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In Gedanken

Der/Die FotografIn schreibt: "Ein Versuch mit einem Handy etwas Neues zu entdecken.
Die Darstellung der Personen hat mich in der heutigen Corona Zeit zum Nachdenken gebracht."

Hinweis des Agora-Teams: Das Foto soll diskutiert werden, nicht die Corona-Situation. Bitte beachtet das.
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Kommentare 29

Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 12. Dezember 2021, 10:16

    Die Diskussion hier ist nun beendet, Agora wird unter dem folgenden Bild fortgesetzt:
    Weggesperrt?
    Weggesperrt?
    Agora Bilddiskussion intensiv
  • Agora Bilddiskussion intensiv 12. Dezember 2021, 10:16

    Volker Blem schreibt: “Warum ich diese Aufnahmen mit meinem Handy gemacht habe (Belgien-Wallonie), der Grund ist eigentlich Banal, 
    Zum ersten, der Mann mit dem Hut hat keine Zähne, habe ihn sprechen und Trinken gesehen, obwohl es Draußen sehr kalt zu dem Zeitpunkt war, trug er einen Sommerhut und saß weiterhin einsam auf seinen Hocker am Tresen. Ich muss zugeben ich hatte Mitleid mit der Person.
    Die Dame im Licht, hat keinen Begleiter bei sich, richtig sie schaute zum Fernseher, wo Fußball gespielt wurde, ob sie das Interessierte weiß ich nicht, Dafür spielte sie zu oft mit ihren Fingern. Aber der Ausdruck ihres Gesichtes ist für mich Einsamkeit, Einsamkeit ist das schlimmste was einen Menschen oder ein Tier widerfahren kann, hier spreche ich aus meinen eigenen Erfahrungen. 
    Mein Gedanke und die Aussprache der Mitglieder dieses Foto Forum (Agora) sprechen eine Wahrheit für Sich. Auch jeder hat seine eigene Vorstellung von dem Foto und die Fantasie ist hervorragend und ehrlich dargestellt worden. Hiermit bedanke ich mich nochmals bei alles Fotofreunden für ihre Redaktionen.”
  • Agora Bilddiskussion intensiv 11. Dezember 2021, 20:58

    Der Abschlusskommentar des Fotografen wird am Ende von Agora am Sonntag morgen veröffentlicht.
  • Volker Blem 11. Dezember 2021, 20:45

    Warum ich diese Aufnahmen mit meinem Handy gemacht habe (Belgien-Wallonie), der Grund ist eigentlich Banal, Im Mittelpunkt wollte ich den Herrn mit Hut, das Foto habe ich absichtlich geschnitten, so dass die Dame nur zur Hälfte auf dem Foto zu sehen ist.
    Zum ersten, der Mann mit dem Hut hat keine Zähne, habe ihn sprechen und Trinken gesehen, obwohl es Draußen sehr kalt zu dem Zeitpunkt war, trug er einen Sommerhut und saß weiterhin einsam auf seinen Hocker am Tresen. Ich muss zugeben ich hatte Mitleid mit der Person.
    Die Dame im Licht, hat keinen Begleiter bei sich, richtig sie schaute zum Fernseher, wo Fußball gespielt wurde, ob sie das Interessierte weiß ich nicht, Dafür spielte sie zu oft mit ihren Fingern. Aber der Ausdruck ihres Gesichtes ist für mich Einsamkeit, Einsamkeit ist das schlimmste was einen Menschen oder ein Tier widerfahren kann, hier spreche ich aus meinen eigenen Erfahrungen, da ich selbst Tiere gezüchtet habe.
    Mein Gedanke und die Aussprache der Mitglieder dieses Foto Forum (Agora) sprechen eine Wahrheit für Sich. Auch jeder hat seine eigene Vorstellung von dem Foto und die Fantasie ist hervorragend und ehrlich dargestellt worden. Hiermit bedanke ich mich nochmals bei alles Fotofreunden für ihre Redaktionen.
  • Bernadette O. 11. Dezember 2021, 19:54

    Zwei Menschen in einem Lokal. Sie gehören kaum zusammen. Der Blick durchs Handy eines dritten Gastes hat sie zufällig zusammen in ein Bild gebracht.

    Es ist still im Raum, dessen Farben eigentlich versuchen, zum Fröhlichsein einzuladen. Das Servierpersonal ist nicht zu sehen, es ist wohl beschäftigt. Die Frau schaut ins Leere, oder sie betrachtet einen laufenden Monitor an der Wand. Ob es ein Gegenüber gibt, das kurz hinausgegangen ist? Das bleibt uns verborgen ...
    Der Mann könnte ein Stammgast sein, der vielleicht täglich seinen Kaffee hier trinkt. Sein Platz an der Theke ist ein Platz, der oft Gespräche zum Servicepersonal ermöglicht. Im Moment aber ist er allein und wartet schweigend.

    Schweigen ist sehr präsent im Bild. Auf die Corona-Situation weist es mich aber nicht hin. Das kann jederzeit so stattfinden. Interessant finde ich die Sprache der Hände. Die einen gefaltet, aber eher nicht ruhend. Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich vom Handgelenk aus ab und zu ungeduldig auf und ab bewegen. Die andern zu einer hohlen Kugel geformt, auch sie ab und zu in Bewegung: auf und zu. Aus den Händen kommt mir mehr Unruhe entgegen als aus den Gesichtern ...

    Ich staune, wie viel mir dieses unscheinbare, qualitativ nicht herausragende Bild zu erzählen hat. Seltsam auch, dass mich der ziemlich heftige Schnitt rechts nur im ersten Moment befremdet hat. Natürlich, ein minimer Schwenker nach rechts würde dem Bild gut tun. Aber die Leere links passt zu den Blickrichtungen und zum Schweigen der beiden.

    Je länger ich das Bild betrachte, umso mehr beginnt es mir ans Herz zu wachsen. Ich höre es aus der Küche klappern ...
  • Clara Hase 11. Dezember 2021, 14:19

    Wird auch Zeit, jetzt habe ich Hunger. Der touristische Ausflug war genug.
    Belgien hat ja schön Mauern. Aber der Selbstbedienungsservice ist kaum Service.
    Eine Bar ist halt kein Restaurant. Da bete ich doch, dass das Essen schmeckt, was mein Begleiter gerade holt. Ich bin etwas ungeduldig.
    Pedro der täglich zu seinem Kaffee hereinkommt, bot ein Bild an - aber nun denkt er darüber nach, warum die Leute ein so sperriges Format nicht kauften. Oder er hat es sich gekauft. Sieht so nach Einwickelpaper aus das Lila Ding. Zwei Hüte hat er auf - sogar einen roten. Auffällig genug war er damit. Er ist ein bisschen müde. Immer diese Touristen in der Stadt- quellen aus den Bussen hervor. Wieder hat er nichts in den Händen. Verständigen kann er sich nicht mit ihnen.
  • Gerd Scheel 9. Dezember 2021, 18:44

    Da ich doch immer wieder zurück komme.
    wenn was geschrieben wird, schaue ich auch jedes mal wieder das Bild.
    Interessant, dass das Besteck einer anderen Person zugeordnet wurde.
    Für mich nur vorher eingedeckt, weil vielleicht Essenszeit ist.
    Und den Flaschen nach zu urteilen,
    würde ich auf Spanien tippen.
    Oder ist es eher England,
    nach dem Bierdeckelkasten?
    ..lese gerade noch, dass 
    Wittebuxe schon Belgien erwähnte.
  • jundi 9. Dezember 2021, 17:23

    Ein so angeschnittenes Gesicht geht m.M.n. gar nicht.Außerdem scheint das Foto nach rechts zu kippen. Was hier "zwischenmenschlich " angeführt wird, halte ich für überinterpretiert.
    VG jundi
  • framebyframe 9. Dezember 2021, 12:05

    Der Rest ist Schweigen... Aber, ob da vorher viel zu sagen war, kann man bezweifeln. In einer Bar oder Restaurant sind zwei Personen, Mann mit hellem Hut und eine Frau hingesetzt, er an einer Bar auf einem Hocker, sie an einem Tisch, dieser mit Besteck versehen. An einem Ort, den man gemeinhin mit Kommunikation und Gespräch verbindet, sehen wir zwei Personen, die sich ganz offensichtlich nichts, garnichts zu sagen haben. Ob da jemals was gesprochen wurde, lässt sich womöglich hineininterpretieren. Wenn man den Gesichtsausdruck des Mannes mit Hut aber genauer betrachtet ist hier Schweigen oder Nachdenken noch verwegen zu unterstellen. Eher abgestumpft sitzt er bei der Tasse Kaffee.
    Die Frau am Tisch scheint eher nachzudenken. Ob ein Zusammenhang zu dem Hutträger herzustellen ist, eher nicht. Sie hat entweder bestellt oder 'denkt' tastsächlich an etwas, das auf dem Teller daherkommen könnte. Der Gesichtsausdruck verrät leider nicht, dass dies auch schmecken könnte. Ist die Örtlichkeit eine Bar in einem Altersheim....? Eher nicht; da gibts jede Menge Hochgeistiges. Eher hat man es mit zwei Menschen zu tun, deren Abgestumpftheit sich hier widerspiegelt. Isolation, aber auch manifestes Desinteresse. Die Gedanken der Hauptdarsteller laufen gewiß auf Sparflamme. Eine gute Beobachtung. Der Schnitt passt so und es stört nicht, dass die Frau abgeschnitten ist. Wir falten die Hände und harren der Dinge, die noch kommen mögen.
  • Mario Fox 8. Dezember 2021, 14:05

    Die beiden haben sich nichts mehr zu sagen- falls sie es je hatten. Sie erstarrt in ihrem Beleidigtsein, er in seiner Resignation.
    das Foto hat für mich allerdings so gravierende technische Mängel, dass es mich nicht wirklich berühren kann. Der Schnitt wirkt eher zufällig, die Hauptperson bleibt fehlerhaft unscharf und verrauscht.
    Das Foto hätte mich erreicht, wenn er allein und scharf genug auf dem Bild wäre- dann hätte es auch eine klare Aussage, die an Edvard Hopper erinnern könnte- die Einsamkeit in der Großstadt, die Unfähigkeit zur Kommunikation oder auch die Einsamkeit des Alters- so bleiben diese Themen lediglich in meinem Kopf angestoßen als überzeugend fotografisch umgesetzt.
  • Rogam 7. Dezember 2021, 22:41

    Mein erster Gedanke war Streit. Die Frau hat sich abrupt abgewendet und der Mann an der Theke dreht sich langsam wieder seiner Kaffeetasse zu. Ich deute das Gesicht und die Körperhaltung der Frau und dem Mann im ersten Moment in diese Richtung.
    Bei längerer Betrachtung werden die Personen 'einsamer' und haben nichts miteinander zu tun. Die Hände der Frau haben eine wartende Haltung und vielleicht schaut Sie auf eine Anzeige oder Bildschirm. Der Mann an der Bar hängt einfach Seinen Gedanken nach, was auch immer.
    Eine festgehaltene Situation, vielleicht nur ein Sekunden-Bruchteil, die so wirkt. Etwas früher oder später, ein Lächeln, Der Service, etwas zum Essen und alles wird wieder komplett anders.
  • fotobücher 7. Dezember 2021, 17:42

    ich sehe einen Teil eines Raums in der Gastronomie. Im Hintergrund sind rechts Kühlschränke mit verschiedenen Getränken und links Gläser im Regal zu sehen. Im Mittelgrund eine Bar und im Vordergrund Tische. Aufgrund der Beschriftung an den Biedeckelhaltern könnte es Frankreich sein, aber tatsächlich könnte dieser Raum überall sein. Dieses Bild erzählt eine Geschichte, ich weiß nur nicht, welche. Wäre der Titel "Szenen einer Ehe", könnte man sich etwas ausdenken was dazu passt, genauso wie zu "In Gedanken" - aber das wäre dann keine Bildbetrachtung mehr, sondern freies Interpretieren und Assoziieren.
    Die Personen im Bild haben für mich keinen Kontakt zueinander. Die Frau (die mir unglücklich angeschnitten erscheint) gibt mir den Eindruck als schaue sie etwas konkretes, ausserhalb des Bildes an, vielleicht einen Monitor mit der täglichen Soap Opera oder das Tagesmenü. Der Mann erscheint mir etwas eingesunken und möglicherweise in Gedanken. Hat er seinen Kaffee/Getränk/Suppe bereits aufgegessen und siniert er über irgendwas? Ich weiß es nicht.

    Das Bild erscheint mir nicht sonderlich geplant - eher wie ein plötzlicher Schnappschuß. Verschiedene Hinweise lassen mich das denken: Der Anschnitt der Frau, der für mich ungewöhnlich durch ihr Auge geht, die mangelnde Ausrichtung, das Bild kippt etwas nach rechts, was ich nicht negativ sehe, sondern der Situation Dynamik gibt.

    Die Farben erscheinen mir verwaschen und ich fühle mich beim Betrachten an eine brasilianische Telenovela erinnert. Ich bleibe etwas verwundert zurück, bewerten mag ich das Bild nicht. Es ist.

    Den Bezug zu Corona müsste ich mir stricken, eigentlich gibt es für mich keinen Hinweis im Bild darauf - keine Masken zu sehen, weder auf dem Tisch, noch an den Armen oder in den Gesichtern. Für mich hat es eine gewisse Zeitlosigkeit, es könnte auch aus den 1990er Jahren sein.

    Tatsächlich, das Alter der beiden Personen betrachtend, könnte es für mich die Einsamkeit in einem bestimmten Lebensabschnitt darstellen.
  • Licht und Linien 6. Dezember 2021, 21:08

    Ohne es kritisieren oder dem widersprechen zu wollen, bin ich fasziniert, dass meine Vorredner sich so stark auf die Menschen fokussieren. Für mich persönlich drängen sich die Menschen nicht übermäßig in den Vordergrund. Für mich ist es fast, als wäre das Interieur fotografiert worden und die Menschen wären das Mobiliar - sitzen da, wie sie immer sitzen, ist es nicht der eine, ist es ein anderer.
    Mein Blick geht wie an der Leine gespannt über die prominent platzierten Salz- und Pfefferstreuer hin zum optischen Highlight, der magisch erleuchteten Kaffeetasse und endet im spacigen Kühlschrank. Das ist schon fast eine Klimax von irdisch-normal (Salz-/Pfefferstreuer) über magisch (Kaffeetasse) hin zu futuristisch/überirdisch (Kühlschrank). Und der Mensch, wie gesagt, eine Randnotiz. Oder um es provokant zu sagen: Was interessiert mich auch der Opa, wenn da hinten so ein geiler Kühlschrank steht?!
    • tanu676 7. Dezember 2021, 15:34

      ein Mensch macht nicht nur das Bild Kaputt sondern noch viel mehr . ;-) aber Bernd und Hilla Becher haben nicht unrecht aber es kommt natürlich sehr auf die Art der Aufnahme an
    • Matthias von Schramm 7. Dezember 2021, 16:16

      Zu der Diskussion fällt mir ein, was mir der Hamburger Kiezfotograf Rüdiger Beckmann mal sagte: Fotos ohne Menschen bedeuten mir irgendwie nichts. Gut, das ist bei mir nicht so. Aber da fiel mir vor kurzen ein Werbevideo vor Augen, indem Siegfried Hansen sein Street erklärte. Er sagte, die Leute sehen, dass da hinten irgendwo noch ein Mensch ist. Meine Erfahrung hier ist, dass die Leute Identifizierbares und Menschen suchen. Auf dem vergangenem Foto war ein Mensch von hinten zu sehen und diese Figur spielte auf einmal eine gewaltige Hauptrolle. @Licht und Linien   - ich gebe zu ohne die beiden Menschen, wäre es ein Bild und würde als Studie eines bestimmten Milieus taugen.
    • tanu676 7. Dezember 2021, 17:47

      Bin ganz bei dir
      Darum finde ich Bilder ohne Menschen genau so spannend wie Bilder mit Menschen ,denn eine gelungene Studie von einem bestimmten Milieu oder Situation kann genau so spannend sein wenn es gut gemacht ist man muss das Bild nur spüren was nicht immer gelingt ......das Bild oben kann ich nicht spüren tut mir leid
    • Gardin 7. Dezember 2021, 18:55

      @Licht und Linien   "Für mich persönlich drängen sich die Menschen nicht übermäßig in den Vordergrund. Für mich ist es fast, als wäre das Interieur fotografiert worden und die Menschen wären das Mobiliar - sitzen da, wie sie immer sitzen, ist es nicht der eine, ist es ein anderer." 
      Sollte das der Fall sein, wäre das Foto in meinen Augen völlig misslungen. Dazu sind die Personen nicht unauffällig genug platziert. Das Format des Fotos wäre falsch gewählt. Man kann über die Menschen auf dem Foto in meinen Augen einfach nicht hinweg sehen. Sie sind da, ob austauschbar oder nicht.
  • wittebuxe 6. Dezember 2021, 18:24

    Der Bildtitel gibt die interpretative Richtung zum Bild vor: Einsamkeit, Verlorenheit, Sinnsuche. Ob man diese ausgerechnet an einem Ort erleben kann, der nach seiner Anlage in der Regel Treffpunkt von Vielen ist, mag fragwürdig erscheinen. Ruhesuchend, sich selbst findend oder infragestellend, zweifelnd. Die Verschiedenheit und Betonung der Kommentare zum Foto erinnern an das (variierte) bekannte Wort: wenn man lange in ein Bild blickt, blickt auch das Bild in dich hinein. So empfinde ich die hiesigen  Bild-Interpretationen zu einem großen Teil als Rückgriffe auf das eigene Erleben, die sprichwörtliche "Erfahrung" im Werdegang eines jeden einzelnen.
    Denn schließlich wissen wir: nichts.
  • lenmos 6. Dezember 2021, 17:05

    Der Mann an der Bar starrt sinnierend ins Nichts. Die Frau starrt auf einen Bildschirm (Fernsehgerät), der oben an der Wand hängt und sich in ihrer Brille spiegelt.
    Mit dem Schnitt werde ich auch nicht ganz rund, wie es schon Nescio auszudrücken vermochte. Ich verstehe sogar den Sinn dahinter nicht ganz. ;)
    Ansonsten eine eher alltägliche Szene in einem Lokal. Der Mann an der Bar ist wohl die Hauptperson, dort bleibt auch der Blick hängen und dessen Gedanken wären vielleicht interessant zu wissen, sind vielleicht auch ganz banal.
    Vom Aufbau her ist noch zu bemerken, dass die beiden Köpfe auf einer Linie liegen, die in der linken oberen Ecke endet, die Linien zweier Arme sind parallel und bilden einen Gegensatz zu den parallelen waagrechten Linien, die auch stufenförmig die unterschiedlichen Ebenen definieren.