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Herbert2


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Kalahari 61

Ein Gaukler hat eine Länge von 56 bis 65 cm, eine Flügelspannweite zwischen 160 und 180 cm und wiegt etwa 2 bis 3 kg. Man kann ihn leicht an seinem schwarz-glänzenden, schuppenartigen Gefieder auf dem Kopf, Hals und der Brust erkennen. Die Flügel sind schwarz, haben aber eine gräuliche Oberseite, und weiße Federn auf der Unterseite. Am Hinterkopf befindet sich ein dicker Schopf, während auf dem Rücken ein rötlich-brauner Bereich sichtbar ist. Der Rest des Körpers ist normalerweise schwarz, es kommen aber vereinzelt auch beigefarbene Exemplare vor. Der Schnabel ist orange und wird zum Ende hin schwarz; der dünne Hautrand um die Augen und die Haut von den Augen zu den Nasenlöchern sowie die Füße und Beine sind nackt und rot gefärbt. Man kann das Weibchen an ihrem größeren Körperbau und dem grauen Bereich an den unteren Schwingfedern erkennen. Im Flug hat der Gaukler ein fast halbmondformiges Flugbild, das an einen gespannten Bogen erinnert. Auffällig sind auch die sehr kurzen, rotbraunen Schwanzfedern.

Gaukler gehören zu den wenigen Adlern, die fast den ganzen Tag segelnd am Himmel verbringen. Sie schlagen nur selten mit den Flügeln und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h, wobei sie an einem Tag bis zu 500 km zurücklegen. Während des Fluges schlagen sie oft Saltos, lassen sich seitlich fallen, oder klatschen laut ihre Flügel zusammen.

Gaukler sind sehr gesellig, so dass manchmal Gruppen von vier Dutzend Tieren zusammen kommen. Gaukler fressen Kleinsäuger (u. a. Buschbabys, Hasen, Mäuse, Ratten und Dikdiks), Vögel (Perlhühner, Nashornvögel) sowie Reptilien (Puffottern, Warane). Früher wurde der Gaukler für einen überwiegenden Aasfresser gehalten, was allerdings hauptsächlich für die Jungvögel gilt.

Er lässt sich aus großer Höhe wie ein Stein hinabfallen und durchbohrt seine Beute mit seinen kräftigen und scharfen Krallen. Ist ein Beutetier sehr langsam oder unbeweglich, schwebt er langsam heran und spart sich den kraftraubenden Sturzflug. Manchmal fängt er auch Vögel im Flug oder jagt anderen Adlern ihre Beute ab. Das Verbreitungsgebiet der Gaukler reicht in Afrika vom Westen in Senegal bis nach Somalia im Osten und südlich bis in die nördlichen Teile Südafrikas. Er lebt damit überall südlich der Sahara mit Ausnahme des Kongobeckens und Südwestarabiens. Die Siedler aus Europa, die während der Kolonialzeit nach Afrika wanderten, haben dem Gaukler schwer nachgestellt, indem er geschossen oder vergiftet wurde. Ihm wurde vor allem Viehdiebstahl vorgeworfen. Er kommt an manchen Stellen recht häufig vor, allerdings gehen vor allem im Süden Afrikas die Bestände zurück. Durch seine auffälligen Flugmanöver erscheint er zahlreicher zu sein als er tatsächlich ist. Er lebt vor allem in Savannen, an Waldrändern, an Küsten und sogar in Gebirgshöhen von über 4000 Metern.

Kommentare 4

  • Herbert2 2. August 2009, 23:41

    In freier Natur muss man es nehmen wie es kommt, im Adlerhorst hat man es da leichter da werden garantiert immer die besseren Bilder gemacht. Hier muss man sehen das man was bekommt bevor er wegfliegt. Für die ungünstige Lichtsituation hat der Vogel kein Verständnis.
    Grüsse Herbert
  • Herbert Henderkes 2. August 2009, 20:47

    Sehr schön, auch wenn durch die etwas schwierige Lichtsitutation (dunkler Adler gegen hellen Himmel) nicht so viele Deteils zu erkennen sind.
    LG, Herbert
  • Anja Hass 2. August 2009, 7:22

    Interessanter Text und wiedermal ein toller Vogel!
    LG Anja
  • HP. 1. August 2009, 18:06

    Gefällt mir.
    Tolle Serie.
    lg Herbert