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Axel Küster


Premium (Pro), Berlin

Fluoreszierende Mineralien

Experimente zur Fluoreszenzfotografie von Mineralien. Die Breite der Mineralien lag zwischen 8 mm und 22 mm. Die Aufnahmen erfolgten in UV Licht unterschiedlicher Wellenlängen mit einer Canon 60D und einem Macro 180 mm f/3,5L USM von Sigma und davor geschraubten DHG Achromat Macro +5 von Marumi und einem UV Sperrfilter Hoya HMC UV(C). Die Kamera war auf einem Stativ und die Schärfe, Blende und Belichtungszeit habe ich von Hand eingestellt. Die Zusammenrechnung der einzelnen Stacks erfolgte mit Helicon Focus 7.0. Für die anschließende Nachbearbeitung und Zusammenstellung der einzelnen Fotos habe ich Lightroom Classic Version 9.0 und Photoshop 21.0.1 genutzt.
Kein Mineral ist ein reiner Stoff, sondern enthält die verschiedensten Fremdbestandteile. Diese kleinen Beimengungen sind die Ursache der Fluoreszenz, sie sind die aktiven Zentren. Als Gastatome wurden sie in das Kristallgefüge aufgenommen. Sie absorbieren die Energie des ultravioletten Lichts, gehen in einen höheren Energiezustand über und kehren dann unter Aussendung von sichtbarem Licht in den Grundzustand zurück. Die geringen Beimengungen zu einer Wirtssubstanz nennt man "Aktivatoren", weil sie den Stoff erst durch ihre Anwesenheit zur Fluoreszenz veranlassen. Je nach Aktivator kann ein bestimmtes Mineral eine andere Fluoreszenzfarbe hervorrufen. Natürliche Fremdbestandteile sind aber meist für die Entstehungs- und Kristallisationsbedingungen eines Minerals typisch und von dem jeweiligen Fundort abhängig. Die Fluoreszenzfarbe ist ein wertvolles Hilfsmittel zur Feststellung des Mineralfundortes.

Achat
Erhielt seinen Namen vom Fluß Akhates (heute Dirillo) auf Sizilien. Achate bestehen aus dünnen Schichten von Chalcedon, Opal und Quarz.
ISO 100 f/4,5 3,2 s 21 Stack
UV Anregung mit 254 nm (UV-C)

Adamin
Adamin ist ein Mineral sekundären Ursprungs, das in der Oxidationszone von zinkhaltigen Erzgängen im Zusammenspiel mit arsenhaltigen Lösungen entsteht.
ISO 100 f/4,5 3,2 s 39 Stack
UV Anregung mit 310 nm (UV-B)

Apophyllit
Apophyllit kristallisierte in Hohlräumen von Vulkangesteinen, auf Klüften in Kalkstein und auf Erzgängen, wird aber auch von Mineralquellen abgeschieden (New Yersey).
ISO 100 f/4,5 3,2 s 23 Stack
UV Anregung 366 nm (UV-A)

Rubin in Gneis
Rubin ist eine edle Korundvariante. Korund ist ein Mineral, das bei gesteinsbildenden Prozessen entsteht, sofern ein Aluminiumüberschuss vorhanden ist.
ISO 100 f/4,5 8,0 s 71 Stack
UV Anregung 366 nm (UV-A)

Die Mineralien sind mein Eigentum.

Hier der Vergleich zum Tageslicht

Mineralien in indirektem Tageslicht
Mineralien in indirektem Tageslicht
Axel Küster


Kommentare 68

  • ralf mann Vor 2 Minuten

    Hallo Axel, total gut und einfach das Thema Fluoreszenz erklärt.
    Bin auch beeindruckt von Deiner aufwendigen, bildhaften Präsentation. Gruß Ralf
  • TeresaM Vor 5 Minuten

    Fascinant le monde minéral !
    Une autre splendide présentation, Axel ++++
    Amitiés
  • tanu676 4. Dezember 2019, 18:21

    wow mal ganz was besonderes
    hg tanu
  • dadiet 4. Dezember 2019, 16:23

    Einfach faszinieren hast Du mit dieser
    herrlichen Collage die Farben der Mineralien
    heraus gearbeitet.
    Viele Grüße Dieter
  • Paulibär14 4. Dezember 2019, 16:00

    Feine Idee und Umsetzung.
    Aber im Original gefallen sie mir besser.
    LG Georg
  • Niels Dick 4. Dezember 2019, 10:28

    Begeisterndes und mitreißendes Projekt von dir. Und äußerst bemerkenswert, wie du das umgesetzt hast.
    LG, Niels
  • Bernhard Kuhlmann 4. Dezember 2019, 9:44

    Wirklich Irre Farben sind das die man hier zu sehen bekommt !
    Gruß Bernd
  • Rumtreibär 4. Dezember 2019, 8:30

    sehr gut
    HG Dieter
  • Alexander Worm 4. Dezember 2019, 8:25

    Interessante Aufnahmen, sowohl diese als als die vorherige. Schön anzusehen und zu lesen... Hast du mal versucht die Kristalle mit jeweils anderem Spektrum anzuregen?  Danke und Grüße Alex
    • Axel Küster 4. Dezember 2019, 9:53

      Ich habe noch mit 405 nm und mit 436 nm angeregt. Konnte aber bei meinen Mineralien nichts sehen. Denkbar wären Emissionen im IR.  Meine Kamera kann aber nur bis 700 nm sehen weil der übliche Sperrfilter für IR auf dem Chip ist. LG Axel
    • Alexander Worm Vor 23 Stunden

      Ok Danke. Da hast du wohl bewusst und/oder iterativ die passenden Frequenzen für die jeweiligen Steine appliziert. Sehr schöner Versuch  ;)
      Grüße und schönen Abend Alex
  • Maud Morell 3. Dezember 2019, 22:46

    Du bist ja ein richtiger Spezialist für diese Aufnahmen.
    LG von Maud
  • warei 3. Dezember 2019, 19:36

    Ist wieder ganz wunderbar geworden.
    Toll, was du dir damit für eine Mühe machst.
    LG Waltraud
  • Donna Rosa 3. Dezember 2019, 17:57

    Einmalige und excellente Aufnahme. diese Farben sind wunderschön und strahlen um die Wette. Auch die Doku ist ausgezeichnet, Idee und Ausführung ebenso!

    lg Rosa
  • Manuela Entorf 3. Dezember 2019, 17:17

    Eine sehr interessante und fantastische Aufnahme, aber es hört sich wirklich klompliziert an. Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen die Kristalle auf diese Art darzustellen? Das ist doch eher ungewöhnlich und findet man eher in wissenschaftlichen Artikeln oder Berichten.
    LG Manuela
    • Axel Küster 4. Dezember 2019, 7:29

      Schon in den 70 ziger Jahren habe ich spezielle Anregungslampen zur Erkennung von Fälschungen entwickelt. In der Zeit habe ich auch wissenschaftliche Fotografie in allen Spektralbereichen (UV bis IR) unter anderem auch bei Gemälden betrieben. Das Focus stacking habe ich damals auch schon mit einer Aufnahmereihe auf Autoradiographiefilm gemacht. Das übereinander justieren  erfolgte dann über Stunden in der Dunkelkammer. Heute geht es digital deutlich einfacher. Auf die Idee mit den Mineralien bin ich durch den Fotowettbewerb Dezember bei der FC gekommen. Nach einem umfangreichen Literaturstudium habe ich mir die erforderlichen Mineralien zusammengesucht. Für die vorliegende Aufnahme habe ich mir einen entsprechenden Aufbau gebastelt. LG Axel
    • Manuela Entorf Vor 22 Stunden

      Das ist ja schon einer großartige Geschichte, die sich dahinter verbirgt. Dein Aufwand hat sich jedenfalls gelohnt und solche Bilder sieht man sehr selten.
      Die digitale Fotografie hat schon viel erleichtert und das Experimentieren verbilligt.
      Schön dass du uns dabei teilhaben lässt.
      LG Manuela
  • Kirsten030 3. Dezember 2019, 16:18

    Toll gemacht und für mich ein komplettes Neuland.
    Klasse Informationen und es hört sich ziemlich kompliziert an,
    das so zu Fotografieren :-)
    LG Kirsten
  • luciluc 3. Dezember 2019, 13:29

    Eccellente esperimento..fantastica visione dei minerali presentati.
    Bellissima idea di mostrare come certe pietre reagiscono quando si cambia il tipo di luce.Speciale la tua dettagliata descrizione.
    Complimenti !!!
    Cari saluti luciana