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Sascha Braun


Basic Mitglied, Tönisvorst

ehem. Freibad I

Bild vom 17.02.04

F717, Exif im Bild

Am 13. Juli 1934 begann man mit dem Bau einer Hörder Badeanstalt. In einjähriger Bauzeit entstand im westlichen Zipfel des Schallackers durch die freiwillige Arbeit von Vereinsangehörigen des Sport- und Turnvereins „Hörder Verein 1929" nach den Plänen und unter Leitung des Baumeisters Pohl und des Architekten Kessemeier eine schmucke Schwimmbahn in der Größe von 25 x 12,50 m. Um die Heilkraft des Schwefelwassers noch besser zu nutzen, wurden auch vier Wannenbäder errichtet, an die sich gut eingerichtete Liegeräume anschlossen. Die Einweihung fand am 12. Mai 1935 statt. Sie wurde von Direktor Dr. Brettschneider vom Dortmund-Hörder Hüttenverein vorgenommen. Zur Eröffnungsfeier wurden verschiedene schwimmsportliche Veranstaltungen geboten. Eine Feier im Stiftshofsaal rundete am Abend die Feier ab. Meist konnte man schon ab April von 6.00 Uhr an in die lauwarmen „Fluten" des Warmwasser-Freibades springen. Bereits 1937 mußten zwölf weitere Wannenbäder eingerichtet werden. Das Bad erfreute sich größter Beliebtheit.
Nach Kriegsende wurde das Bad 1950 wieder hergerichtet und eröffnet. Große Mengen Teer mußten aus dem Becken entfernt werden. Wie in jedem Jahr wurden immer wieder Renovierungsarbeiten vorgenommen. Anfang 1993 gab es dann bei der Stadt Dortmund Überlegungen, den jährlichen Zuschuß für die Hoescheigenen Sportanlagen zu streichen. Nach einem HoeschSprecher war das Bad dringend renovierungsbedürftig und ein Faß ohne Boden. Eine Schließung des von den Hördern so geschätzten Bades deutete sich an. Nun ging aber doch alles recht schnell. Mitte März 1993 ging das Bad im Strudel finanzpolitischer Überlegungen unter. Angesichts leerer städtischer Kassen war man nicht mehr bereit, den Zuschuß zu tragen. Die Hoesch AG sah sich ohne diesen Zuschuß nicht mehr in der Lage, das Bad weiter zu betreiben, es blieb geschlossen.
Sofort bildete sich eine Initiative von Freunden des Warmwasserbades. Am 15. Juli 1993 wurde ein Verein gegründet mit dem Hintergrund, das Schallacker-Freibad zu retten. Freiwillige Helferinnen und Helfer brachten dann das Bad auf eigene Kosten (Spenden) auf Vordermann. Viele Stunden wurde gewienert und gemalt. Hörder Bürger warteten schon auf die Wiedereröffnung 1994, alles war betriebsbereit. Aber immer wieder wurden unüberwindliche Auflagen gemacht.
Das kleine gemütliche Bad, das ein Treffpunkt für jung und alt gewesen war, wurde nicht wieder geöffnet.
Im Februar wurde das übriggebliebene Vermögen des
Schallacker-Vereins, in Höhe von 3.600 Mark, dem Kinderschutzbund als Spende übergeben.

Es bleiben nur Erinnerungen, besonders auch an die dort tätig gewesenen Schwimmeister/innen: Julius Pusch, Fiedler, Alberternst, Fritz Ehrlichmann, Silvia Advent und andere.
Anstelle des Bades befindet sich heute dort eine Beach Volleyball-Anlage.

Quelle: "Hörde damals - Bilder von 1952-2001"

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