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Die beklemmenden Gefühle in leeren U-Bahnstationen

Die beklemmenden Gefühle in leeren U-Bahnstationen

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Stefan Hessenbruch


Free Mitglied, Taufkirchen (Vils)

Die beklemmenden Gefühle in leeren U-Bahnstationen

Ein anderes "wieder belebtes" Bild von der Festplatte. Mir waren die damals nicht gut genug. Mittlerweile finde ich aber gefallen dran. Deswegen lad ich die jetzt hoch.

Und weil einige Buddies gemeint haben ich soll doch. :-)

Dieselbe Station, andere Sicht:

The Crystal Method
The Crystal Method
Stefan Hessenbruch

Kommentare 4

  • Sebastian Kobel 31. März 2005, 18:51

    ich finde das ein sehr schönes bild. die leeren beklemmenden gefühle, wie du es beschreibst, finde ich gerade das tolle an u-bahnen. so etwas hat man nirgends.

    U-Bahn

    Die Menschen kommen, die Menschen gehen. Der Bahnhof. Ein Ort, voller Hektik und Stress. Keiner hat Zeit, keiner nimmt sich die Zeit; die Zeit, sich mal umzusehen, zu schauen, wie der Bahnhof aussieht. Der Bahnsteig ist leer. 10:44 Uhr. An der Wand, ein Werbeplakat. Die Rolltreppe surrt. Sonst ist es still.

    10:45 Uhr, zwei Leute stehen auf der Rolltreppe und kommen dem Bahnsteig näher. Sie gehen ein paar Schritte, lesen das Werbeplakat. Sie warten. Warten auf den Zug, der bald einfährt und dann wieder in der Dunkelheit verschwindet.

    10:47 Uhr, mittlerweile kommen immer mehr Leute die Rolltreppe hinunter und verteilen sich auf dem Bahnsteig. Die Zeitung in der Hand, das wichtigste kurz lesen bevor der Zug kommt.

    10:48 Uhr, eine Zigarettenkippe fällt auf das Gleis. Eine dünne Linie von Rauch zieht an die Decke des Bahnhofs. Die Glut, erlischt. Auf der Anzeigetafel ist ersichtlich, U3, fährt in 3 Minuten.

    10:49 Uhr, der Bahnhof, voll von Menschen die warten, die auf den Zug warten. Hektisch, ruhig, müde, aber warten müssen alle.

    Die Wände sind mit Fliessen belegt. Es scheint, als wären sie schön seit über hundert Jahre da. Weiss waren sie mal, grau sind sie nun. Schmutzig. Es ist die U-Bahn-Atmosphäre.

    10:50 Uhr, dichtgedrängt stehen sie nun da; die Wartenden. Warten bis der Zug kommt.
    Auf der Anzeigetafel steht nun, fährt in 1 Minuten.

    10:51 Uhr, manche Blicken nervös in den schwarzen Tunnel. Auf der Schiene ist nun schon das Glänzen des Zuglichtes zu erkennen. Der Zug erscheint nun im hell beleuchteten Bahnhof. Wie die Fliesen, so auch die U-Bahn. Sauber war sie mal. Schmutzig ist sie nun.
    Mit lauten Bremsen hält der Zug mit einem heftigen Ruck. Die Türen öffnen sich und Menschen treten hinaus. An der Rolltreppe ist ein dichtes Gedränge, es folgt die fahrt hoch hinaus, zum Ausgang.
    Die Wartenden betreten nun die U-Bahn, der Bahnsteig wird leer. Durch den Lautsprecher ertönt die Stimme: „zurücktreten!“, und mit einem knall schliessen sich die Türen. Auf der Anzeigetafel steht nun: Zug fährt sofort.
    Somit rollt der Zug zuerst langsam dann immer schneller in den Schwarzen Tunnel. Es breitet sich Ruhe im Bahnhof aus. Kein Mensch ist mehr auf dem Bahnsteig. Nur ein leichter Zugwind ist zu spüren.

    Es ist still.









    Sebastian Kobel

  • S T E R I C 30. März 2005, 23:31

    Je länger man guckt, desto besser und zugleich auch beklemmender...gefällt mir gut!

    Lg, Steric
  • Stefan Hessenbruch 30. März 2005, 21:56

    Danke für die Blumen. Mir gehts so wenn ich Deine Portraits sehe. Aber das endlich mal anzugehen dazu fehlt mir auch die Zeit. So Bilder wie oben mach ich meist ganz schnell. Man könnte fast "Schnappschüsse" dazu sagen.

    Der Schritt nach links war übrigens nicht möglich. Ich stehe da auf dem Treppenabgang und links von mir war die Wand...
  • Olaf H.... 30. März 2005, 21:09

    Du machst bilder genau so wie ich sie immer machen möchte, aber es nie hinbekomme...
    Klasse das hier, obwohl einen schritt nach links hättest du noch gekonnt