Deadvlei

Das Deadvlei, auch Dead Vlei geschrieben, ist eine kleine, von Dünen umschlossene Ton-Pfanne im Namib-Sandmeer in Namibia. Das Deadvlei ist Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks und wird, wie auch das nahegelegene Sossusvlei im Norden und Osten, geotouristisch vermarktet ( Danke an Wikipedia ).

Am frühen morgen, gleich nach dem Frühstück ging es los. Von unserer Unterkunft aus lag das Death Vlei ungefähr 90 km, etwas mehr als eine Autostunde, entfernt. Die Temperaturen war zu beginn noch recht erträglich, was allerdings nicht so blieb. Denn eines war sicher, die Sonne würde am Vormittag schon loslegen und ohne Rücksicht ihre ganze Kraft einsetzen , erbarmungslos auf alles einwirken, was nicht im Schatten lag. Bewusst hatte ich auf mein Basecap verzichtet. Noch vor Reisebeginn hatte ich vorsorglich einen luftigen, großzügigen Hut besorgt, der mir vor allem das Gesicht und den Nacken komplett abschirmte. Langärmliges Hemd, wie auch Sonnenbrille sind unverzichtbar. Festes Schuhwerk sollte bedacht werden, da das laufen im Sand dadurch wesentlich besser gelingt. Richard, unser erfahrener Guide, machte uns mehrfach auf die Gefahren aufmerksam, die eine solche Tour mitbringen würde. Vor allem Dehydration!! Der Körper trocknet regelrecht trocknet aus. Trinken, ist also ein Muss. Meine Trinkflasche mit 1 ½ Liter Wasser, schien im ersten Moment viel. Doch, ist man 4-5 Stunden dort unterwegs, wird einem schnell bewusst, was es bedeutet, nicht genug Wasser mitzuführen.

Als wir am Zugang zum Park ankamen, reihten wir uns in den vor uns liegenden Auto Convoy ein. Es sah so aus, als alles hier gut besucht werden würde, was sich dann aber aufgrund dieser riesigen Region jedoch absolut verlaufen würde. Nachdem wir den Eingang zum Park passiert hatten, fuhren wir nur noch durch Sand an vielen schon kleineren Dünen vorbei. Hier musste schon zügig gefahren werden, ohne Allrad keine Chance. Wer hier stecken bleibt, hat kaum keine Chance alleine wieder frei zu kommen. So gelangten wir zu einem großen Parkplatz, wo wir sogar nochmal austreten konnten um dann unseren Fußmarsch zum eigentlichen Ziel, das Deadvlei, wo auch die weltberühmte Düne "Big Daddy" zu finden ist.

Sie gilt als höchste Düne des Gebietes und eine der höchsten weltweit. Big Daddy soll eine Höhe von 325 m bis 380 m erreichen. Sie ist Teil des UNESCO-Welterbes „Namib-Sandmeer“ /Danke an Wikipedia ).

Vorbei an dieser sich vor uns riesig auftürmenden Düne, sahen wir dann die von Dünen umgebene Salz-Ton-Pfanne, in der die ausgetrockneten und völlig abgestorbenen Baumstämme samt ihrer übriggeblieben Verästlungen, ihr Weltbekanntes Bild abgaben.

Charakteristisch und namensgebend für das Deadvlei sind die vielen abgestorbenen Kameldornbäume (Vachellia erioloba) in seiner nordwestlichen Hälfte. Aufgrund der extremen Trockenheit verrotten sie nur sehr langsam und sind deshalb bis heute erhalten. Radiokarbondatierungen des Holzes ergaben, dass die Baumgerippe ein Gesamtalter von rund 850 Jahren haben, und dass die Bäume in der zweiten Hälfte des 14. und der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts abstarben. Sie bezeugen, neben sedimentologischen Befunden, dass der Tsauchab vor über 600 Jahren mehr bzw. öfter Wasser geführt haben und es seinerzeit im Deadvlei feuchter gewesen sein muss. Der ermittelte Zeitraum für das Absterben legt einen Zusammenhang der abnehmenden Wasserführung des Tsauchab mit dem Einsetzen der Kleinen Eiszeit nahe. ( Danke an Wikipedia ).

Faszination pur. Unglaublich surreal. Dazu das Licht, was zunehmend greller wurde. Die Schatten, die die Dünen und die verwitterten Bäume auf den Boden warfen, wurden zum Mittag hin immer kürzer. Wer hier ganz früh morgens oder spät abends zugegen ist, wird zweifelsohne die schönsten Lichtverhältnisse vorfinden. Dennoch, auch außerhalb dieser Zeiten, verzaubert das Deadvlei mit seiner einzigartigen Formation und Farben, die sich ständig neu erfinden. Ein wirklich einzigartiges aber auch sehr anstrengendes Erlebnis. Dank entsprechender Vorbereitungen bestens gemeistert. Es wird uns allen unvergessen bleiben, im Kopf, wie auch auf dem Chip, bestens verewigt.

Deadvlei II
Deadvlei II
Jürgen Ringmann



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