*der fotograf von auschwitz*

*der fotograf von auschwitz*

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kerstin snekker


Premium (World), vom *trollfjord*

*der fotograf von auschwitz*

oder
*häftling 3444* und seine bilder ...

aus *wilhelm brasse*, einem jungen polnischen portraitfotografen, wird am 31. august 1940 Häftling *3444*. nach dem einsatz in verschiedenen kommandos wird er im februar 1941 dem erkennungsdienstkommando im *Block 26* des *Stammlagers Auschwitz* (Auschwitz I) zugeteilt. seine aufgabe wird zukünftig sein, häftlinge zu fotografieren, im akkord. auch die menschenversuche der berüchtigsten kz-ärzte von *Auschwitz II - Birkenau* mußte er fotografieren. ich habe wilhelm brasse im april 2009 im centrum dialogu in oswiecim, einer internationalen jugendbegegnungsstätte, kennen gelernt, in der ich auch während meines vierzehntägigen aufenthaltes in oswiecim gewohnt habe. viele jugendliche, nicht nur aus europa, kommen hierher, um über *Auschwitz* zu diskutieren, sich im völkerverständigenden dialog auszutauschen. fast drei stunden hat wilhelm brasse, der am 3. dezember 1917 geboren wurde, jugendlichen aus rumänien, den niederlanden und deutschland von seinen erlebnissen als "Fotograf von Auschwitz" erzählt.

1940 will der 22jährige junge mann seine heimat über ungarn verlassen, was mißlingt. er wird verhaftet. nachdem er sich geweigert hat, als soldat für die deutsche wehrmacht zu kämpfen, wird er mit unbekanntem ziel abtransportiert.

eine sehr umfangreiche bilderserie ist entstanden und ich bin froh,
wilhelm brasse, häftling *3444*, wie er sich immer nennt, kennengelernt zu haben. und ich bin sehr dankbar,
daß ich ihn während dieser unvergeßlichen drei gesprächsstunden portraitieren durfte.

† 23. oktober 2012

*


*jugend in ... *
*jugend in ... *
kerstin snekker


danke für´s schauen ...
GEGEN DAS VERGESSEN !

*

Träumer D. hatte das bild vorgeschlagen. danke für das große vertrauen in solche art von bildern!

und danke an alle, die dem bild mit einem pro, immerhin sind es
erfreuliche 151 geworden, ihre zustimmung gegeben haben!

Kommentare 123

  • Elsemarie 13. Oktober 2016, 3:27

    Wie schrecklich muß es sein, Dinge fotografieren zu müssen die man verabscheut. Menschen fotografieren und in ihren Augen die Angst und das Elend zu sehen........
    Aber was nützen all die Denkmäler und Gedenkstätten, wenn der Mensch nicht daraus lernt?
    Würden die Menschen aufhören mit all den Grausamkeiten, wenn es Pflicht wäre solch eine Gedenkstätte zu besuchen?
    Das sind Fragen die mich schon lange beschäftigen und wenn ich mir anschaue was nun vor unseren eigenen Türen passiert, sage ich nein. Der Mensch ist und bleibt das gefährlichste Tier, unberechenbar und zu vielem bereit, vor allem wenn es an das eigene ICH geht.
    Bin nun ehrlich, mein erster Gedanke war, schaue mir ja immer erst die Bilder an bevor ich lese, werden hier jetzt Pädophile beim Bildertausch gezeigt?! War sehr geschockt und dieses Bild hat mich eher angeekelt und abgeschreckt.
    Und wenn Du nun möchtest, kannst Du gerne meine Anmerkung ausblenden.
    Wer solch ein Bild einstellt, sollte die Anmerkungen stehen lassen, egal was geschrieben wurde. Ist das nicht auch eine Art Mahnmal?
    Hätte trotz meiner anfänglichen Probleme mit diesem Bild ein Pro gegeben, Pro zum Text und ein Pro für Wilhelm Brasse. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, daß niemand von uns so etwas auch nur annähernd erleben muß!
  • Cameraqueen 4. September 2016, 8:34

    Ein großartiges Dokument, das unter die Haut geht.
    LG, Sabine
  • mike snead 6. August 2016, 14:20

    very powerful,rosa.

    fav.

    regards,

    mike
  • Gabriele Maria Bootz 25. Juni 2016, 12:25

    Danke für dieses Foto und das Erinnern.
    VG Gabriele
  • Stefan Schwetje 1. Juni 2016, 19:52

    @ roswitha
    Du beschreibst es genau richtig :
    "aber das ist halt meine Sicht auf die dinge und die menschen..."
    Ich stelle mal ganz im Ernst die Behauptung auf:
    - Wer sich nicht mit Auschwitz auseinandersetzt
    - Wer noch nie mindestens eine Biografie eines Überlebenden gelesen hat
    - Wer noch nie selber vor Ort war
    Der wird dieses Empfinden, welches in dir vorgeht, nicht fühlen können.
    Da spreche ich aus eigener Erfahrung, ich war schon drei mal dort. Und auch ich musste feststellen das kein Foto dieser Welt die eigenen Eindrücke, die Beklemmtheit, das nicht fassen können, nur ansatzweise transportieren kann !!!
    Um diesen Ort zu begreifen, was eigentlich nicht möglich ist, musst du selber vor Ort stehen. Du möchtest etwas sagen, aber der Kloss im Hals ist zu groß. Du möchtest verstehen wie soetwas passieren konnte, aber dein Verstand ist überfordert.
    LG Stefan
    Der letzte Weg...
    Der letzte Weg...
    Stefan Schwetje
  • kerstin snekker 1. Juni 2016, 18:07

    @utico, ausblenden wohlgemerkt aller votinganmerkungen war möglich. das genau wollte ich früher wiederum nicht. :-)

    @rabenblick, verstehe dich natürlich, aber sieh es einfach so: ein "contra" als solches ist ja nicht immer auch gleich beleidigend oder unpassend. erst wer es "wie" formuliert, dann kann es grenzwertig sein, jedenfalls für solch ein bild. aber das ist halt meine sicht auf die dinge und die menschen, um die es mir in diesen bildern dabei geht. diesen bezug kann ich natürlich nicht bei jedem vorausstzen, der meine bilder betrachtet, das muss und will ich auch nicht. aber ich habe unter meinem bild hausrecht und kann damit leben, wie es sich jetzt zeigt, also entscheiden, wen ich sichtbar dabei haben möchte und wen eben nicht. :-)
  • Dirk Bee 1. Juni 2016, 16:04

    @Roswitha:

    Ich habe so etwas vermutet. In genau solchen Fällen macht Ausblenden Sinn.
    Danke für die Erklärung.

    LG Dirk
  • kerstin snekker 1. Juni 2016, 15:52

    @dirk bee, wie du richtig vermutest, gibt es für mich gründe, einige kommentare zu verbergen. dazu habe ich mich ausschließlich im interesse von "wilhelm brasse" entschieden. wenn du mehr wissen möchtest, kannst du mir gerne eine nachricht schicken.

    vielleicht sollte ich aber in diesem zusammenhang nicht unerwähnt lassen, dass ein beitrag von mir, der sich auf zwei der nun verborgenen beiträge bezog, von den admins gelöscht wurde, was für mich aber völlig in ordnung geht, da es nicht wirklich etwas mit dem bild selbst zu tun hat, wozu ich mich geäußert hatte. :-)

    und einem user habe ich per mail mitgeteilt, warum ich seine anmerkung aus der diskussion ausblende.

    sieh mein warum zum ausblenden von kommentaren einfach so: unter solch einem bild möchte ich, dass im interesse derer, die mir in meinen fotos wichtig sind, vornehmlich sachlich diskutiert wird. alles, was dem zu wider läuft, werde ich nicht dulden. da man neuerdings - und das ist gut so - die möglichkeit als bildautor hat, anmerkungen auszublenden, mache ich davon gebrauch, wenn es mir richtig und wichtig erscheint. heute habe ich dadurch die möglichkeit, das bild in der diskussion zu halten. - kam es früher unter solchen bildern zu entsprechenden "unsachlichkeiten", habe ich zum schutze des bildes und seinem thema das foto immer aus der diskussion genommen. das eine oder andere bild findet man noch in den entsprechenden ordnern.
    lg kerstin
  • Stefan Schwetje 1. Juni 2016, 14:46

    @ Arno M
    Wahre Worte !!!!!!!!!!
  • Dirk Bee 1. Juni 2016, 12:24

    Mir fallen die zahlreichen ausgeblendeten Anmerkungen bei den Votingkommentaren auf. Auch wenn ich mir durchaus denken kann, dass es dafür Gründe gibt, möchte ich nicht darüber spekulieren. Sondern lieber die Fotografin fragen, was sie dazu bewogen hat.
    Ich konnte mangels Zeit leider nicht die Diskussion verfolgen.

    Ansonsten isses eigentlich wurscht, ob Galerie oder nicht. So ein Zeitdokument mit seiner Hintergrundgeschichte ist wichtig. Das Voting war gut, dass es wahr genommen wird. Das wir die Geschichten der Menschen erzählt bekommen, die hinter den schrecklichen Zahlen stehen.
    Dass diese Grausamkeiten nicht in Vergessenheit geraten.

    LG Dirk
  • Cameraqueen 31. Mai 2016, 23:38

    Man kann den Blick nicht abwenden. Auch wenn man die Augen schon geschlossen hat.
    Lg, Sabine
  • Arno M 31. Mai 2016, 22:40

    sternegastronomie hat bei fastfoodkonsumenten keine chance...
  • kerstin snekker 31. Mai 2016, 10:29

    vielen dank Brigitte H... :-)
  • Stefan Schwetje 30. Mai 2016, 19:40

    Galerie hin oder her - für dich als Fotografin und für viele Betrachter dieses Fotos hat es das gewisse Extra !
    Beim einen erzeugt es mehr, beim anderen weniger Emotionen, das ist nunmal so !
    Wichtig ist das dir, dir ganz allein, dieses Foto etwas gibt !!!
    Und da gehe ich von aus !!! Es wird dich immer berühren und Erinnern, es wird dich und auch andere zurückversetzen. Ändern können wir daran nichts mehr, wir können nur dafür Sorge tragen es nie wieder dazu kommen zu lassen !!!!!!!!!
    Mach bitte weiter - diese Erinnerung, diese Mahnung gehört definitiv in eine Fotocommunity !!!
    LG Stefan
    Die Rosen von Auschwitz-Birkenau (4)
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    Stefan Schwetje