HIGH NOON an den Zinnen-Nordwänden

HIGH NOON an den Zinnen-Nordwänden

1.449 2

Robert Bauer


Premium (World), Bad Homburg (davor 45 Jahre Stuttgart)

HIGH NOON an den Zinnen-Nordwänden

Die Drei Zinnen (italienisch Tre Cime di Lavaredo) sind ein markanter Gebirgsstock in den Sextner Dolomiten an der Grenze zwischen den italienischen Provinzen Belluno im Süden und Südtirol im Norden.

Die höchste Erhebung der Gruppe ist die 2999 m hohe Große Zinne (ital. Cima Grande). Sie steht zwischen den beiden anderen Gipfeln, der Westlichen Zinne (Cima Ovest, 2973 m) und der Kleinen Zinne (Cima Piccola, 2857 m). Neben diesen markanten Felstürmen zählen noch mehrere weitere Gipfelpunkte zum Massiv, darunter die Punta di Frida (2792 m) und der Preußturm, auch Kleinste Zinne (Torre Preuß, Cima Piccolissima, 2700 m).

Seit der Erstbesteigung der Großen Zinne im Jahr 1869 zählen die Drei Zinnen bei Kletterern zu den begehrtesten Gipfelzielen der Alpen. Sie sind durch zahlreiche Kletterrouten verschiedener Schwierigkeitsgrade erschlossen und wurden so zu einem Zentrum des alpinen Kletterns, von welchem viele wichtige Entwicklungen in der Geschichte dieses Sports ihren Ausgang nahmen. Zuletzt fügte Alexander Huber das klettertechnisch spektakulärste Kapitel hinzu, indem er das so genannte (überhängende) Dach an der westlichen Zinne frei ohne Hilfsmittel durchstieg (Seil dient nur der Sicherung). Man sieht es sehr schön als "schwarzen Fleck" in der glatten Felswand rechts. Die Reportage darüber in HD läuft immer wieder in den einschlägigen TV-Programmen (ARTE, Phoenix). Während des Gebirgskriegs im Ersten Weltkrieg waren die Drei Zinnen und ihre Umgebung als Teil der Front zwischen Italien und Österreich-Ungarn heftig umkämpft.

Das Bild wurde aus dem Ballon aufgenommen, genau um 12:00 Uhr mittags (high noon). Solch einen Moment kann man nicht wirklich steuern, weil ein Ballon vom Wind getrieben wird. Es ist mehr oder weniger Zufall, wo man genau fährt. Allerdings können erfahrene Piloten mit Ortskenntnis und bei genauer Einschätzung der Drift das Glückserlebnis deutlich unterstützen. Insofern gebührt das Lob nicht dem Fotografen, sondern dem Piloten Günther Binder aus Sonnenbühl, auf der Schwäbischen Alb.

Wer genauer hnschaut, der erkennt hinter den Zinnen die Auronzo-Hütte. Im Winter natürlich geschlossen, nur eine Notunterkunft steht zur Verfügung.

Die speltakulärste Pespektive ist eher diese:

HIGH NOON: TROTZDEM EIN WAHRHAFT HIMMLISCHER ZINNENBLICK (3)
HIGH NOON: TROTZDEM EIN WAHRHAFT HIMMLISCHER ZINNENBLICK (3)
Robert Bauer

Kommentare 2

Informationen

Sektion
Ordner Der Blick von oben
Views 1.449
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz

Exif

Kamera Canon EOS 5D
Objektiv Canon EF 24-105mm f/4L IS
Blende 13
Belichtungszeit 1/500
Brennweite 58.0 mm
ISO 160

Gelobt von