Du, ich würde nicht auf das Bild starren, sondern die Beine in die Hand nehmen

Du, ich würde nicht auf das Bild starren, sondern die Beine in die Hand nehmen

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Martin Rodan


Premium (World), Neustadt am Rübenberge

Du, ich würde nicht auf das Bild starren, sondern die Beine in die Hand nehmen

Du, ich würde nicht auf das Bild starren, sondern die Beine in die Hand nehmen


Nachdem die wackeren Mitstreiter/innen des laufenden Challenge, die Messlatte schon auf eine erstaunliche Höhe gelegt haben, möchte auch ich nun einen bescheidenen Anteil dazu beitragen.

Zum Forumsthread:
http://www.fotocommunity.de/forum/read.php?f=11&i=196303&t=196303

Auf dem Weg zu den Umkleidekabinen muss ich irgendwo falsch abgebogen sein, denn auf ein Mal fand ich mich in einem abgelegenen Teil des versiegelten Labortraktes wieder.
Zu Zeiten des Kalten Krieges hatten hier namhafte Wissenschaftler, die widerlichsten Experimente an Menschen und Tieren durchgeführt.
Nach dem Auftauchen von seltsamen Gerüch(t)en an der Öffentlichkeit, sah sich die Regierung genötigt, die bisher geheime Forschungsanstalt zu schließen und einen Mantel des Vergessens über dieses Zeugnis menschlicher Abgründe zu werfen.
Doch zu spät, denn die Früchte jahrzehntelangen Schaffens gären in maroden Metallfässern vor sich hin und geben heute Tropfen um Tropfen ihren schrecklichen Inhalt frei.

Meine Kollegen und ich waren dazu eingeteilt worden, die vorhandenen Räume wieder zugänglich und bewohnbar zu machen. Da das Gelände inmitten eines weitläufigen militärischen Sperrgebiets liegt, wurden wir nur wöchentlich ausgetauscht und mit Material versorgt.
Heute, nach einem besonders anstrengenden Tag, wollte ich mich ein wenig frisch machen.
Auf dem Weg zu den Kabinen fiel dann plötzlich die Beleuchtung aus und ich irrte durch die finsteren Gänge. Durch den fehlenden Strom hatte dann irgendeine vergessene Sicherheitsautomatik sämtliche Haupttüren geöffnet, so dass ich, in der Annahme die Kabinen erreicht zu haben, fälschlicher Weise in ein nun offenes Labor gestolpert bin.
Nun begannen sich die Dinge zu überschlagen, denn mittlerweile waren die Notstromgeneratoren angesprungen. Das Licht flammte gleißend wieder auf und mit einem dumpfen Knall schlossen sich die schweren Sicherheitstüren.

Ich war gefangen und ein beißender Gestank machte das Atmen zur Qual doch zum Glück hatte ich noch meine Gasmaske am Gürtel.
Jetzt nur nicht nervös werden, dachte ich mir, was aber beim Anblick der leckenden Fässer und den aufsteigenden Nebelschwaden nicht recht gelingen mochte.
Die Haut brannte wie Feuer und in meinem inneren schien sich ein glühender Stahlofen zu befinden. Ich glaubte meinen Augen nicht zutrauen, als beim Betrachten meiner Extremitäten, diese durchscheinend wurden. Die Schmerzen sagten mir, dass noch alles vorhanden war, aber ich konnte meinen Körper nur noch als Schemen erkennen.
Die Beherrschung hatte ich längst verloren, als ich schreiend und tobend durch den Raum lief.
So bekam ich es auch gar nicht mehr richtig mit, als mit einem Knall die Laborscheibe aufsprang und sich das giftige Gemisch in die angrenzenden Gängen und Räumen verteilte.

Ende


Der Raum ist übrigens ein alter „Bekannter“, es wurden NUR die vorhandenen Texturen durch andere ersetzt. Das Fleisch wurde mittels Ebenenmaske aufgelöst. Was jetzt noch davon sichtbar ist, sind separierte Lichter und Schatten, mit geringer Deckkraft.

Bäng-Bäng "FEUER FREI"
Bäng-Bäng "FEUER FREI"
Martin Rodan

Kommentare 6

  • andre Sertic 22. November 2008, 18:20

    jo bin schon wech grusel der meisterklasse
    lg andre
  • try out 20. November 2008, 0:10

    !!!!****

    lol.

    neenee....hier is was los..
    hust

    ohjee;-((((((((((((((((((((((

  • stefan-scherb 13. November 2008, 9:05

    Schöne farbabstimmung und sehr schön gasige Atmosphäre. :-) Gefällt mir!!!

    Gruß Stefan
  • Martin Rodan 11. November 2008, 18:45

    @thoralf b

    Ob mir in meinem jetzigen Zustand überhaupt ein Apotheker auch nur ein Zäpfchen verkaufen würde, wage ich in Frage zu stellen.
    Da werde ich es wohl online bei Doc Morris versuchen müssen ;-)

    Gruß - Martin
  • Thoralf B. 11. November 2008, 17:44

    Ich würde sagen die Fässer sichern und in Flaschen abfüllen. Dann das Zeug zusammen mit Aspirintabletten verkaufen, und du kommst ganz dicke raus.
  • Martin Rodan 10. November 2008, 18:21

    ;-) Danke Axel, für die passende Definition meines seelischen Zustands.

    Wie sagte schon Gandalf: "Flieht Ihr Narren!!!"

    Gruß - Martin