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Jupiter mit dem "Großen Roten Fleck"

Jupiter mit dem "Großen Roten Fleck"

2.911 29

Helmut - Winkel


Premium (Basic), Freudenberg

Jupiter mit dem "Großen Roten Fleck"

Aufnahmedaten : von Jupiter

Aufnahmedatum : 8.5.1984
Aufnahmeort : Freudenberg in Südwestfalen
Instrument : 8 Zoll SC-Teleskop
Blende : 150
Öffnung : 200 mm
Brennweite : 30.000 mm mit Okularprojektion
Kamera : SLR-Kamera (Olympus OM 1)
Film : Kodachrome 64
Filter : -
Belichtungszeit : 8 Sekunden
Entwicklung : im Fremdlabor
Vergrößerung : 1 X
Bildbearbeitung : Adobe Photoshop 6.0

Jupiter, benannt nach dem römischen Gott Jupiter,
ist der fünfte und größte Planet unseres Sonnen-
systems.
Von den Babyloniern wurde er Gad genannt.

Jupiter zählt zu den Gasplaneten (Gasriesen), die nach
ihm auch als jupiterähnliche (iovianische) Planeten be-
zeichnet werden, und mit ihnen auch zu der Gruppe der
äußeren Planeten. Unter all denen ist er der innerste
und läuft in äußerer Nachbarschaft des Asteroidengür-
tels auf einer annähernd kreisförmigen Umlaufbahn
mit einer Exzentrizität von 0,0489 um die Sonne.
Sein sonnennächster Punkt, das Perihel, liegt bei
4,95 AE und sein sonnenfernster Punkt, das Aphel,
bei 5,459 AE. Seine Umlaufbahn ist mit 1,305° leicht
gegen die Ekliptik geneigt. Für einen Umlauf um die
Sonne benötigt Jupiter 11 Jahre, 315 Tage und 3 Stunden.

Jupiter ist nachts von der Erde aus mit bloßem Auge zu
erkennen. An seiner maximalen Helligkeit gemessen ist
Jupiter nach Sonne, Mond und Venus das vierthellste Ob-
jekt am Himmel, das bei günstiger Planetenkonstellation
sogar heller leuchten kann als die Venus. Daher war er be-
reits in der Antike bekannt. Eine der ersten Personen, die
Jupiter mit einem Fernrohr beobachteten, war 1610 Galileo
Galilei. Dabei entdeckte er die vier größten Jupitermonde
Ganymed, Kallisto, Io und Europa. Diese vier Monde werden
auch heute noch als Galilei’sche Monde bezeichnet. Galilei
sah als erster, dass sich andere Himmelskörper nicht nur
um die Erde bewegten. Es war unter anderem diese Ent-
deckung, die zu seiner Unterstützung des heliozentrischen
Weltbildes führte und ihn in Konflikte mit der Inquisition brachte.

Jupiter ist der massenreichste Planet in unserem Sonnen-
system. Er besitzt 2,5 Mal soviel Masse wie alle sieben an-
deren Planeten zusammen. Seine Masse reicht sogar aus,
die Sonne ins Schlingern zu bringen:
Der gemeinsame Schwerpunkt von Jupiter und Sonne liegt
etwa 1,068 Sonnenradien außerhalb des Sonnenzentrums
(und damit außerhalb der Sonnenoberfläche).
Jupiter ist aber nicht nur der schwerste, sondern mit einem
Durchmesser von etwa 143.000 km auch der größte Planet
unseres Sonnensystems.
Er hat mit 1,326 g/cm³ wie alle Gasriesen eine geringe
mittlere Dichte. Interessanterweise besitzt Jupiter fast
die Maximalausdehnung eines „kalten“, aus Wasser-
stoff bestehenden Körpers. „Kalt“ meint in diesem Zu-
sammenhang einen Himmelskörper, der nicht wie ein
Stern Wasserstoff zu Helium verbrennt.
Körper aus Wasserstoff mit mehr Masse als Jupiter be-
sitzen auf Grund ihrer erhöhten Gravitation ein
kleineres Volumen.
Solche Objekte nennt man ab etwa 13 Jupitermassen Brau-
ne Zwerge. Die Übergänge zwischen Sternen, Braunen Zwer-
gen und Planeten sind fließend. Für einen Stern hätte Jupiter
aber etwa 70 Mal schwerer sein müssen.
Trotz seiner enormen Größe ist Jupiter in unserem Son-
nensystem der Planet, der sich am schnellsten dreht. Er
vollendet eine Rotationsperiode in weniger als 10 Stunden,
was auf Grund der Fliehkräfte eine Abflachung des Jupiters
an den Polen und die Entstehung eines „Bauches“ am Äqua-
tor zur Folge hat.
Die Abflachung kann leicht mit einem Amateurteleskop
beobachtet werden. Jupiter rotiert auch nicht wie ein star-
rer Körper. Die Äquatorregionen benötigen für eine Rota-
tion 9 h 50 min 30 s und die Polregionen 9 h 55 min 41 s.
Die Äquatorregionen werden als System I und die Polregi-
onen als System II bezeichnet. Seine Rotationsachse ist
dabei nur sehr gering um 3,13° gegen seine Umlaufbahn
um die Sonne geneigt. Jupiter hat somit im Gegensatz zu
anderen Planeten keine ausgeprägten Jahreszeiten.

Jupiter hat eine wichtige Funktion in unserem Sonnen-
system. Da er schwerer als alle anderen Planeten zu-
sammen ist, ist er eine wichtige Komponente des Mas-
sengleichgewichtes des Sonnensystems. Er stabilisiert
durch sein Gewicht den Asteroidengürtel.
Ohne Jupiter würde statistisch gesehen alle 100.000 Jah-
re ein Asteroid aus dem Asteroidengürtel die Erde treffen
und Leben dadurch vermutlich unmöglich machen.
Die Existenz eines jupiterähnlichen Planeten in einem
Sonnensystem könnte darum Voraussetzung für Leben
auf einem dem Stern näheren Planeten sein.

Kommentare 29

  • Trautel R. 19. Februar 2010, 7:46

    beeindruckend diese darstellung von dem jupiter.
    lg trautel
  • Kurantara 1. August 2009, 10:05

    Habe oft den Jupiter beobachtet. Ein prächtiger
    Bursche mit 140000 km Durchmesser.
  • Dirk Leismann 30. April 2009, 15:38

    Eine starke Aufnahme -ich bin beeindruckt davon, dass man an diese Planeten so gut "rankommt". Aber bei einer Brennweite von 30000mm kann ich mir das dann doch vorstellen.

    Gruß,
    Dirk
  • Helmut - Winkel 23. März 2009, 9:39

    @Eddie,
    Ich danke Dir für Deinen Kommentar
    und Deine Frage. Die Dominanz der
    Farbempfindlichkeit des Films
    (Kodachome 64 vermehrt blau)
    bestimmt auch die Farbwieder-
    gabe unter anderem mit.
    LG Helmut
  • Nadcia 6. April 2007, 9:07

    das sieht toll aus!
    lg nadcia
  • Dekadenz in Tüten 29. März 2007, 12:10

    Vielen Dank auch wieder für deinen ausführlichen Kommentar. Hier kann man immer wieder etwas dazu lernen.
    Toll!
  • Helmut - Winkel 19. März 2007, 0:30

    Meinen herzlichsten Dank an alle, die mein Foto mit Anmerkungen bedacht haben.
    LG Helmut
  • Power - Mario 18. März 2007, 22:56


    Hallo Helmut,

    ich bin auch von dieser Aufnahme wieder begeistert.
    Sehr interessant finde ich deine Erläuterungen zum
    Jupiter. Unglaublich die Masse und Größenverhältnisse
    zu den weiteren Planeten und anderen Sternen. Die
    Beschreibungen sind besser wie aus dem Lehrbuch.
    Leider kann ich keine tolle Anmerkungen zu den
    Sonnensystembildern schreiben - außer wie toll ich sie
    finde- da ich zu wenig Ahnung von der Materie habe :-(

    Eine gute Nacht und Grüße aus Lahr - Mario
  • Hubert Schmid 18. März 2007, 15:52

    Ich verstehe nichts von der Materie ,aber daß es traumhafte Fotos sind soviel weis ich schon LG Hubert
  • Gertie 17. März 2007, 20:09

    Der Jupiter....er soll Glück bringen. ...nicht wahr. Ich habe ihn in den Fischen. Du hast ihn wunderbar festgehalten. LG Gertrud ( noch aus der Kur auf WE-Urlaub)
  • Uwe Sievers 15. März 2007, 21:39

    Einfach nur ne saustarke Aufnahme und die Info zum Bild... hat was. Gefällt mir.
    Gruß Uwe
  • Me L 15. März 2007, 2:07

    schön! wenn ich mir dagegen meinen "hellen fleck" des abendsterns derzeit ansehe - schluchz!
    nö, so hab ich jupi noch nie gesehn! und gelesen =) LG
  • Guido Beutler 14. März 2007, 22:31

    Hallo Helmut,

    ich sehe von Dir gibt es noch mehr schoene Aufnahmen. Mein Abend scheint gerettet, ich werde bei Dir weiter stoebern :)

    vG, Guido
  • Michael Leipold 14. März 2007, 22:28

    Ich finde den Jupiter schon immer faszinierend.
    In den letzten Jahren ist er ja immer wieder in das Licht der Öffendlichkeit geraden. Und mit seiner Staubsaugerfunktion ist er ein sehr wichtiger Bestanteil in unserem Sonnesystem.
    Schöne Aufnahme.
    LG Michael
  • RoBo 14. März 2007, 21:27

    Eine fantastische Aufnahme, sogar die Monde sind zu sehen. Danke für die ausführliche Info. Gruß Roland