Dscheladas (Blutbrustpaviane)

Dscheladas (Blutbrustpaviane)

1.606 12

Uwe Vollmann


Premium (Complete), Gratwein / Graz-Umgebung

Dscheladas (Blutbrustpaviane)

Unterwegs mit Stefan Kuba im Tierpark Herberstein

Mit dem Besuch dieser sehr lebendigen Affengesellschaft haben wir unseren gemeinsamen Fotoausflug im Tiergarten Herberstein begonnen! Klar, denn die Affen ziehen uns Menschen nun mal am ehesten an, also war dies auch unsere erste Station!

Der Dschelada oder Blutbrustpavian (Theropithecus gelada) ist eine sehr seltene Primatenart aus der Unterfamilie der Backentaschenaffen innerhalb der Familie der Meerkatzenverwandten. Er ist eng mit den Pavianen verwandt.

Dscheladas sind Vegetarier und bewohnen ausschließlich das Hochland von Äthiopien. Ihr Lebensraum sind gebirgige Grasflächen in einer Höhe von 2200 bis über 4400 Metern Seehöhe.

Sie sind reine Bodenbewohner, zum Schlafen ziehen sie sich in Felsspalten oder enge Schluchten zurück, den Tag verbringen sie mit der Nahrungssuche auf den ebenen Gebieten. Die Nahrung besteht in der Regenzeit hauptsächlich aus Gras und Grassamen und in der Trockenzeit zusätzliche auch aus Wurzeln und Knollen. Es sieht immer wieder sehr lieb aus, wie sie mit ihren geschickten Händen das Gras zupfen, begutachten und verzehren.

Das auffälligste Merkmal der Dscheladas ist ein roter, haarloser Fleck auf der Brust. Dieser ist bei Männchen sanduhrförmig und in der Brunftzeit knallrot, bei Weibchen bildet sich dort während des Östrus eine Reihe roter Warzen, die bei dem hinteren Tier im Bild ganz rechts sehr deutlich zu sehen sind. Die Tiere haben ein braunes Fell und erreichen eine Kopfrumpflänge von 50 bis 75 Zentimetern, der Schwanz, der in einer Quaste endet, wird ebenso lang wie der Körper. Mit einem Gewicht von bis zu 21 Kilogramm sind die Männchen um einiges größer als die Weibchen, die nur rund 14 Kilogramm erreichen, darüber hinaus tragen die Männchen eine eindrucksvolle Mähne.

Die Tiere leben in Gruppen zusammen und sind sehr sozial. Im Gegensatz zu den Pavianen führen die Weibchen die Gruppe an und tragen auch eine wichtige Rolle bei der Wahl ihres Männchens. Will ein männliches Tier ein anderes aus einer gemischten Gruppe vertreiben, kommt es zunächst zum Kampf zwischen ihnen. Ungeachtet des Ausgangs dieser Auseinandersetzung haben die Weibchen bereits ihre Wahl getroffen und vertreiben das unerwünschte Männchen.

Dscheladas kennen kein Territorialverhalten: Wenn reichlich Nahrung vorhanden ist, schließen sich mehrere Gruppen zu Verbänden zusammen, die über 300 Köpfe umfassen können. Soziale Interaktion und gegenseitige Fellpflege geschehen allerdings nur innerhalb der kleinen Gruppe, Tiere aus fremden Gruppen beachten einander kaum.

Quelle: Wikipedia

Kamera: Canon EOS 5D
Belichtung: 1/500 s bei f/5.0
ISO: 200
Brennweite: 200 mm
Objektiv: Canon EF200 mm f/2,8L USM

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