...DIE VÖGEL... oder:...wie Trauer die Wahrnehmung verändert...

...DIE VÖGEL... oder:...wie Trauer die Wahrnehmung verändert...

KLEMENS H.


Premium (Pro), aus der Stadt zwischen Solling und Weser

...DIE VÖGEL... oder:...wie Trauer die Wahrnehmung verändert...

NIKON CP 8800 + POL-Filter + Picasa

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- siehe auch zum Thema "Trauer":

DORNEN IN SEIN SCHWARZES HERZ... (Trauerbild mit Gedicht)
DORNEN IN SEIN SCHWARZES HERZ... (Trauerbild mit Gedicht)
KLEMENS H.
DIRK GEWIDMET UND... (zum Totensonntag)  - AUSSTELLUNGS-FOTO "WERDEN UND VERGEHEN"
DIRK GEWIDMET UND... (zum Totensonntag) - AUSSTELLUNGS-FOTO "WERDEN UND VERGEHEN"
KLEMENS H.

- siehe auch eine andere Variante
zu diesem Themenkreis
"...wie eine Gefühlslage die Wahrnehmung verändert...":
...wie Freude die Wahrnehmung verändert...
...wie Freude die Wahrnehmung verändert...
KLEMENS H.

Kommentare 23

  • gisa erdmann 14. Februar 2016, 23:57

    Hallo Klemens,

    danke für Deine Aufmerksamkeit zu meinem Bild. Ich wußte, daß Du es verstehen würdest. Es freut mich hier jemanden zu wissen, der den Mut hat Fotografie einen größeren Raum zu geben, als allgemein hin üblich.
    Der Bildausschnitt war leider nicht anders zu bewerkstelligen.
    Bei dem Bild geht es um die Gruppenseele der Vögel.
    Es reicht nicht, einfach nur viele Vögel darzustellen.
    Deshalb fand ich diese Version so überraschend treffend, weil es einen Anflug von Beseeltem hat.

    Nun zu Deinem Trauerbild.
    Und ob ich das kenne, wie Schmerz und auch Freude die Sichtweise auf die Welt verändern können.
    So schlimme Tage, aber auch so schöne Tage, sind tief in der Erinnerung verankert.
    Da sind Bilder im Kopf und im Gefühl, aber auch Gerüche, Temperatur, Wind, Sonne, Menschengesichter, Körper,Geräusche.... und,und,und.......

    Dieses dann auch ins Bild zu fassen ist großartig. Das gelingt Dir ganz hervorragend!
    Früher, als ich die traurigen Situationen hatte, habe ich das in der Malerei ausgelebt, aber jetzt vielleicht auch über die Fotografie.
    Vielleicht bin ich noch zu sehr Laie, aber ich nehme mir ein Beispiel an Dir und werde mutig weiter machen.

    Mit ganz lieben Grüßen,
    Gisa


  • Emir Hadzidervisagic Roki 21. Juni 2009, 17:51

    Un' atmosfera molto suggestiva e intrigante come in scene da ''film noir'' della Alfred Hickok...in uno sfondo stupendo!!! ECCELLENTE, Klemens!! FANTASTICI!!!!
    Tutti complimenti e un saluto....Roki
  • Rüdiger Stolp 6. Februar 2007, 19:27

    Ich hatte heute einen schönen Tag in Köln, da kann ich jetzt ein wenig Trauer vertragen :-).

    Gruß
    Rüdiger
  • Lydia S. 5. Oktober 2006, 0:55

    Ja - Trauer verändert die Wahrnehmung - sehr sogar.......

    l.g.
    lydia
  • D.Kaden 3. Oktober 2006, 8:23

    Das Bild und die Gedanken hier auf dieser Seite haben mich heute morgen ganz unvorbereitet ge / be - troffen.

    Trauer ist eine unsichtbare Lebensform und sie währt lange, während alle anderen glauben, man habe
    den " Blick aus dem Dunkel " gehoben.
    Danke für das dunkelBlau :-)
    Liebe Grüße - Doris
  • Martina Bie. 30. September 2006, 19:15

    klemens, das ist richtig. erst muss man bereit sein, wieder leben zuzulassen, dann kann das geschehen, was wir von unten nach oben verfolgen können...
    aber ich bin halt dem verlauf des bildes von oben nach unten gefolgt, daher auch meine bemerkung vom falsch aufgezäumten pferd. :-))
    ich freu mich auch immer wieder, wenn sich unsere gedanken irgendwo treffen :-).
    lg martina
  • KLEMENS H. 30. September 2006, 14:50

    @ Gerd-chen:
    ...das "Geheimnis" für die "schwarzen" Möwen
    will ich dir gerne verraten...:

    es ist eine Gegenlicht-Aufnahme
    in eine Gewitterwolke hinein... ;-))
    ...wahrscheinlich sinke ich jetzt in deiner Achtung... ;-))

    @ Martina:
    durch meine Bearbeitung wurde der Helldunkel-Kontrast erhöht,
    nicht vermindert...

    ...Du hast natürlich recht:
    das Bild ist von unten nach oben zu lesen -
    auch wenn der Blick zuerst
    auf den Lichtfleck, die kontrastreichen Wolken und die Vögel fällt...
    Danke für deine am Foto entwickelten
    und weiterführenden Gedanken:
    sie sind deckungsgleich mit dem,
    was ich darstellen wollte,
    was mir natürlich große Freude bereitet...!

    @ Gabi Anna und @ alle:

    Zu Beginn einer Kummer- oder Trauerphase
    mag man nichts sehen (oder hören),
    erst wenn sich der Blick
    aus der "dumpfen, lähmenden Umnachtung" erhebt...
    und beginnt, die Umwelt wieder aufzunehmen,
    finden lebhafte gedankliche und emotionale Aueinandersetzungen statt
    (s. die kreisenden Vögel = kreisende Gedanken")...

    Diesen notwendigen Prozess,
    den man durchlaufen muss,
    um sich wieder dem Leben zuwenden zu können,
    nennt man "Trauer-Arbeit"...

    @ Martina und @ alle:

    Dieser heilende Prozess kommt aber erst in Gang,
    wenn man bereit ist,
    den Blick aus dem Dunkel zu heben...

    LG Klemens
  • Martina Bie. 30. September 2006, 7:28

    der bildteil mit den vögeln ist schon ausgesprochen interessant. selbst deine verfremdung vermag nicht zu verhindern, dass hier dunkelheit und helle miteinander "kämpfen". als ob der schritt zurück in die ewig fortschreitende zeit programmiert sei und die düstere stimmung in gestalt der vögel nur augenblicksweise erneut gewalt bekommt (warum muss ich hier an goethes "osterspaziergang" denken? vermutlich wegen des kampfes der jahreszeiten...)
    gehe ich in den unteren bildteil, dann umgibt mich ein düsteres licht, das selbst dort, wo es aufgehellt ist, keinen optimismus verbreitet; da gibt es kaum strukturen, alles geht ineinander über - man ist gefangen in der stimmung, die besitz ergriffen hat von einem.
    nun habe ich das pferd vom schwanze her aufgezäumt. alles in allem: für mich bringt dein bild optimismus mit - schlimmes, trauriges so zu sehen, dass man irgendwann wieder auftaucht, verändert und mit neuem mut sein leben anpackt.
    lg martina
  • Gerhard Schuster - lebrac 30. September 2006, 0:46

    wirklich Möwen?
    überraschend
    LG Gerd
  • KLEMENS H. 29. September 2006, 23:32

    @ Roswitha:
    ...ja, Du hast recht:
    Hitchcocks Gruselfilm "Die Vögel" habe ich mal gesehen,
    es war aber nicht der Film,
    der mich zu diesem Foto animiert hatte:

    immerhin ist es keine Fotomontage
    sondern ein reales Foto,
    das nur in den Farbwerten - allerdings spürbar -
    verändert worden ist...
    (deswegen ein Teil des TITELS in Großbuchstaben)

    Als vor einem Gewitter,
    (die es an der Costa Blanca auch mal gibt),
    die Möwen an der Steilküste im kräftigen Aufwind kreisten,
    rief das in mir das Bild hervor,
    welches Ihr hier seht:
    der Titel "Die Vögel" soll dabei mehr
    die düstere Stimmung unterstreichen,
    als konkret an den Film erinnern...

    @ Dieter:
    insofern hast Du die Stimmung tatsächlich so erfasst,
    wie sie von mir beabsichtigt war -
    worüber ich mich sehr freue...

    Diese Düsternis assoziierte ich dann
    mit eigenen Erlebnissen von Kummer und Trauer,
    mit Bildern, die in mir aufstiegen...

    @ alle:
    ich danke euch sehr für euer Verständnis,
    eure Zustimmung
    und eure weiterführenden Gedanken...

    LG Klemens
  • Martin H 29. September 2006, 23:00

    Einfach großartig!

    Viele Grüße - Martin
  • N. Claudia 29. September 2006, 22:36

    ich finde das bild so wie es ist sehr eindrucksstark. lg. claudia
  • Roswitha Keller 29. September 2006, 20:22

    hast den Film vorher geschaut. Finde es eine wahnsinnige Stimmung die Du eingefangen hast. Gruss Roswitha
  • Gabi Anna 29. September 2006, 17:56

    ....
    in der trauer,
    ja, da hat der mensch kein auge mehr für das helle,
    es ist ein dunkler weg, der durchschritten werden muss..
    und jeder kommt verändert aus diesem prozess hervaus..nichts ist mehr wie früher......
    dein bild spricht davon...
    darum spricht es mich sehr an...

    liebe grüsse
    gabi
  • Christap 29. September 2006, 15:59

    Da es mir gerade sehr gut geht, kann ich mit tiefgründigen Kommentaren zu Trauer usw. zur Zeit nicht aufwarten. Auf mich wirkt das Bild einfach nur dunkel und bedrückend... Wahrscheinlich auch durch die Vögel, die wie Raben, also "Galgenvögel", aussehen und immer einen Hauch des Todes verbreiten, vor allem, wenn sie ihr heißeres Krächzen hören lassen.
    LG Christa

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