Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unseren Webseiten zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Deiner Nutzung unserer Webseiten an unsere Partner für Emails, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen

Was ist neu?
10.732 54

Dana Neu


Free Mitglied, hersbruck-chemnitz

Heiliger Hain

... aufgenommen in der sächsischen Heimat ... :)



Heute mal ein kleiner Ausflug in unsere Vorzeit :
(wer kein Interesse für Geschichte hat, einfach überspringen...)


Heilige Haine - Pforten zur geistigen Welt


Ein Hain ist ein geweihter Wald. Die Verehrung heiliger Bäume und Haine begegnet bei vielen Völkern Europas - namentlich auch bei unseren Altvorderen - den Kelten und Germanen. Das Bestehen dieser Sitte für die vorchristliche Zeit erwähnt schon Tacitus in seiner "Germania", und weiter wird sie oft bestätigt, so ordnete Arminus der Cherusker seine Scharen in einem Hain, und in einem solchen versammelte Civilis seine Bataver zu Schmaus und Beratung. Auch sonst wurden Feste und Opfer gern im Schatten heiliger Wälder gehalten.

Tempel im Sinne von Bauwerken gab es bei den Germanen nicht für die Verehrung der Götter - vielmehr gab es "Heilige Haine". Das altnordische Wort für Tempel "hörgr" bedeutet soviel wie "Hain, Waldstück". Dies waren tiefe, unberührte Urwälder, in denen man sich den Göttern wie Thor, Odin/Wotan, Heimdall... näher fühlte. In diesen "Heiligen Hallen" wurde kein Holz geschlagen und kein Wild gejagt - es war ein Platz für die Götter, der unberührt blieb und wo nur die gottgeweihten Schimmel grasten. Die Germanen wollten den freien Himmel über sich und die von Göttern geschaffene, wilde Natur um sich haben , wenn sie beteten.

So vermag uns die westliche Wissenschaft letztendlich doch zu zeigen, was unsere Vorfahren schon seit Jahrtausenden wussten :
dass der Wald heilig ist. "Heilig" weil er heil, ganz ist, weil er das Gleichgewicht der ganzen Erde bewahrt. Und dass wir mit der fortschreitenden Entwaldung wahrlich den Ast absägen, auf dem wir sitzen : Ohne Wälder stirbt alles, und wir mit. Mensch und Umwelt sind eins - die ach so viel beklagte Trennung von der Natur hat in Wahrheit nur im Kopf stattgefunden ...


Ich finde, dass diese Aufnahme wunderbar diesen Gedanken wiederspiegelt, darum habe ich auch obiges Thema gewählt. Vielen wird auch schon aufgefallen sein, dass Kirchen so gebaut wurden, um den (hier natürlichen) Lichteinfall nachzugestalten...


Weitere Waldimpressionen :

Wald der Mysterien
Wald der Mysterien
Dana Neu
MärchenWald
MärchenWald
Dana Neu










Kommentare 54

Schlagwörter

Informationen

Sektion
Views 10.732
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz