Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unseren Webseiten zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Deiner Nutzung unserer Webseiten an unsere Partner für Emails, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen

Was ist neu?
1.824 6

arik37 (GDT)


Free Mitglied, Lorsch

gute Chancen...

...hat es dieses Jahr die Raupe (oben in der Mitte des Fotos) des Kleinen Schillerfalter (Apatura ilia) an der Stelle an der ich sie fotografiert habe. Nachdem ich im vergangenen Winter drei Raupen an dieser Stelle fand (die leider nicht so gute Bedingungen hatten), hatte ich mich recht aufwändig drum gekümmert, dass diese Stelle geschützt wird - sprich, dass die für die Waldwirtschaft überflüssigen Zitterpappeln verschont bleiben. Im Regelfall werden gerade Zitterpappeln und Salweisen (Lebenswichtig für den Kleinen und Großen Schillerfalter bzw. deren Raupen) von den Förstern und Waldarbeitern regelmäßig aus dem Wald entfernt da sie eben nichts bringen für die Waldwirtschaft. Ich habe da leider in den letzten Jahren katastrophale Dinge aus Sicht eines Schmetterlingsschützers sehen müssen - teils ganze Großwaldflächen wurden bis auf das letzte Exemplar von Zitterpappels "bereinigt" und das pbwohl in dem Gebiet der Kleine Schillerfalter vorkommt/vorkam (nach der Aktion). Die Falter des Kleinen Schillerfalters legen im Sommer die Eier auf die Blätter der Zitterpappel (auch als Aspe oder Espe bekannt). Deren Raupen überwintern dann frei an den Zweigen und fangen erst im kommenden Jahr wieder mit der Nahrungsaufnahme an. Sie scheiden die Korperflüssigkeiten aus und entleeren den Darm und produzieren eine Art Frostschutzmittel (eine Art Alhohol - z.B. Glytzerin) um den Winter und die Minusgrade zu überstehen. Spannend bei der von mir gefundenen Raupe ist das unten im Bild zu sehene "Zitterblatt". Ein Blatt was der Raupe als Nahrung gedient hat und was sie sich zur Sicherheit mit einem Spinnfaden festgesponnen hat damit sie nicht samt Blatt zu Boden fällt. Fut zu erkennen ist auch der dünne Spinnfaden an dem das Blatt (oft bis ins nächste Jahr) hängt. Nach meinen Bemühungen um den Schutz dieser Stelle, habe ich mich natürlich um so mehr gefreut dieses Jahr auf Anhieb gleich zwei der schönen Raupen gefunden zu haben. Diesen Winter sollte es zumindest aus Sicht der menschlichen Einflüsse sehr viel besser um die Raupen an dieser Stelle bestellt sein - FREU.

NIKON D7100, 60mm (entsprechend 90mm Kleinbild)
1/125 Sek., f/4.0, ISO 400
Belichtungsautomatik, Korrektur 1.0, Automatischer Weißabgleich

Kommentare 6

  • Jenny Theobald 10. Februar 2014, 19:19

    Perfekte Suchanleitung ;-)
  • Marko König 19. November 2013, 21:49

    Klasse!
    Viele Grüße,
    Marko
  • Marlis E. 19. November 2013, 16:20

    Das ist wirklich ganz aussergewöhnlich, eine tolle Beobachtung, sehr gut die Info dazu!
    Darauf werde ich in Zukunft mal achten, denn bei uns bleiben die Zitterpappeln oft stehen.
    LG Marlis
  • bikewoman 19. November 2013, 12:44

    Eine interessante Info und ein prima Einsatz für die Schmetterlinge, Arik!
    LG Sigrid
  • NaturDahlhausen 19. November 2013, 12:14

    da muss man schon ganz genau hinschauen um sie zu sehen, tolle Aufnahme
    toll dein Text dazu, da kann man sich schon sehr freuen
    LG
    sven
  • Werner Bartsch 19. November 2013, 10:26

    Sensationell gut !
    Nur Schmetterlingsschützer machen solche Bilder.
    Von den -fotografen ganz zu schweigen :-)
    Ein Baumelblatt, wie es sich jeder Entomologe wünscht:-)
    LG. Werner

Informationen

Sektion
Ordner sonstige Bilder
Views 1.824
Veröffentlicht
Sprache
Lizenz

Exif

Kamera NIKON D7100
Objektiv AF-S Micro Nikkor 60mm f/2.8G ED
Blende 4
Belichtungszeit 1/125
Brennweite 60.0 mm
ISO 400