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Kampfkater Snoopy

Kampfkater Snoopy

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Manuela V.


Basic Mitglied, Bayern

Kampfkater Snoopy

Ich muss mich hier erst mal richtig vorstellen:

Ich weiß nicht mehr genau, wann ich geboren bin, irgendwie so um 2005. Ich hatte früher nie so richtig eigene Menschen. Meistens waren ganz große, dicke Grasfresser um mich rum, aber in deren Haus war es wenigstens schön warm und im Heu konnte man sich auch gut verstecken. Naja, dann waren da immer viele andere Kater. Das waren vielleicht Kämpfe, sag ich Euch. Mädels gab es nicht so viele, und jeder Kater wollte natürlich eine Mieze abschleppen. Jedenfalls, ich glaube … ich war meist der Sieger.
Irgendwann hab ich mir ganz furchtbar wehgetan, am Kopf, ich weiß gar nicht mehr, wie das passiert ist. Das Loch am Kopf ist immer größer geworden. Ich bin da ja leider nicht mit Zunge hingekommen. Meine jetzigen eigenen Menschen wollten mich damals schon immer einfangen, aber Pustekuchen, mit mir nicht!
Ich glaube, ich bin eineinhalb Jahre mit der Wunde am Kopf rumgelaufen. Meine Menschen haben damals angefangen, mich mit total leckerem Futter zu versorgen. Gut, dass ich noch fressen konnte, geschmeckt hat es auch immer. Und ich sage Euch, eines Tages stand da so eine komische Kiste und ganz hinten drin war Eierpastete mit Lachs. Ich gierig wie immer, nix wie rein in die Kiste und ………..peng.
Ich hab ganz schön randaliert, aber geholfen hat es nix.
Eh ich mich versah, standen 2 Damen in weißen Kitteln um die Kiste rum und haben besorgt das Loch in meinem Kopf inspiziert.
Die eine Ärztin hat immer „Fundkater“ zu mir gesagt. Ein seltsamer Name. Meine Menschen haben mich damals „ der weiße Kater“ genannt. Sie wussten noch nicht, dass ich bei ihnen einziehen werde und sie mir irgendwann einen richtigen Namen geben müssen.
Jedenfalls war ich dann erst mal eine Woche bei den 2 Damen in einem winzigen Haus mit Wasserschüssel und Klokiste eingesperrt. Irgendwie muss ich mal länger geschlafen haben ..… ich sag Euch, auf einmal war das Loch am Kopf nicht mehr da. Es hat zwar noch ziemlich wehgetan, und ich hab natürlich versucht dran rumzumachen.
Um die Geschichte abzukürzen, ich durfte dann 1 Woche bei meinen Menschen sogar im Haus bleiben, obwohl da noch andere Katzen waren. Dummerweise hab ich mir da die Wunde wieder aufgerissen und musste dann nochmal 2 Wochen bei den Damen mit dem weißen Kittel bleiben. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft die mir Drogen oder sowas gegeben haben, weil ich immer so randaliert habe beim Wunde sauber machen.
Dann durfte ich noch bei meinen Menschen bleiben, die die Wunde weiter versorgt haben, bis alles gut war. Ich hab immer versucht, die 2 im Haus vorhandenen Katzen zu vertreiben, aber der kleine Mickikater, die halbe Portion, hat sich nicht einschüchtern lassen, und die Katze Misty hat sich immer versteckt. Nachts musste ich sowieso draußen bleiben, damit ich den beiden nix tue.
So gingen noch gut 3 Jahre ins Land, in denen ich immer wieder versucht habe, mich von meiner besten Seite zu zeigen. Aber der Mickikater und seine Menschen wollten mich einfach nicht dauerhaft einquartieren.

Ihr wisst es ja, am Ostermontag in diesem Jahr ist der Mickikater gestorben. Da haben die Menschen ganz viel geweint.
Ich aber wusste sofort, das ist meine Chance!
Ich musste mich zwar mächtig zusammenreißen; die Katze Misty durfte ich nicht hauen und auch nicht immer ihr Futter wegfressen. Aber ich hab es geschafft! Jetzt darf ich auch nachts drin bleiben, und meine eigenen Menschen haben mir einen Namen gegeben: Snoopy.

Kater Kopfwunde
Kater Kopfwunde
Manuela V.


Wunde nach der 1. OP
Wunde nach der 1. OP
Manuela V.


Wunde nach der 2. OP - Heilungsprozess
Wunde nach der 2. OP - Heilungsprozess
Manuela V.

Kommentare 10

  • Astrid Wiezorek 9. Mai 2018, 22:42

    Ich habe mir gerade noch mal die Geschichte durchgelesen, so ein armes Katerle und wie die Wunde aus sah. Ein Glück dass ihr euch um ihn gekümmert habt, so konnte er nach den ganzen Schmerzen doch noch Liebe erfahren und hatte endlich ein zu Hause.
    LG Astrid
    • Manuela V. 10. Mai 2018, 9:24

      Liebe Astrid,
      Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, nochmal Snoopys Geschichte zu lesen.
      Er war wirklich ein besonderer Kater und hart im Nehmen.
      Aber auch die Stärksten erwischt es irgendwann.
      Wir vermissen ihn sehr.
      LG Manuela
  • Martin Schönheit 3. Januar 2017, 18:45

    da hat sich der Kampf auf jeden Fall gelohnt, er sieht super aus

    Gruß Martin
  • katzenstube 27. März 2015, 19:18

    Ach ... diese Geschichte ist auch an mir vorbei gegangen. Wie schön dass sie ein Happy End hat.
    Erlebe ich im Tierschutz leider zu selten ...! Aber gerade
    diese Lebensgeschichten lassen einen lächeln .. vor allem der Fakt, dass Menschen nicht weg sehen sondern sich kümmern und das aus vollsten Herzen!

    Ich sage Danke dafür ... jeder einzelne mit dem Herzen am rechten Fleck macht mir unheimlich große Freude!!!

    Jessi aus der katzenstube
  • mathias.b 2. Januar 2015, 13:52

    bin jetzt durch zufall auf diese lange und traurige geschichte gestoßen , die dann gott sei dank ein glückliches ende hat...
    die wunde von snoopy sah ja schlimm aus, schön das es jetzt verheilt ist....und schön das du dich kümmerst...............

    snoopy, das freut mich das du jetzt ein dauerhaftes zuhause bei so lieben menschen hast.....schön artig sein hörste.....
    lg
  • Astrid Wiezorek 29. Dezember 2014, 18:36

    Ja, er hat das mehr als verdient. Der Arme. Was manche Tiere so alles durchmachen müssen. Und wenn es dann ein gutes Ende nimmt, ist das doch toll. Jetzt, wo es draußen so stürmt und schneit, sind meine Gedanken wieder bei den vielen Streunern, die kein warmes Zuhause haben und vielleicht noch krank und verletzt sind. Snoopy hat großes Glück gehabt. Knuddel ihn mal von mir.
    LG Astrid
  • Ingrid Sihler 29. Dezember 2014, 13:11

    @Manuela
    das hat er tatsächlich verdient, dieses tapfere Katerchen,
    wie schön, dass er es jetzt genießen kann, im Warmen
    zu sein, das freut mich so für das süße Katerchen, dass
    er endlich die Geborgenheit gefunden hat in einem so
    liebevollen Zuhause bei Euch

    glg
    Ingrid
  • Manuela V. 29. Dezember 2014, 12:19

    @Astrid und Ingrid

    Liebe Astrid und liebe Ingrid,

    herzlichen Dank für Eure einfühlsamen Worte zu Snoopys Geschichte. Ich dachte einfach, Snoopy hat es verdient, dass seine Tapferkeit und unendliche Geduld ein bisschen gelobt wird.
    Er genießt es offensichtlich, im Warmen zu liegen, während draußen der Schnee ums Haus bläst.

    LG Manuela
  • Ingrid Sihler 29. Dezember 2014, 10:43

    Ach Snoopy, das ist ja eine ganz bewegende Geschichte,
    die Du hinter Dir hast, so lange hast Du Dich mit dieser
    schlimmen Wunde durchgeschlagen, was für ein Glück,
    dass man Dir dann doch endlich helfen konnte, auch wenn
    es sicher sehr unangenehm für Dich war, aber jetzt siehst
    Du ja wieder prächtig aus, und wie schön für Dich, dass
    Du jetzt bei Deinen lieben Menschen bleiben kannst,
    auch wenn es sehr traurig ist, dass der süße Mickikater
    nicht mehr lebt, nütze Deine Chance, Du Süßer, ich
    drücke Dir ganz fest die Daumen, dass alles gut wird

    glg
    Ingrid
  • Astrid Wiezorek 29. Dezember 2014, 0:18

    Hallo Snoopy,
    das ist ja eine lange Geschichte und auch traurig zu lesen was du Armer schon alles durchgemacht hast. Und dass der kleine Mickikater gestorben ist, ist auch schrecklich. Aber ich garantiere dir, wenn du jetzt immer fein brav bist und auch Katze Misty nicht mehr ärgerst, dann hast du das große Los gezogen und endlich ein richtig schönes zu Hause bekommen. Ich drücke dir die Daumen, dass alles gut geht. Ich bin sehr zuversichtlich, denn die Streunerle Kater werden meist die liebsten Tiere.
    Sag deinem Personal dass sie ganz liebe Menschen sind, weil sie sich so lieb und aufopferungsvoll um dich kümmern. Und weil sie nicht die Geduld verloren haben und auf dich bauen.
    LG Astrid

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