mal von neuem. Auch der Prozess des Entstehens aus den Einzelbildern ist ja etwas sehr spannendes - ein bisschen wie in der Kindheit die Scherenschnitte, deren Gesamtwirkung man erst nach dem Auffalten sieht und dann freudig überrascht ist. Die Farben gefallen mir an deinem Pano, und die Belichtung ist durch das HDR recht gut ausgeglichen. Allerdings hätte ich wohl die hellen Partien links etwas dunkler gearbeitet.

    Um doch auch noch einige konstruktiv gemeinte Kritikpunkte anzubringen, vielleicht folgendes:
    Der Standpunkt könnte noch etwas besser sein, wenn Du ganz zentral gegen den Bogen in der Mitte des Bildes gestanden hättest. So ist der Einblick in diesen Bogen (und denjenigen links am Bildrand) schräg, das wirkt im gewählten Ausschnitt etwas unharmonisch. Alternativ hättest Du die Orgel in die Mitte des Panos nehmen können, dann würde der "schräge Bogen" die Symmetrie des Bildes nicht mehr stören.

    Stitching-Fehler kann ich auf deiner Aufnahme nicht sehen. Aber hie und da sind die Säulen, welche ja vertikal verlaufen, etwas "wackelig", sprich sie scheinen nicht immer ganz gerade und auch etwas (ganz wenig!) schief. Das trifft z.B. auf die Säule ganz rechts zu: dort sieht man es besonders gut, weil der Rand in der Nähe ist. Ich muss allerdings anmerken, dass ich ähnliche Probleme auch schon hatte, und dann zurück in die Kirche bin: und siehe da, die Säulen waren wirklich schief! Bei älteren Kirchen neigen sich die Säulen manchmal gegen oben leicht nach aussen, durch das Gewicht des Daches verursacht. Hier haben wir eine gotische Kirche vor uns, die sind alt genug dafür ;-) Ein Tipp: man sieht das, wenn man die Säulen mit den von oben herunterhängenden Lampen vergleicht (falls Lampen da sind).

    10 Stunden Arbeit sind etwas viel! 2 Reihen à 16 Bilder ist auch zu viel: Mit einem 18mm Objektiv an einer APS-C Kamera solltest Du mit 10 Aufnahmen 360° schaffen. Mit 11 mm brauche ich 8 Bilder. Welches Stitching-Programm benützt Du? Mit PTGui funktioniert das automatische Stitching eigentlich immer, wenn die Einstellungen stimmen, und dann ist das Pano in 30 Minuten fertig.

    Herzlicher Panogruss:
    Kai
  • Michael Raubold 9. Februar 2009, 22:29

    Ich glaube, das waren ein bissel mehr als 10 Stunden. Aber aus meiner Erfahrung ist die Zeit durchaus in Ordnung. Das Pano ist zweireihig aus 16 Bildern und somit hat 1 Bild 5 überlappende Nachbarbilder, für die jeweils Kontrollpunkte gesetzt werden müssen. Mit der Automatik hatte ich hier keinen Erfolg! Also alles mit der Hand an Maus erledigt! Je nach Detailreichtum sind es pro Überlappung schon ca. 50 Kontrollpunkte.

    Aber es ist wunderbar, wenn man das Ergebnis irgendwann vor sich hat!
  • BGW-photo 9. Februar 2009, 22:03

    bei 10 Stunden wärst du unbezahlbar!
    Klasse Arbeit - etwas verwirrend zunächst, aber dann beeindruckend und detailreich!
    glg
    Bernd
  • Licht-Fang 9. Februar 2009, 21:55

    Das sieht wirklich richtig gut aus.
    LG, René