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Cueva del Milodón

Cueva del Milodón

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Bernd Dietrich


Free Mitglied, Hamburg

Cueva del Milodón

Auf dem Weg von Puerto Natales zum Nationalpark Torres del Paine stößt man nach ca. 25 km auf einen gut ausgebauten Parkplatz direkt an der Straße, auf der anderen Straßenseite ein modernes Restaurant. Spätestens jetzt dämmert es dem Unvorbereiteten, daß die Anwesenheit von soviel Infrastruktur in der Wildnis sowie die geparkten 2-3 Reisebusse auf eine touristische Sehenswürdigkeit hindeuten. Natürlich hatten wir von der Riesenfaultierhöhle gehört, waren aber angesichts des touristischen Andrangs schon fast entschlossen, auf diese Attraktion zu verzichten.
Glücklicherweise taten wir das nicht, hielten an, bezahlten unseren Eintrittsobulus und mischten uns unter den Publikumsstrom hinauf zur Höhle. Die Cueva del Milodón war in ihrer Größe und Tiefe von ca. 200 m dann doch so beeindruckend, daß ich die rufenden und kreischenden Menschenmassen nur beim Videofilmen noch als störend empfand, während Maren beim Fotografieren tapfer um die Figuren herumknipste. Nach und nach kehrten aber immer mehr der Besucher zu den wartenden Reisebussen zurück und die Höhle leerte sich zusehends. Nachdem wir plötzlich und unerwartet die einzigen noch in der Höhle befindlichen Menschen waren, schien mir die Zeit reif für ein 360° Panoramafoto. Innerhalb weniger Minuten drehte ich mich zweimal um die eigene Achse (einmal mit, einmal ohne den kleinen D300 Hilfsblitz) und schaffte es tatsächlich, eine komplett leere Höhle abzulichten. Kaum zwei Minuten später traf der nächste Schwung zweier neuer Reisebusse laut schnatternd in der Höhle ein. Glück gehabt!
Die Höhle stellt eine prähistorische Auswaschung dar, die 1895 von dem deutschen Walfangschiffkapitän Hermann Eberhard entdeckt wurde. Es ist nicht ganz klar, ob bereits Eberhard die Überreste des Riesenfaultieres entdeckte, oder ob der etwas später die Höhle erforschende Wissenschaftler Otto Nordenskjöld diese Ehre für sich beanspruchen kann. Archeologisch gesehen birgt die Cueva del Milodón ebenso wie einige weitere in der Umgebung anzutreffende Höhlen vielerlei Funde und Hinweise auf frühe Bewohner, seien es Tiere wie das bereits vor ca. 10000 Jahren ausgestorbene Mylodon, Höhlenbären, Säbelzahntiger und Riesenfüchse, wie auch auf Jäger, welche der Kultur der Paleoindianer angehörten.
Auf der Besucherplattform hat die Conaf es sich nicht nehmen lassen, eine schönschreckliche Nachbildung des Urbewohners aufstellen zu lassen - in der Originalgröße von gut 3 m Höhe bestens geeignet als Umarmer ganzer Familiengruppen fürs Erinnerungsfoto. Man möge es mir nachsehen, daß der hintere Teil der Höhle nicht optimal ausgeleuchtet ist. Aber abgesehen davon, daß ich die Studioblitzanlage nicht mitgenommen hatte, wäre auch gar nicht genug Zeit gewesen, diese aufzubauen (s.o.). Deswegen reicht der Blick auch nur so weit, wie der kleine Hilfsblitz ausleuchten konnte - sehr viel weiter geht's aber auch nicht... ;-)

360° Freihandpano aus 21 Hochformataufnahmen

Seit April 2016 ist die FC nicht mehr mein fotografisches Zuhause. Meine bisherigen FC-Fotos und viele neue Bilder findet ihr jetzt unter https://bernis-bilderwelt.de

Kommentare 8

  • Bernd Dietrich 13. Dezember 2011, 19:06

    >>aber 360° scheint mir nicht so zu stimmen.
  • Reilbach 13. Dezember 2011, 18:44

    Ich denke Nordenskjöld war der wahre Entdecker.
    Das Bild ist wirklich beeindruckend, aber 360° scheint mir nicht so zu stimmen.
    :-(( Sorry.
    LG S.R.
  • Wolfgang Kölln 1. März 2011, 19:15

    Ein absolut erstaunliches Panorama, Bernd; bin sehr beeindruckt, sowohl von der technischen Ausführung als auch vom Thema! Mein Kompliment zu dieser ganz besonderen Präsentation!
    Gruß Wolfgang
  • Ralf Bolte 1. März 2011, 10:28

    Die Höhle ist doch klasse ausgeleuchtet. Insgesamt ein beeindruckendes Panorama, wobei mich der etwas zu helle Himmel ein wenig stört. Sicherlich schwer, diese Helligkeitsunterschiede aufzufangen....
    vg Ralf
  • Wolfgang Rupprecht 28. Februar 2011, 20:28

    Dieses 360°-Pano ist dir richtig gut gelungen. So bekommt man einen guten Eindruck von der gesamten Höhle und ihrem direkten Umfeld. Die Ausleuchtung finde ich völlig ausreichend und insgesamt sehr ausgewogen. Klasse Arbeit!
    VG
    Wolfgang
  • Gerd Frey 28. Februar 2011, 9:22

    ich finde es gar nicht so einfach, daraus im kopf die höhle in ihrem echten aussehen zu rekonstruieren; aber irgendwann geht es dann doch einigermaßen. möglicherweise ist das pano beeindruckender als die höhle selbst!
    herzlichen glückwunsch zum geburtstag! ;-)
    vg gerd
  • Ernst Heister 27. Februar 2011, 19:53

    Eine Komposition aus 21 Aufnahmen, hört sich spektakulär an und sieht auch so aus. Faszinierender finde ich aber die vielfältigen Bewohner der vergangenen Jahrzehntausende, der "Nachbau" läßt da so Einiges erahnen!
    Grüße, Ernst
  • Roland Brunn 27. Februar 2011, 17:55

    Normalerweise lese ich soviel Information nicht unter einem Bild, aber angesichts dieser gigantischen Höhle interessierte es mich doch was du zu sagen hattest, Bernd ! Großes Kompliment für dieses 360° Freihandpano mit der diese Höhle bestens zum Ausdruck kommt !
    VG Roland

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