Canyon Junction, Zion

Vom Bryce Canyon bis zum Zion Nationalpark sind es in etwa 3-4 Stunden Fahrzeit. Sicher hätte ich diese 140 Km auch in der Hälfte der Zeit hinter mich lassen können, doch ehrlich gesagt, habe ich natürlich wie immer unterwegs einige Stopps eingelegt, um mir diese abwechslungsreiche und kaum fassbare Landschaft einzuverleiben und wie kann es anders sein, ab und an zu Fotografieren.

So erreichte ich dann schließlich Springdale, eine Kleinstadt im Washington County. Der Ort liegt auf einer Höhe von 1188m und bietet etliches für kurz- oder auch langfristige Besucher des Nationalparks. Angefangen von der Tankstelle bis zum Waschsalon, über Unterkunft- und Einkaufsmöglichkeiten aller Art, jeder Preisklasse. Seine knapp 600 Einwohner verteilen sich sehr großzügig verstreut, auf einer Fläche von etwas über 12km².

Springdale selbst liegt direkt am Eingang dieses traumhaften wie unglaublich sehenswerten Zion Nationalparks im südwestlichen Utah. Markant wie beeindruckend sind die steilen roten Klippen des Zion Canyons, wobei sich allerdings nach Wetterlage schon mal durch heftigen Frühnebel lange nichts davon erkennen lässt.
Das es am frühen Nachmittag direkt bei meiner Ankunft leicht zu regnen anfing, störte mich nicht im geringsten. Ich war auf mögliche und unterschiedlichen Witterungen bestens vorbereitet. Bereits in Deutschland hatte ich mich im Netz ausgiebig schlau gemacht, was mich da so erwarten könnte. Wenn es jetzt auch regnete, ließ ich mich absolut nicht davon abhalten hier meine geplanten drei Tage, mit zwei Übernachtungen, zu genießen.

Zuerst ging es zum Einchecken in ein Apartment, welches ich mir bereits zuvor reserviert hatte. Kurz mein Gepäck aus dem Wagen geholt, schnappte ich mir Kamera und Stativ und los ging erst einmal in ein klassisches Burger Restaurant, was allerdings mit unseren Fast Food Ketten absolut nichts gemeinsam hatte. Auf meinen Burger wartend, studierte ich die Karte der Umgebung, um mir einen Überblick an Sehenswürdigkeiten die mir einiges an Fußmärsche abverlangen würden, doch dafür war ich gut gerüstet.

Entlang des Zion Canyon Scenic Drive, der direkt quer durch den Nationalpark führt, kann man überall Parkgelegenheiten finden und etliche Waldwege direkt am Virgin River entlang, mit geeignetem Schuhwerk, bestens zu Fuß erkunden. Außerdem gibt es Gelegenheiten, die Emerald Pools, Wasserfälle und einen hängenden Garten zu besuchen. Mich reizten natürlich auch die Overlook Views, auf der Suche nach spannenden Aussichten.

Zu geschafft war ich von den Vortagen und suchte mir deshalb ein nah gelegenes Ziel aus. Es fand sich ein geeigneter Standort auf einer Brücke an der Canyon Junction, direkt am Virgin River. Genau das richtige für mich um dort den Abend noch etwas zu genießen und ausklingen zu lassen. Besonderes jetzt, wo sich wieder Licht am Himmel zeigte, kam wohlwollen in mir auf, denn der große Regen, nach dem es zuerst aussah, blieb glücklicherweise aus.

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