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Was ist neu?

Norbert REN


Pro Mitglied, Großraum Göttingen

Für einen €

Erneut hat der Bundesrechnungshof Missbrauch im Bereich der ein Euro Jobs festgestellt, und bemängelt.
Diese Beschäftigungsverhältnisse müssen so gestaltet sein, dass keine bestehenden Jobs tangiert, und die ortsansässigen Firmen dürfen dadurch auch keinen Verlust erleiden.
Tatsächlich ersetzen sie aber immer mehr reguläre Beschäftigte.
Hier zu sehen ist eine 1 € Kolonne in Bingen, am Rheinufer, in der nähe des Mäuseturms.
Diese Arbeit würde sonst von dem Städtischen Bauhof oder von einer ortsansässigen Landschaftsgärtnerei erledigt.
Dafür würde der Staat Steuern erheben können, und es würden Beiträge in die Sozialkassen fließen.
Sollte die Wehrpflicht bald ausgesetzt werden, kippt auch der Zivildienst.
Besonders im Pflegebereich werden dann wieder Menschen gebraucht, die dann regulär bezahlt , steuerpflichtig und nicht mehr arbeitslos wären.
Ein weiterer Punkt ist die Sache mit der "Generation Praktikum". Umsonst oder für zu wenig Geld zu arbeiten ist nicht nur Ausbeutung, sondern sogar Abeitsplatzvernichtend und unsozial.

Kommentare 29

  • andyh 5. Januar 2011, 21:13

    sehr richtig, der lichtschachtsucher :)
    Allerdings das Argument von Tokamas das man seinen Job auch verstehen sollte, ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.

    Grünflächen kaputt zu pflegen aus Unkenntnis ist nicht in meinem Sinne.
    Selbst wenn man nach einem Jahr dann den Job fest hat.
    Oder erst recht nicht.
  • der Falk 5. Januar 2011, 19:29

    WÜRDE die so oft beworbene Eingliederung tatsächlich stattfinden wäre die Maßnahme super - Hartz IV inkl. aller Mietbezüge usw. plus 1 Euro pro Stunde wäre am Ende fair, wenn es denn nach einem Jahr in die Beschäftigung führen würde.

    Tut es aber nicht.

    Somit haben Merkel und Co eine weitere Möglichkeit einen großen Haufen Menschen von der Arbeitslosenliste zu streichen um mit so gefakten Statistiken weiter für ihren unmenschlichen Apparat zu werben.

    Desweiteren können die Kommunen so NOCH MEHR Stellenabbau betreiben...

    Deutschland, ein Aufstiegsland.
  • Gerhard R. Keilen 19. November 2010, 19:38

    Ich gebe dir uneingeschränkt Recht - nur in deinem Foto nimmt niemand irgendwem eine Arbeit ab ;-) - sieht genau so aus wie früher bei den FamOs.
    LG gerd
  • Dirk Leismann 19. November 2010, 17:33

    Gut dokumentiert, Norbert. An was arbeiten die wohl?

    Gruß,
    Dirk
  • tokamas 18. November 2010, 19:20

    Mögen die zuständigen Politiker deine Worte hören und endlich handeln. Die Lohnpolitik hat dazu geführt, dass es in einigen Branchen nicht mehr möglich ist, von der geleisteten Arbeit vernünftig zu leben. Das ist ein Trend, den man unbedingt und möglichst schnell stoppen sollte.
    Hinzu kommt, dass diese durchaus willigen Arbeitskräfte nun mal keine Fachkräfte sind und in Teilen auch noch die Grünflächen kaputt pflegen.
    Gute Doku und interessante Diskussion.
    Gruß von Karin
  • Lutz-Henrik Basch 18. November 2010, 15:23

    Ein sehr sensibles Thema hast Du hier aufgegriffen. Gut gemacht, Norbert!
    LG Lutz
  • Heide M.H. 18. November 2010, 12:49

    Es ist, wie du es sagst, ich habe da auch meine Erfahrung. Wann geschieht endlich etwas? lg Heide
  • ElkeS. 17. November 2010, 22:22

    Interessantes Foto, das zum Nachdenken anregt. Aber die 1 € Jobs haben auch was Gutes (Ironie aus), man kann damit die Arbeitslosenstatistik schön rechnen! Das, und die längerfristigen, unbezahlten Praktiken oder das Probearbeiten bei Arbeitsuchenden (mal 2 Wochen zur Probe und dann kommt der Nächste) ist für die Betroffenen schlimm und nutzt niemanden.

    @Norbert: Ich finde auch, dass solche Themen hier mal angesprochen werden können. Diese Art der Dokumentation gehört schließlich auch zur Fotografie und keiner wird gezungen, seine Meinung zu äußern.
    VG Elke
  • Hella H. 17. November 2010, 15:23

    Du hast vergessen, die 400 €-Jobs zu erwähnen. Damit fing die ganze Arbeitsplatzvernichtung an.
    Jedenfalls sind alle diese Reformen ein voller Erfolg geworden. Die Ziele wurden erreicht: Lohndumping bis runter auf Null, Sklavenarbeit, Entrechtung und Bespitzelung des Proletariats, Plünderung der Sozialkassen und "gute" Argumente für Ferkel & Co. für Erhöhung von Steuern und Gebühren.
  • (M)Ein-Blick 17. November 2010, 13:13

    ja, ich glaube in vielen Dingen unserer Marktwirtschaft ist der "Wurm" drin; diese Gruppe gut beobachtet!!
    Gruß Gerda
  • Norbert REN 17. November 2010, 12:11

    @ Martina und Renate und alle Anderen.
    Eure Anmekung hat mich sehr gefreut.
    Allerdings akzeptiere ich genau so diejenigen, die sich öffentlich nicht äußern mögen.
    Das ist auch der Grund, warum ich mich so selten auf dem eigenen Account melde, meine Meinung tue ich ja immer gleich unter dem Bild kund.
    Ob ich etwas zu einem Juckethema habe, oder nicht, ist immer vom Zufall abhängig.
    Die Aufnahme hatte ich vor 14 Tagen geschossen, das Thema tauchte aber erst vorgestern in den Medien auf.
    Bei diesem Beitrag war es noch krasser !
    Abrüstung
    Abrüstung
    Norbert REN

    Das Motiv hat mit Abrüstung eigentlich nichts zu tun.
    Es ist aus diesem Frühjahr, und zeigt Hagen von Tronje, wie er den Schatz der Nibelungen im Rhein versenkt.:-))
    Die Skulptur steht in Worms, und ich hatte gehofft, dass sie jemand erkennt.
    Also keine Angst, dass ich mich auf so etwas spezialisiere.
    Auch ich finde schöne Fotos schön, und denke positiv.
    Aber eben sowohl auch auch, und nicht ausschließlich.

    LG, Norbert, der gerne mal von seiner Redefreiheit Gebrauch macht.



  • Renate Wagner 17. November 2010, 11:09

    ich finde es gut, wenn jemand von den heile-welt-fotos auch einmal ein stück abrückt und diskussionen anstößt....
    haarsträubend, wie es immer weiter von sozialer gerechtigkeit hin zu üblen abhängigkeiten und ausbeutung geht. ich hoffe, dass noch viel mehr aufstehen und auf die straße gehen....
    lg, renate
  • Martina Bie. 17. November 2010, 11:03

    Ich noch mal :-))).
    Mir fällt da ein Gedicht von Erich Weinert ein, geschrieben 1930. Ist zwar etwas lang, aber aktuell. Die fc hält das schon aus :-)))):

    Der Postbeamte Emil Pelle
    Hat eine Laubenlandparzelle,
    Wo er nach Feierabend gräbt
    Und auch die Urlaubszeit verlebt.

    Ein Sommerläubchen mit Tapete,
    Ein Stallgebäude, Blumenbeete.
    Hübsch eingefaßt mit frischem Kies,
    Sind Pelles Sommerparadies.

    Zwar ist das Paradies recht enge
    Mit fünfzehn Meter Seitenlänge;
    Doch pflanzt er seinen Blumenpott
    So würdig wie der liebe Gott.

    Im Hintergrund der lausch'gen Laube
    Kampieren Huhn, Kanin und Taube
    Und liefern hochprozent'gen Mist,
    Der für die Beete nutzbar ist.

    Frühmorgens schweift er durchs Gelände
    Und füttert seine Viehbestände.
    Dann polkt er am Gemüsebeet,
    Wo er Diverses ausgesät.

    Dann hält er auf dem Klappgestühle
    Sein Mittagsschläfchen in der Kühle.
    Und nachmittags, so gegen drei,
    Kommt die Kaninchenzüchterei.

    Auf einem Bänkchen unter Eichen,
    Die noch nicht ganz darüber reichen,
    sitzt er, bis daß die Sonne sinkt,
    Wobei er seinen Kaffee trinkt.

    Und friedlich in der Abendröte
    Beplätschert er die Blumenbeete
    Und macht die Hühnerklappe zu.
    Dann kommt die Feierabendruh.

    Er denkt: Was kann mich noch gefährden!
    Hier ist mein Himmel auf der Erden!
    Ach, so ein Abend mit Musik,
    Da braucht man keine Politik!

    Die wirkt nur störend in den Ferien,
    Wozu sind denn die Ministerien?
    Die sind doch dafür angestellt,
    Und noch dazu für unser Geld.

    Ein jeder hat sein Glück zu zimmern.
    Was soll ich mich um andre kümmern?
    Und friedlich wie ein Patriarch
    Beginnt Herr Pelle seinen Schnarch.

    (Erich Weinert)

  • Martina Bie. 17. November 2010, 10:56

    Das ist ja gerade die Krux: Sich nicht zu interessieren, alles nehmen, wie es ist, und dann irgendwo ein Kreuzchen machen, weil zum Beispiel gerade 29% Rentensteigerung bis 2024 angedacht sind. Milchmädchenrechner sind begeistert...
    Ein Foto kann, ja, soll zum Nachdenken anregen. Solange wir bei "Schön" und "Tolles Bild" stehen bleiben, erschöpft sich irgendwann unser Vokabular. Erst wenn wir beginnen, uns Gedanken zu machen und uns darüber zu äußern, sind wir ein kleines Stück weiter. Ist das nicht a u c h Sinn der Sache?...
    Darum finde ich es ab und zu gut, wenn zu einem Bild auch mal eine interessante Diskussion entsteht.
    Natürlich keinesfalls etwas gegen schöne, ansehenswerte Bilder aus allen Bereichen unseres Lebens, an denen man sich nur erfreut. Auf jeden Fall "Ja" dazu!
    LG Martina
  • Dietmar Stegmann 17. November 2010, 10:06

    Diese "Mehraufwandsentschädigung " für Arbeitslosengeld II Empfänger, also für Langzeitarbeitslose, wird wohl weiter umstritten bleiben. Hier in der FC diskutiere ich aber nicht über Sozial- oder Arbeitsmarktpolitik, drei, vier Sätzchen sind da zu wenig.
    Auf alle Fälle regt Dein Foto berechtigt zum Nachdenken über ein schwieriges Thema an.
    VG Dietmar

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