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Col di Lana - Kriegsschauplatz Dolomiten 1915 -18

Col di Lana - Kriegsschauplatz Dolomiten 1915 -18

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staufi


Pro Mitglied, Eichsfeld

Col di Lana - Kriegsschauplatz Dolomiten 1915 -18

... vom Falzaregopass gesehen.

Der Berg war wie der benachbarte Monte Sief im Ersten Weltkrieg zwischen Österreichern und Italienern heftig umkämpft.
Ihren Höhepunkt fanden die Kämpfe in der Nacht vom 17. auf den 18. April 1916, als der Gipfel gesprengt wurde. http://de.wikipedia.org/wiki/Col_di_Lana
Es war 23.30 Uhr, als der italienische Leutnant Caetani den Taster des Sprengapparates drückte. Da öffnete sich der Berg und Feuer schoss in den nachtschwarzen Himmel hinein; Tausende Tonnen Fels wirbelten durch die Luft, dazwischen Soldaten der Grabenbesatzung, zerfetzt... In der großen Kaverne flogen die Kaiserjäger durcheinander. Zur gleichen Zeit setzte italienisches Trommelfeuer wieder ein. Die italienischen Sturmtruppen waren aus dem Zweigstollen "Trieste" herausgestürzt. Die Posten des linken Flügels der Kompanie -von der Sprengung verschont geblieben- kämpften verzweifelt, bis sie überrannt wurden. Durch einen schmalen Schlitz zwischen den Felsbrocken, die die große Kaverne verschüttet hatten, schossen Alpinis mit Gewehren.

Die Eingeschlossenen kapitulierten. Etwa 200 Mann waren der Sprengung, dem nachfolgenden Kampf und dem Artilleriefeuer zum Opfer gefallen. Der Rest der Kompanie ging in Gefangenschaft. Nur ein österreichischer Soldat war weder tot noch gefangen. Die Minensprengung hatte ihn hoch empor geworfen, dann war er in die Siefschlucht gestürzt - in metertiefen Schnee. Schwer verletzt kroch er zwei Tage lang bis zu einer österreichischen Kampfstellung. Er konnte nichts berichten. Der Schock hatte ihm die Sprache geraubt.
http://gebirgskrieg.heim.at/5119.htm

Seitdem fehlt der Gipfel des Berges.

Kommentare 5

  • roland mair 4. Juli 2008, 12:11

    Ja ich habe dein Bild schon mal gesehen tolle Gegend mit einer schrecklichen vergangenheit
    lg. Roland
  • KAROD 8. Mai 2008, 6:45

    Es ist schon schlimm, daß bei den schönsten Landschaften auch oft die schrecklichsten Ereignisse in Erinnerung kommen!
    Mir gefällt Dein Bild mit dem notwendigen Kommentar!
    LG Rolf
  • Gert Rehn 22. April 2008, 21:57

    Das ist auch der Sinn von Fotos, Hintergründe von scheinbar "schönen" Gegenden aufzuhellen. Und wie wirkte die Schönheit der Berge, die wir empfinden, auf die Soldaten oder im KZ? Ich mag solche Betrachtungen, danke. v. G. Gert
  • Martina Bie. 6. April 2008, 8:20

    Für "Krieg" kann man nur die schwärzesten, schlimmsten Begriffe einsetzen, die die Sprache bereithält. Das Grauen wird hinterher in Zahlen gefasst - aber hinter jedem Toten steht eine Mutter, die ihr Kind ins Leben und nicht in den Tod entlassen wollte...
    Wenn es diese Geschichte nicht gäbe, diesen Einzelfall, könnte man das Bild für ein schönes Landschaftsgemälde abtun; so aber erschließt sich diese Gegend in einem ganz anderen Licht...
    Gut gemacht, wenngleich ich mit der Schärfe nicht so ganz glücklich bin.
    LG Martina
  • Walter Brants 2. April 2008, 18:22

    Das ist eine interessante Geschichte, die Du da erzählst. Dein Bild zeigt nicht nur den besagten Berg, sondern ist auch schön anzusehen, wenngleich der Wickipediatext auch immer noch ein Gruseln erzeugt.
    LG von Walter