Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unseren Webseiten zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Deiner Nutzung unserer Webseiten an unsere Partner für Emails, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen

Was ist neu?
Europäisch bedeutsame Arten (2): Der Pelzfarn (Notholaena maranthae)

Europäisch bedeutsame Arten (2): Der Pelzfarn (Notholaena maranthae)

909 7

Holm Riebe


Free Mitglied, Bad Schandau

Europäisch bedeutsame Arten (2): Der Pelzfarn (Notholaena maranthae)

Der Pelzfarn besitzt eine Verbreitung die sich über große Teile des südlichen Eurasien vom Himalaya bis zu den Pyrenäen erstreckt. Trotz dieses großen Areals ist er zugleich eine sehr seltene Art. Außerhalb des Mittelmeergebietes, wo sich sein Verbreitungsschwerpunkt befindet, sind im übrigen Europa gerade mal ein Dutzend Vorkommen bekannt. Die Art wächst in trockenwarmen Klima auf Basalt aber noch häufiger auf Serpentinstandorten, selten auf anderen Gesteinen. Die hohe Bedeutung der floristischen Rarität erklärt sich unter anderem aus dem Reliktcharakter der Art, denn sie gilt als ein Zeuge eines früheren wärmeren Zeitalters, wahrscheinlich des voreiszeitlichen Tertiärs. Wie bei allen Reliktarten ist die Lebensuhr der Art abgelaufen und es kann nur noch darum gehen, die letzten Standorte zu erhalten. In Östereich nur einige wenige Standorte, in Ungarn gibt es nur ein Vorkommen bei Tapolca, in der Slowakei keines, in Tschechien zwei, eines bei Mohelno und im Cesky kras, das Nördlichste.

Kommentare 7

  • Hans-Reiner Bohn 4. Mai 2008, 13:31

    ...und wieder eine Lehrstunde mit sehr guter Bebilderung abgehalten!
    Klasse Arbeit Holm!
    lg, reiner
  • Krebs 3. Mai 2008, 8:59

    Wenn mein Biolehrer- Vater bei den vielen Wanderungen mir zahllose Pflanzen erklärte, hörte ich aus kindlicher Opposition prinzipiell weg. Umso mehr freue ich mich jetzt, wenn ich bei Dir, oder Frank ZimmermannBB , sowas nachholen kann.
    Ich werde mal auf unseren Basaltkuppen nach diesem Farn suchen.
    Die Liebe zur Natur aber ist geblieben.
    Sehr sauber abgelichtet, das Bild.
    VG Peter
  • Cora Hübner 2. Mai 2008, 21:53

    Schön, diese Art mit der ausführlichen Information hier von Dir gezeigt zu bekommen. Aber im Zuge der allgegenwärtigen Klimaerwärmung stehen die Chancen ein paar Vorkommen zu erhalten (im Gegensatz zu einigen Eiszeitreliktpflanzen) vielleicht doch gar nicht so schlecht?

    Liebe Grüße
    Cora
  • Marko König 2. Mai 2008, 21:39

    Interessante Aufnahme und Information - gefällt mir.
    Viele Grüße,
    Marko
  • Klaus Kieslich 2. Mai 2008, 21:39

    Eine sehr gute Aufnahme und Info dazu
    Gruß Klaus
  • Ryszard Basta 2. Mai 2008, 19:45

    super Foto und Erklaerung dazu
    man lernt sich auch was
    sogar die gewoehnlichste Farn
    die wir ueberall finden koennen
    sieht sehr orginell aus,zumal
    als die Pflanze entwickelt sich.
  • Erhard Staufenbiel 2. Mai 2008, 19:40

    Eine seltsame Pflanze, sieht so fleischig aus.
    VG Erhard