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Marguerite L.


Premium (World), Zürichsee

Die Armut

am Tonle Sap war nicht zu übersehen.
Oft denke ich an diese Menschen dort, jetzt zur Weihnachtszeit noch mehr ...

Sternenkinder
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Marguerite L.


Von Norden wird der See durch mehrere Zuflüsse gespeist, im Süden tritt der nach dem See benannte Tonle-Sap-Fluss aus, der bei Phnom Penh in den Mekong mündet. Jedes Jahr im Juni ist dort ein weltweit einzigartiges Naturphänomen zu beobachten. Der Mekong führt zu dieser Zeit auf Grund der Monsunregenfälle und durch das Schmelzwasser aus dem Himalaya bis zu 4 mal mehr Wasser als in den trockenen Monaten. Da Kambodscha ein großteils sehr flaches und ebenes Land ist, drängt das Wasser des Mekong in den Tonle-Sap-Fluss, und dieser wechselt die Fließrichtung. Die Wassermassen drängen zurück in das Becken des Tonle Sap und füllen den See, der während der trockenen Jahreszeit eine Oberfläche von 2.600 – 3.000 km² aufweist, bis er auf ca. 10.400 km² (inkl. umliegende Flusslandschaften: bis zu 25.000 km²) anwächst und bis zu fünf mal so tief ist (von 2–3 m auf 14 m). Der Höhepunkt der Überflutungen wird im September erreicht. Zu diesem Zeitpunkt ist knapp ein Drittel der landwirtschaftlichen Kulturfläche Kambodschas von Wasser bedeckt.

Erst im November, wenn der Mekong wieder weniger Wasser führt, wechselt der Fluss erneut die Richtung, und das Wasser des Sees fließt langsam ab. Dieses Ereignis ist Anlass für das sog. Wasserfest (khmer: Bon Om Touk), das auch gleichzeitig den Beginn der Fischereisaison darstellt.

Unsere ganz andere Welt...
Merry Christmas
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Marguerite L.

Kommentare 27

  • Helle MH 7. Januar 2011, 13:37

    Ich habe mir jetzt alle deine Tonle Sap bilder angeschaut, finde sie sehr gut und sehr interessant. Habe auch lange mit mir gehadert wegen vielen von den kommentaren. Will auf der einen seite nichts unangenehmes schreiben, aber mich stört dann doch, wie viele menschen hier bei uns diese lebensverhältnisse romantisieren. Ob man in unserer überflussgesellschaft immer glücklicher ist, ist nicht gegeben, aber dass man glücklich und zufrieden ist, wenn man so arm ist, ist eher unwarscheinlich. Es ist keine kritik an dich Marguerite.

    Viele grüsse

    Helle
  • ImFluss 3. Januar 2011, 10:42

    Sehr gute Aufnahme, die uns mal wieder vor Augen führt, dass unser Leben hier auf sehr hohem Nivau ist und es zu 90% aber auf der Welt anders aussieht. Wobei dabei nicht sicher ist wo die Menschen zufriedener sind.
    VG Ines
  • Benita Sittner 2. Januar 2011, 15:54

    .....sehr schöne Reisedoku....das glaube ich Dir Marguerite...an diesen Eindrücken hat man viel zu verarbeiten....VLG Benita
  • Christiane S. 30. Dezember 2010, 17:59

    Manchmal - bei den Bildern der einfachen Pfahlhäuser o.ä. - denke ich darüber nach, ob so ein "einfaches" Leben nicht u.U,. glücklicher macht, als z.B. mein täglicher Stress, in dem ich stecke...
    An anderen Tagen - oder bei einem Bild, wie diesem hier und deinem Kommentar dazu - danke ich Gott auch wieder, dass ich die Gnade hatte, bisher ein Leben in Wohlstand und Überfluss leben zu dürfen.
    Es gibt so viel Geld auf der Welt und so viel Essen und kluge Menschen, dass es doch "eigentlich" für alle reichen müsste... Aber manche Menschen ersteigern z.B. für Millionen die seltsamsten Dinge und viel, viel Essen wird vernichtet, weil es zu viel ist - und ich stehe da und schüttel den Kopf.
    Das macht Gott sicher hier und da auch...
    LG Christiane

  • foto fex 27. Dezember 2010, 22:12

    was für originelle frisur der kleine hat!
    eine idyllische szene!
    lgf
  • Piroska Baetz 27. Dezember 2010, 10:08

    das leben ist leider überall bei normales menschen ist sehr -sehr schwer..ein schöne dokumentatio und fotoseria, es gibt leidr so viele problem auf unsere erde, was nur ein vinziges aufmerksamkeit man endern könnten
    lg. piri
  • ursch 25. Dezember 2010, 18:18

    die zwei in ihrer schüssel sind ja klasse.
    danke für die doku
    lg uschi
  • Peter Wichmann 25. Dezember 2010, 14:12

    Sehr schöne Doku!
    Gruß
    Peter
  • Marguerite L. 24. Dezember 2010, 7:55

    @ diese Menschen leben a u f dem Wasser,
    dh. auf Stelzenhäusern i m Wasser oder in hausbootähnlichen Unterkünften.
    Ohne Boot oder Schüssel kann man dort nicht leben ...
  • W. Franke 24. Dezember 2010, 6:37

    Ein ganz starkes Bild.
    LG aus SA
    Willi
  • Christian Fürst 24. Dezember 2010, 1:20

    Wer mit Armut nicht umgehen kann, und das sind Viele, der wird es inm Asien und ganz besonders Afrika natürlich schwer haben. aber inzwischen haben wir ja auch bei uns sichtbare Armut, Marguerite. Doch da armut in asien und afrfika massenhaft auftritt, reagieren die menschen halt anders, und so wirkt sie einfach "normal"
  • Andreas Pawlouschek 24. Dezember 2010, 0:01

    Eine sensationelle Geschichte und ein sehr gutes Bild. Wenn Du von Armut schreibst, dann muss man immer die Schmerzgrenze definieren. Ist wirklich arm, wer noch ein Boot hat.. Ich weiß es nicht und kann und will nicht urteilen - aber grübeln über ferne Länder und ihre Menschen. Und Du gibst viele Anregungen dazu. Vielen Dank.
  • Jürgen Gräfe 23. Dezember 2010, 22:53

    Danke für die wunderbaren Eindrücke in diese Kultur!
    lG
    Jürgen
  • Dieter Uhlig. 23. Dezember 2010, 18:51

    live
  • Peter Bemsel 23. Dezember 2010, 17:42

    ein tolles wenn auch sehr bedrückendes Bild, besonders die irgendwie traurige Mutter und der Bub mit nur einer Hand.
    Ich wünsche ihnen, daß sie genug zu Essen haben.
    LG Peter

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