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Premium (Basic), Ruhrgebiet

Die Bunkeranlagen

... der Erzbrech- und Siebanlage, kurz EBUS genannt, des Hüttenwerkes Phoenix West.
Was übertage noch sehr unscheinbar aussieht, entwickelt sich untertage zu einem Betonbau immenser Ausmaße.

Hier zu sehen das Ende einer Bunkertasche, an die sich oberirdisch die Waggonentleerung anschließt.

Ausgeleuchtet durch Maglite, ansonsten stockduster da unten.

Man muß noch dazusagen, daß es stellenweise ziemlich eng dort ist, so daß man nicht immer mit dem Bildausschnitt kann, wie man will, weil man einfach nicht weiter zurückgehen kann.

Kommentare 6

  • westfalenhuette punkt de 20. September 2004, 2:59

    @Björn: 82 ist eine Vermutung, da diese Zahl immer wieder auf Schaltkästen in "Abgeklemmt am ..."-Beschriftungen auftaucht. Wann die Sinterbude auf Union weg kam, weiß ich nicht, vermute aber mal schon eher. Weiß auch nicht, wie groß/klein das Werk dort war. Danach wird dann wohl die fette Dioxinschleuder auf der Westfalenhütte alle Dortmunder Werke, sprich dann WH und Phoenix, versorgt haben. Mit dem Stecken schaunmerdannmal ;-)

    Gruß
    Haiko
  • indugrafie (punkt) de 19. September 2004, 15:45

    @Haiko: sehr interessante Info. Habe auch noch Fragen:
    Wieso war die Anlage nur bis 1982 in Betrieb?
    Wurde bis zur Stillegung von Phoenix-West auf Union gesintert?

    Zur Wedelei: die Antwort auf die Frage werd ich Dir dann stecken *g*

    Gruß Björn
  • westfalenhuette punkt de 18. September 2004, 22:19

    Da weißt Du doch auch gleich wieder, wozu Du Dir das Weitwinkel gekauft hast. Diese Seite kommt besser als die, auf der ich stand. Wedelei kommt auch gut.

    Die Anlage dürfte Anfang der 50iger in Betrieb genommen worden sein und lief bis vermutlich 1982. Ich bin mir nur noch nicht ganz sicher, wie der Materialfluss dort nun wirklich aussah, denn das Erz kam ja nicht in direkter, sondern in gesinterter Form in den Hochofen. Wagenlaufpapiere, die dort mal zu finden waren, zeigen, daß Erz aus Kiruna, Tuolluvaara, Suappavaara, Vivaldi und Itabira im von der Dortmund-Hörder Hüttenunion betriebenen Hardenberg-Hafen entladen und in der Sinteranlage Union gesintert wurde. Nur schien nicht der naheliegende Weg Hardenberg-Hafen - Union - Phoenix gegangen worden zu sein, sondern nach Sichtung diverserer Unterlagen ergibt sich folgendes Bild:

    Entladung im Hardenberg-Hafen - Bahntransport nach Phoenix - Durchlaufen der EBUS-Anlage zwecks Erzkonditionierung - Transport nach Sinteranlage Union - Transport zu Hochöfen Union und Transport zu Hochöfen Phoenix.

    Das ganze macht nur wenig Sinn, wenn man sich das EBUS-Anlagenlayout betrachtet: hier ja zu sehen die Bahnentladung, dann gings im Bild gesehen nach vorne, dann rechts, die beiden schrägen Bandbrücken hoch in die vordere Halle der Anlage, dort Brechen etc, überirdisch, zerkleinertes Erz kommt unterirdisch an, wird dort über diverseste Bänder herumtransportiert, kommt anschließend in der an der Hochofenseite stehenden kleinen Halle wieder zu Tage und wird über die lange Bandbrücke in die Möllerbunker neben den Hochöfen gebracht (Eckturm und Querverbindung zu den Bunkern fehlt heutzutage, Hauptteil der eingehausten Bandbrücke steht ja noch). Daß das Ganze zwischendurch noch auf Union ging, erschließt sich dem Betrachter also nicht gerade.

    Fragen über Fragen folglich. Bin aber mal gespannt, wie weit Du in den eigentlichen, riesigen EBUS-Katakomben mit Deiner Wedelei kommst ;-)

    Gruß
    Haiko
  • Heinz Lukas 18. September 2004, 15:01

    So alte Anlagen haben schon was, die Ausleuchtung ist sehr gut gelungen, interessantes Foto.
    Gruß Heinz
  • Michael O. L. 18. September 2004, 14:51

    gut licht ins dunkle gebracht...
    vielleicht wäre mehr links günstiger gewesen...sagt aber so leicht in dem dunklen kasten

    gruss micha
  • Blue Sign 18. September 2004, 13:50

    Oh weia, siehts da morbide aus.
    Gut gemacht.
    LG, Irene