Inside the Temple

Gleich nach dem Frühstück ging es von Jodpur in die 310KM entfernte Wüstenstadt Jaisalmer, die im Herzen der Thar-Wüste liegt… eine Stadt voller Farbe und reicher Tradition. Einst ein wichtiges Zentrum auf der Handelsroute zwischen Indien und dem Westen.

Nach meiner Ankunft und Check-in konnte ich es nicht erwarten mir die Beine zu vertreten und auf jeden Fall erst einmal etwas essen zu gehen. Was ist da schöner, als eine der vielen Garküchen aufzusuchen. Allein beim Anblick der Zubereitung läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Genau das richtige um den Abend ausklingen zu lassen.

Für den nächsten Tag hatte ich ein recht gefülltes Programm geplant und so galt, gleich nach dem Frühstück, gut gestärkt, mein erster Besuch dem Chandraprabhu Jain Tempel. Er befindet sich im Jaisalmer Fort, wurde im Jahr 1509 n. Christus erbaut, als einer von sieben Tempeln, der dem 8. Jain Tirthankara Chandraprabhu gewidmet ist. Die Rajput-Architektur dieses Tempels ist in seinen kunstvoll geschnitzten Mandapa und Säulen zu sehen. Die Kuppel im Inneren dieses Tempels ist fein mit zarten Skulpturen aufwendig gearbeitet. Seitlich an den Wänden führen zwei Aufgänge mit in Mamor gehauenen Stufen, hinauf zur oberen Ebene dieses Tempels, die mir nochmals die Möglichkeit boten, diese unglaublich kunstvollen Arbeiten aus nächster Nähe zu bewundern.

Mit meinem Gang, natürlich ohne Schuhwerk, durch das innere des Tempels, verlor sich dann schnell meine Orientierung. Zu schön waren all diese Handwerksarbeiten zu bestaunen, und ich überlegte wo ich noch nicht war, wo ich herlaufen sollte. Es bestand ja keine Eile, so genoss ich weiter den Anblick dieser Kostbarkeiten und gelange schließlich zu einem kleinen Schrein, wo eine Art Tempelwächter auf der speckig glänzenden Bank hockte und mich weisend bat, doch einmal auf das handeschnitzte Abbild von Chandraprabhu zu blicken. Es besteht aus reinem Marmor, und wo der Blick einen auch hinzieht, in die Säulen des Tempels sind weitere unzählige Skulpturen von Apsaras (Nymphen) eingearbeitet. Ein Knien und kurzes Innehalten überkam mich und ich legte noch einige Rupees in die kleine Schale die vor mir auf dem Steinboden platziert stand.

Vor dem Verlassen der oberen Ebene fragte ich höflich ob ich abschließend ein Foto von ihm machen dürfe. Er signalisiert mir umgehend mit leichtem Schwenken seines Kopfes von rechts nach links und wieder zurück, sein deutliches Ja. Vielen Dank für diese freundliche Geste.

Meinen herzlichen Dank an Joachim Aniol, dem mein Bild so gefallen hat, dass sogar darüber hinaus ein Galerie Vorschlag wert war.

Abschließend möchte ich mich ganz besonders für deine Empfehlung bedanken, Joachim und natürlich bei allen Votern für Eure positive Pro Einschätzung. Schön das Ihr die Zeit dafür gefunden habt, dieses Bild auf Euch wirken zu lassen. HG Jürgen

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