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Burg Linn in Krefeld - 2

Burg Linn in Krefeld - 2

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Wilfried B.


Basic Mitglied, Oberhausen

Burg Linn in Krefeld - 2

Die Burg geht auf einen Wohn- und Wehrturm der Edelherren Otto und seinem Bruder Gerlachus von Lynn zurück, der im 12. Jahrhundert mit einer Größe von ungefähr 8,5 x 14,5 m an dieser Stelle aus Tuffstein und Kiesel errichtet wurde. Bereits um das Jahr 1000 herum gab es an dieser Stelle eine Motte, einen künstlichen von einem Wassergraben umgebenen Hügel mit einem durch Palisaden geschützten Wachturm aus Holz. Der erste Ausbau bestand aus einer heute nicht mehr erhaltenen Schildmauer aus Tuffstein an der Nordseite des Burghügels.
Anfang des 14. Jahrhunderts begann dann der Ausbau zur landesherrlichen Verteidigungsanlage. Die Burg gehörte nun zur Grafschaft Kleve. Heinrich von Strünkede war Amtmann der Mechthild von Kleve auf der Burg. Man betrieb Raubrittertum unter anderem gegen das zur Grafschaft Moers gehörige Krefeld. Dies endete als die vereinten Kölner und Klever Truppen die Burg erstürmten. Die Lehenshoheit Kölns wurde nun vertraglich garantiert.So glich die Burg Linn vielen Doppelburgen, die aus einem Wohn-Wehrbau als Hauptburg und aus einer landwirtschaftlich genutzten Vorburg bestanden. Beide waren von einem Wassergraben umgeben.
Über 260 Jahre lang hatte die Burg Linn keinen Dachstuhl. Im Zuge der Instandsetzung nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Bohlen und Dielen der einzelnen Etagen wieder hergestellt, doch die obersten Geschosse konnten zunächst nur provisorisch mit einem Flachdach gegen die Witterung gesichert werden. In den 1980er Jahren wurde schließlich eine Sanierung des Daches immer dringlicher. Mit Landesmitteln und Spendengeldern wurde die Burg mit einem neuen Dach eingedeckt, wie es heute zu sehen ist. Das neue Dach ist ein Kompromiss zwischen Historie und Zweckmäßigkeit. Das ursprüngliche Dach war nicht so steil wie heute, jedoch wäre eine hundertprozentige Rekonstruktion nicht möglich gewesen, da es kaum Aufzeichnungen darüber gibt. Der Dachstuhl wurde mit modernen Methoden hergestellt, eine Nachbildung der Originalkonstruktion ist heute kaum mehr bezahlbar. Das Dach des Bergfrieds wurde zudem erhöht angebracht um als Aussichtsturm mit einer guten Rundumsicht über Linn und den Burgpark zu dienen.

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