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"Ein Streitfall", Innsbruck-West, 06.12.2003

"Ein Streitfall", Innsbruck-West, 06.12.2003

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Laufmann-ml194


World Mitglied, aus Unentschiedenheit

"Ein Streitfall", Innsbruck-West, 06.12.2003

.. war seinerzeit die Abnahme der drei Prototypen der Reihe 1012, die als Nachfolger der legendären 1044 gedacht waren. Mit vielen Komponenten der 1014 (Drehgestelle), einer Geschwindigkeitsauslegung bis 230 km/h und dem Pflichtenheft war sie von der Konzeption ähnlich wie die SBB Lok 2000 einzuordnen.
Die Streitigkeiten waren in verschiedenen Umständen während der Bau- und Abnahmephase ab 1993 / 1994 begründet, u.a. in der Änderung des EU-Ausschreibungsmodus und im wesentlichen, m.E. ziemlich entscheidenden Punkt, das ein neuer ÖBB-Vorstand sein Amt antrat. Meines Erinnerns war es dabei so, dass man dort die rechtliche Abnahmeverpflichtung der 3 Prototypen in Frage stellen wollte. Letztlich musste die ÖBB die drei 1012 von SPG abnehmen (der ursprüngliche Preis von 6,4 Mio. wurde auf 5,0 Mio. Euro heruntergehandelt).
Wenn man von diesen Nebengeräuschen absieht, war der entscheidene Todesstoss für die doch als optisch gelungen anzusehende 1012, die Konzeption der Taurus-Spielarten (ES64U2 bzw. Weiterentwicklung ES64U4) ab Ende der 1990er-Jahre, die sich als weit mehr als Universallokomotive und zudem kostengünstiger als die seinerzeit 70 Mio. ATS kostende 1012 erwies.
Wegen eingeschränkter Verwendungsfähigkeit dürften die 1012, wie hier die 1012001-2, meistens nur am "Rand" rumgestanden haben.
Ab 2006 verkauften die ÖBB die Splittergattung 1012 an Hector Rail, wo sie in von Hallsberg / Schweden ausgehend in dunkelgrau/oranger Lackierung" als 141.001 bis 141.003 vor Güterzügen unterwegs sind.
Von Probe- und Abnahmefahrten abgesehen (auch Schiebelok-Einsätze am Semmering sind dokumentiert - u.a. von mir) setzte die ÖBB die 1012 bei den Zügen der "Rollenden Landstraße" ein.

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