im WasserbüffelLand

**** EDITORS' CHOICE ****

Dieses Foto von WendenBlende wurde in die Galerie Editors’ Choice aufgenommen, weil es mit großer Klarheit zeigt, wie Fotografie Realität, Vergänglichkeit und künstlerischen Ausdruck miteinander verbinden kann. Im Mittelpunkt steht ein Fragment einer Hauswand, das inmitten von Trümmern stehengeblieben ist. Auf dieser Wand ein Graffiti – ein Wasserbüffel, gemalt mit erstaunlicher Lebendigkeit und Präsenz. Es ist ein starkes Motiv, weil es Vergangenheit und Gegenwart unmittelbar verbindet: das zerstörte Gebäude einerseits, das künstlerische Bild, das weiter Bestand hat, andererseits.

Die Fotografie lebt von diesem Spannungsfeld. Der Hintergrund mit den Ruinen, dem Schutt und dem weiten Himmel kontrastiert mit der verbliebenen Wandfläche, die sich wie eine Leinwand in den Vordergrund schiebt. Farbe, Struktur und Perspektive sind präzise aufeinander abgestimmt – das blasse Grün der zerstörten Häuser und das satte Blau des Himmels bilden eine stimmige Bühne für das Schwarz-Weiß des Büffels.

Für uns ist dieses Foto deshalb besonders überzeugend, weil es nicht nur dokumentiert, sondern auch erzählt: von Zerstörung und Überleben, von Kunst im öffentlichen Raum, die bleibt, wenn vieles andere schon vergangen ist. Eine Arbeit, die weit über den reinen Moment hinaus Bedeutung gewinnt.

Wir freuen uns, dass dieses Foto seinen Platz in der Galerie Editors' Choice erhalten hat.

Kommentare 18

  • Max Stockhaus² 26. November 2025, 21:37

    Ein fasznierendes Bild.
  • WendenBlende 24. Oktober 2025, 23:31

    Danke für die Ehrung. Ich freue mich sehr.
  • Antje Findeisen 12. Oktober 2025, 16:36

    Das Bild vom Wasserbüffel scheint ein Leben zu zeigen, wie es früher einmal war.
  • Neydhart von Gmunden 28. August 2025, 10:08

    Gut so.
    Mich erinnert dieses Bild an eine Meldung heute Morgen im Radio,
    wonach Deutschland, als sozusagen aufgeklärtes Industrieland, in
    dem neben der SPD (!) auch die Grünen (!) regieren und regiert ha-
    ben, den größten Teil seines Elektroschrottes in Afrika deponiert, 
    statt im eigenen Land wiederzuverwerten oder ähnliches. In Folge
    weisen diese Regionen u.a. verseuchtes Trinkwasser auf, dass so-
    gar den stärksten Wasserbüffel umhauen würde.
    Dieses unser Land, dass sich vor Wiedergutmachung seines kolo-
    nialistischen Gebarens drückt, ist weiterhin ganz von kolonialistisch-
    em Geist durchdrungen. Nun ja, werden einige sagen, wir haben un-
    sere Vergangenheit ja auch nie aufgearbeitet, sondern nur verdrängt.

    50 Jahre meines Lebens habe ich dafür aufgewendet, einmal in ein-
    em besseren Deutschland leben zu können.
    Neydhart von Gmunden
  • Hansiwalther 28. August 2025, 9:04

    Auf jeden Fall ein interessantes Motiv.
    Ein Foto zur laengeren Betrachtung. 
    Gruss Hansi
  • Editors' Choice 27. August 2025, 9:30

    Dieses Foto von WendenBlende wurde in die Galerie Editors’ Choice aufgenommen, weil es mit großer Klarheit zeigt, wie Fotografie Realität, Vergänglichkeit und künstlerischen Ausdruck miteinander verbinden kann. Im Mittelpunkt steht ein Fragment einer Hauswand, das inmitten von Trümmern stehengeblieben ist. Auf dieser Wand ein Graffiti – ein Wasserbüffel, gemalt mit erstaunlicher Lebendigkeit und Präsenz. Es ist ein starkes Motiv, weil es Vergangenheit und Gegenwart unmittelbar verbindet: das zerstörte Gebäude einerseits, das künstlerische Bild, das weiter Bestand hat, andererseits.

    Die Fotografie lebt von diesem Spannungsfeld. Der Hintergrund mit den Ruinen, dem Schutt und dem weiten Himmel kontrastiert mit der verbliebenen Wandfläche, die sich wie eine Leinwand in den Vordergrund schiebt. Farbe, Struktur und Perspektive sind präzise aufeinander abgestimmt – das blasse Grün der zerstörten Häuser und das satte Blau des Himmels bilden eine stimmige Bühne für das Schwarz-Weiß des Büffels.

    Für uns ist dieses Foto deshalb besonders überzeugend, weil es nicht nur dokumentiert, sondern auch erzählt: von Zerstörung und Überleben, von Kunst im öffentlichen Raum, die bleibt, wenn vieles andere schon vergangen ist. Eine Arbeit, die weit über den reinen Moment hinaus Bedeutung gewinnt.

    Wir freuen uns, dass dieses Foto seinen Platz in der Galerie Editors' Choice erhalten hat.
  • A N S I C H T E N 29. Februar 2016, 23:33

    Gut gesehen und wunderbar präsentiert! Man fragt sich, ob nicht auch die Reisfelder nur Kulisse sind, wenn selbst die Büffel nur gemalt sind :), Jan
  • Kerstin Schulz - Berlin 29. Februar 2016, 17:35

    Sinn für Humor … die gemalte Lampe macht's gemütlicher :-D
    Viele Grüße Kerstin
  • Angela Höfer 29. Februar 2016, 11:43

    super gesehen
  • Romy Stapelberg 28. Februar 2016, 12:39

    Die Wirkung ist verblüffend - man denkt zuerst, das Bild wäre digital eingefügt...
    Würde es auch ein wenig dunkler machen (sieht dramatischer aus..).
    LG Romy
  • Manfred Schneider 28. Februar 2016, 10:37

    Tolle Bildwirkung.
    lg manfred
  • WendenBlende 28. Februar 2016, 1:49

    @Hörbie: nein, kein Bild im Bild. Tatsächlich ein Stück Mauer, mitten in der Pampa.
    Ich hab meinen Augen nicht getraut.
    @Lig: Tatsächlich ein Stück dunkler? Hab heute meinen Bildschirm neu kalibriert. Das Foto
    stammt von davor. Ich muss morgen mal gucken.
    Ich finde es immer spannend, wie andere das empfinden.
    Hier suf meinem Handy ist das Foto ok. Es könnte aber mit verringerter Helligkeit tatsächlich noch
    spannender aussehen. Ich probier's aus.
  • Lig Urion 27. Februar 2016, 22:56

    das hätte ich jetzt ein wenig dunkler gezeigt!
    gruß lig
  • Wilfried Humann 27. Februar 2016, 22:02

    Das weckt die Fantasie! LG Wilfried
  • La Imagen 27. Februar 2016, 21:24

    angeknabbert ..
    lg
    Dietma r