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Impressionen vom Bodensee - Lindau relead -

Impressionen vom Bodensee - Lindau relead -

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K.-H.Schulz


Pro Mitglied, Göppingen

Impressionen vom Bodensee - Lindau relead -

Lindau selbst wurde urkundlich erstmals 882 von einem St. Galler Mönch erwähnt. Allerdings bezog sich diese Erwähnung eigentlich auf das Damenstift „Unserer Lieben Frau unter den Linden“ bzw. dessen frühmittelalterlichen Vorgänger. Das Damenstift wurde vermutlich von Graf Adalbert von Rätien aus der Familie der Burchardinger im frühen 9. Jahrhundert gegründet.
Der 950 gegründete Markt lag ursprünglich auf dem Festland, wurde aber 1079 während des Investiturstreits aus Sicherheitsgründen auf die Insel verlegt. Die Stadt selber ist später aus diesem Markt hervorgegangen. Gehandelt wurden Wein, Edelobst und Gemüse von den Kulturen des Klosters St. Gallen sowie Flachs und der zum Schiffbau benötigte Hanf. Aus dem westlichen Allgäu und dem Bregenzer Wald wurde der Markt mit Schmalz, Käse und Vieh beschickt, die oberschwäbischen Bauern fuhren Getreide heran. Zu diesem Nahhandel gesellte sich bald auch der Fernhandel mit dem Süden.
Als ältestes Bauwerk auf der Lindauer Insel gilt, wenn auch umstritten, die so genannte Heidenmauer, eine kolossale, blockförmige Befestigungsmauer in Richtung Festland. Ob die Mauer auf die Römerzeit oder eher auf mittelalterliche, allenfalls frühmittelalterliche Ursprünge hindeutet, ist nicht geklärt. (Meyers Konversationslexikon bezeichnet das Bauwerk in seiner 4. Auflage als Wartturm. Berichte von Anwohnern, dass innerhalb der Mauer Schutt aus dem Zweiten Weltkrieg abgelagert wurde, begründen jedoch Zweifel an dem historischen Wert)
Um 1180 wurde die Pfarrkirche St. Stephan gebaut, im Jahr 1224 gründeten Franziskaner ein Kloster. 1274/1275 bestätigte König Rudolf I. die bisher erworbenen Stadtrechte. Lindau erscheint nun als eine Reichsstadt. Unter König Rudolf von Habsburg (Regierungszeit 1273–1291) wurde das Edelfräulein Guta von Triesen zur Äbtissin des adeligen Damenstiftes zu Lindau erwählt und regierte dieses bis 1340 mit großem Ruhm.

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