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Tore Straubhaar


Premium (Pro), Höxter

Fjell og Vidde

Sommerurlaub 2018

Nachdem ich einen Regentag unter meinem Tarp zugebracht habe, bin ich froh, endlich weiterfahren zu können. Kurze Zeit später erreiche ich Hovden. Ein richtiges Dorf ist Hovden nicht, eher eine Ansammlung ziemlich vieler Ferienhäuser und kleiner Hotelanlagen. Wintertags ist hier allerdings mehr los, als jetzt im Sommer.

Normaler Weise würde ich einen Ort wie Hovden schnell hinter mir lassen, aber erstens liegt mein letzter Supermarktbesuch zwei Tage hinter mir, und vor allem wird sich zweitens die nächste Einkaufsmöglichkeit erst in unabsehbarer Zeit, irgendwann in einigen Tagen oder gar erst in einer Woche ergeben. Ich kaufe also großzügig ein und bin darauf einige Zeit damit beschäftigt, die Sachen sinnvoll auf dem Rad zu verteilen und zu verstauen.

In Haukeli erreiche ich die, ich nenne sie einmal südliche Hardangervidda-Ringstraße. Weiter geht es nach Westen, Richtung Bergen und Röldal. Die Straße führt über die Baumgrenze, und es dauert nicht lange, bis ich vorm ersten Tunnel kurz halt mache und meine Lichter ans Rad schraube. Tunnel gehören zu den Umständen, die man als Radfahrer gar nicht mag. Der erste ist noch kurz genug, um schnell hindurch zu radeln, die nächsten Tunnel auf dieser Strecke sind jedoch einige Kilometer lang, durchfahren so gut wie unmöglich und für Radler sowieso verboten.

Zum Glück gibt es kleine Wege, auf der ich die Tunnel umfahren kann. Da es schon später ist, suche ich mir entlang einer dieser Ausweichmöglichkeiten einen geeigneten Platz zum Tarpen. Immer wieder geht mir der recht lange Weg durch den Kopf, den ich mittlerweile mit dem Rad zurückgelegt habe. Vom geradezu lieblichen Ostwestfalen an der Weser über Dänemark, und nun hier …, die Landschaft hat sich definitiv verändert.

Die Sonne ist verschwunden, vergangen ist auch die Hitze. Ganz im Gegenteil, hier am Rand der Hardangervidda, der größten Hochfläche Europas, ist es frisch, windig und feucht. Ich werde hier einen weiteren Regentag unter meinem Tarp verbringen und einfach abwarten, dass sich das Wetter beruhigt. Von einer kleinen Anhöhe hat man einen guten Überblick auf die Zeltwiese, das Tarp, Fjell og Vidde …

Setesdalen
Setesdalen
Tore Straubhaar

1000Mio* und ein Tarp
1000Mio* und ein Tarp
Tore Straubhaar

nordwärts
nordwärts
Tore Straubhaar

Kommentare 11

  • Marcus Bae. 9. Mai 2019, 15:56

    Mensch Tore ein Toller Urlaub und wir können teilhaben. Danke
  • Doreen A. 25. November 2018, 23:24

    So weit gefahren! Irre! Du bist verrückt, aber wer ist das nicht? Jeder auf seiner Weise eben!
    ;o))
    Ein Zelt ist bestimmt gemütlicher, na mindestens ein bisschen. Da zieht es nicht drinnen. Brr! 
    Klasse Aufnahme und toller Bericht. 
    LGr. Doreen
  • Andreas Hinzer 20. Oktober 2018, 20:57

    Bist du da mit dem Rad unterwegs ??? Du bist ja echt ein Wahnsinniger :-))) ... wirklich beindruckend !
    Etwas zu viel HDR touch im Bild ... ansonsten immer wieder spannend deine Berichte zu lesen !
    Tolle Doku Tore !
    LG Andreas
  • Jan Schliebitz 20. Oktober 2018, 12:29

    Ein bisschen finster für meinen Geschmack, sonst eine sehr gelungene Aufnahme!
    Gruß
    Jan
  • Georg Reyher 18. Oktober 2018, 19:58

    Also, das nur mit dem Tarp finde ich schon hart. Hatte aber mal ein Zelt, das auch nicht größer war, aber doch von allen Seiten regendicht- auch im Norwegen-Einsatz vor über 30 Jahren. 
    Schön wie immer auch Dein Reisebericht dazu.
    LG
    Georg
  • DeVo 18. Oktober 2018, 17:18

    Ich verneige mich wieder einmal vor dem Aufwand, den Du betreibst. Ist wirklich nicht jedermanns Sache, aber ich glaube, dass es einen gewissen Suchtfaktor für diese Art des Reisens hervorruft und anheizt. Allerdings nicht bei mir, muß ich gestehen ;-)

    Allerdings sind Deine Bilder dazu sensationell. Macht sehr viel Spaß, sie zu durchsuchen und die Landschaften Norwegens auf diesem Weg nähergebracht zu bekommen. Danke dafür.
    HG D.
  • scanpics 18. Oktober 2018, 7:12

    Moin Tore,
    das ist ja fast schon ein Suchbild. Gut getarnt, bis auf die Satteltaschen, verschmilzt Deine Behausung mit der Natur. Ich glaube, das ist es für Dich. Eins zu sein mit der Natur. Alles hautnah zu erleben, zu genießen und aufzutanken. "Tarpen" hört sich gut an - sehr gut sogar. "Mittendrin, statt nur dabei", habe ich mal irgendwo gelesen ...... passt!
    Schön norwegisch sieht das Fjellpanorama aus, wirkt recht abenteuerlich mit der bedrohlichen Bewölkung - so wie Du es magst (vielleicht eine LZB, weil es schon relativ spät und dunkel war). Die kleinen Bächlein haben bestimmt für eine ruhige und einschläfernde Geräuschkulisse gesorgt, wobei Du bestimmt keine Einschlafhilfe benötigt hast ...
    Viele liebe Grüße nach Høxter, Christian
  • Markus Dorka 17. Oktober 2018, 21:22

    Hallo Tore,
    das Foto gefällt mir sehr gut. Wenn ich es mir ansehe und vorstelle, dass du hier einen Tag verbracht hast, frage ich mich, ob du Probleme mit Mücken hattest. Mich interessiert auch, wie sich das selbstgemachte Tarp im Dauerregen bewährt hat.
    LG Markus
    • Tore Straubhaar 17. Oktober 2018, 21:34

      Hallo Markus,
      tja, in diesem Jahr habe ich nicht eine Mücke gesehen. Ich denke, dass diese mein größtes Problem hätten werden können. Da das Frühjahr und der frühe Sommer in Norwegen auch sehr trocken und warm waren, hatte ich ein wenig darauf spekuliert, dass es nicht viele Mücken geben wird. Da hatte ich Glück, dass es wirklich so gekommen ist.
      Das Tarp hat sich im Regen gut geschlagen, besser als ich befürchtet hatte. Ich hatte zusätzlich noch einen ganz leichten Bivacksack (150g) dabei, der hat unter das Tarp wehende Tropfen zuverlässig abgehalten.
      Viele Grüße von Tore
  • Andreas Krieter 17. Oktober 2018, 19:44

    Nabend Tore,
    von hier aus sieht das einfach nur klasse aus! Aber ich brauche ja auch nicht den ganzen Tag unter dem Tarp verbringen wo man dann irgendwann jeden Knochen spürt. Da muss die Bewegung irgendwann gut tun ;-)
    Den verlauf der Reise so hautnah zu spüren und zu erleben das ist das coole bei Deinem Trip, das kann man wenn man mit dem Auto die Bahn lang ballert niemals so empfinden.
    Wenn ich das richtig verstehe bist Du auf dem Bild nur weniger 100Meter oder gar einige Kilometer von der Straße weg um Dein Tarp zu platzieren und die Landschaften zu genießen, oder?
    Weil dort über das Gras und den wild verwachsenen steinigen Boden zu Radeln muss ja unheimlich anstrengend sein.
    Dein Pano an dem sich verzweigendem Rauschebach und den schroffen Felsen und nicht zuletzt diesen schönen ziehenden Wolken in Toremanier, super cool sieht´s ausl!!
    Viele Abendgrüße von Rosy und Andreas
    • Tore Straubhaar 17. Oktober 2018, 20:08

      Hallo Andreas,
      fahren kann man in dem Gelände nicht. Die Straße, aber wirklich nur eine kleine, schmale verläuft etwa unterhalb des rechten Berges. Das waren etwa 200 bis 300m bis dahin. Die größere Europastraße Richtung Bergen verläuft durch den Berg.
      Vielen Dank und Euch auch ganz viele guteAbendgrüße von Tore