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1.020 17

Junx

Mein Papa (rechts) mit großem und kleinem Bruder + Kindermädchen :-)


1940

Kommentare 17

  • die Maike 6. Dezember 2008, 23:28

    Das kann man auch nicht verstehen. Wird man nie verstehen können.

    Gute Nacht und lg,
    Maike
  • Willi H 411 6. Dezember 2008, 23:26

    In der Straße, in der ich lebe, war damals ein jüdisches Geschäft neben dem anderen. Die ganzen Leute hier haben dort eingekauft. Auch die Eltern meiner Mutter. Nur als sie hinterher Angst haben mußten, denunziert zu werden, sind sie nicht mehr dorthin gegangen. Und kurz danach war ja alles zerstört.

    Es ist schon merkwürdig. Wenn man sich anschaut, was "Mensch" z.B. in der Kunst für Schönheiten zu vollbringen vermag und schaut sich dann an, wieviel Grauenhaftes auch von "Mensch" ausgeht, dann kann ich das nicht verstehen.

    Na ja, ich werde jetzt mal in die Heia gehen.

    VG Willi
  • die Maike 6. Dezember 2008, 22:35

    Das ist heftig, Willi. Mit diesem Bewusstsein, was auf dem gleichen Boden passiert ist, zu wohnen. Natürlich kann das Haus nichts dafür, aber irgendwie kommt mir in den Sinn: Sehr, sehr gut, dass man sich an die damals dort wohnende jüdische Familie erinnert und die Kenntnis, was geschehen ist, weiterträgt. An jeden, der dieses Haus mal bewohnen wird. Von Generation zu Generation. Das Erinnern, Bewusstsein und Weitergeben ist das Mindeste, was wir als Nach-Generation noch tun können für die furchtbaren Schicksale. Gerade in so einem konkreten Fall, wo das Haus mit seiner Geschichte noch steht. Also ein wirklicher Stolperstein, nicht nur ein Messing(?)stein im Pflaster, wo die Menschen für gewöhnlich achtlos drüberher laufen.

    (Ich habe in der Nachbarschaft auch 4 Steine. Beim nächsten Adoxianer Projektlauf "1000 Schritte" werde ich vorher 30 mal um den Dorfbrunnen laufen, um beim tausendsten Schritt genau dort zu landen.)
  • Willi H 411 6. Dezember 2008, 22:19

    Was in unserem Haus geschehen ist, weiß ich leider. Zumindest während des "Tausendjährigen Reiches".

    Das Haus, in dem wir leben, hat damals einer jüdischen Familie gehört. Unten war ein Geschäft von ihnen. In dieser "berühmten" Nacht, sind hier wohl die Stiefel der Nazis durchs Treppenhaus gepoltert; haben Menschen vor Angst wahrscheinlich geschrien; sind wie Vieh zusammengetrieben worden. Ihr Hab und Gut ist zertrümmert worden. Und sie selber sind in ein KZ geschafft worden.

    Es sind keine schönen Gefühle und Gedanken, wenn man sich vorstellt, was in DEN Wänden geschehen ist, in denen man selber nun lebt; wenn man sich vorstellt, wozu Menschen fähig sind. Es ist gut, daß Mauern keine Geschichten erzählen können. Sonst könnte man wohl in diesen Räumen nicht mehr ruhig schlafen.

    Überall auf den Straßen sieht man diese "Stolpersteine", die an die Greueltaten der Nazis erinnern sollen. Man könnte sagen, wir LEBEN in einem solchen "Stolperstein".

    VG Willi
  • die Maike 6. Dezember 2008, 22:01

    da bin ich ähnlich melancholisch angehaucht und mache mir Gedanken. Auch, als ich in eine Traum-Altbauwohnung in einem Gründerzeithaus gezogen war, Hamburg. Wer ist alles schon auf eben diesen knarrenden Dielen gelaufen? Wer hat damals das Bohnerwachs auf die Treppen gebracht, was für Familiengeschichten liefen in meiner (damaligen) Wohnung auf genau den gleichen Quadratmetern ab? Vor, beim und nach dem Krieg? Was ist aus Ihnen geworden?

    Ich habe nie nachgeforscht, aber diese Phantasie und "Gedenken" an Vormieter, die vor einem Jahrhundert da gelebt haben, fand ich spannend und herzerwärmend.
  • Willi H 411 6. Dezember 2008, 10:35

    @Maike:
    Ich muß bei solchen Bildern immer wehmütig an die letzten Szenen aus "Peter Pan" denken. Als Peter nach Jahren endlich wieder zurückkommt, immer noch der Junge von einst, und Wendy und die anderen mittlerweile Erwachsene geworden sind.

    Genauso ergeht es mir bei dem Buch "Der große Photo Helfer" von Porst von 1954. Wenn ich dort Bilder von Kindern sehe, kommen mir oft Fragen, wie "Was hat das Leben diesen Kindern beschert?" Leben sie noch? Wenn ja, müßten sie mittlerweile so 60 bis 70 sein. Hat das Glück das Leid überwogen oder etwa umgekehrt?

    Na ja, aber vielleicht werde ich nun doch etwas zu "sentimental".

    Ich wünsche dir noch einen schönen 2. Advent.

    VG Willi
  • die Maike 5. Dezember 2008, 23:30

    @ Willi, der ältere Bruder (links) ist vor einigen Jahren leider schon verstorben, mein Papa erfreut sich bester Gesundheit, ebenso wie der kleine Bruder (im Wagen), der jetzt Heilig Abend 70 wird :-)
    Nein, leider wissen wir über das Kindermädchen nichts...
  • Willi H 411 5. Dezember 2008, 18:57

    Ist aber für 1940 schon ein recht moderner Kinderwagen. Irgendwie machen mich solche "Zeitreisen" aber auch ein wenig wehmütig. Weißt du vielleicht, was aus ALLEN so geworden ist (inkl. Kindermädchen)?

    VG Willi

    PS:
    Hinterhof-Romantik (3)
    Hinterhof-Romantik (3)
    Wilhelm H 259
  • Armand Wagner 2. Dezember 2008, 15:20

    wow, - Kindermädchen !

    mit einer solch tollen Kiste wurde ich auch
    transportiert :-)))

    lg Armand
  • Rike Bach 2. Dezember 2008, 13:39

    ich glaub' man findet ein wenig von dir in seinem Gesicht wieder :))
  • Dieter Schmöller 1. Dezember 2008, 23:04

    So einen Kinderwagen kenn ich auch noch ;-)
    die gab es noch in den 50zigern.
    Schönes Foto.
    lg dieter
  • I R M A 1. Dezember 2008, 21:59

    schönes erlebnis für groß und klein, man wird fotografiert, herrlich:-)

  • Juergen Modis 1. Dezember 2008, 21:19

    buben-einheitsdress
  • die Maike 1. Dezember 2008, 21:03

    Bettina, das ist mir gerade erst aufgefallen :o)
    Schicke Kragen...
  • Johannes Gstöttenmayer 1. Dezember 2008, 20:58

    :-)
    Fein deine Familienfotos!
    Gute Qualität!
    :-o