Bruderkampf auf dem Nürburgring

Bruderkampf auf dem Nürburgring

2.014 4

Stefan Anker


Premium (Basic), Königs Wusterhausen

Bruderkampf auf dem Nürburgring

Eine seltene Belohnung für fotografische Streckenposten: Zwei identische Rennwagen aus demselben Team im Clinch, erwischt beim 24-Stunden-Rennen 2014, Abschnitt Metzgesfeld. Meiner Meinung nach genügt es, dass nur die Frontpartie des vorderen Porsche scharf ist, um das Bild hier zu zeigen – der Rest verschwimmt zwar sehr, das stört mich an diesem Bild aber gar nicht. Allerdings muss ich zugeben, dass ich diesen Schärfeverlauf eigentlich nicht verstehe: Blende 16, knapp 100 mm Brennweite – da hätte doch mehr Tiefenschärfe drin sein müssen, oder? Und wenn es doch verwackelt ist – wieso ist dann die Front des Autos in Ordnung? Welcher Mitzieher-Experte weiß Rat?

Kommentare 4

  • Stefan Anker 24. August 2014, 4:22

    Vielen Dank, Mike, die Erklärung klingt sehr gut. Dann brauche ich das Experiment mit der kurzen Belichtungszeit ja nicht mehr zu machen ;-) Dass die Autos dann nahezu stehen würden, war mir schon klar, ich wollte es nur wg. der Gleichmäßigkeit der Schärfe wissen. Schönen Sonntag!
  • Michael Bergrath 23. August 2014, 23:16

    David hat Recht, der Fokus ist auf die Front des vorderen Porsche gelegt und offensichtlich beim Mitziehen auch schön dort gehalten worden. Durch den Kurvenradius, den die Fahrzeuge beschreiben einerseits und den (natürlich) nicht deckungsgleichen Mitzieherradius andererseits bleibt beim Mitziehen das Motiv nur im Fokusbreich scharf. Bestimmte Bereiche der Fahrzeuge zeigen sich verschwommen, da sich der Abstand zum Fokus ständig verändert. Dieser Effekt ist um so stärker, je länger die Belichtungszeit. (jedenfalls so ungefähr ;-))
    Mir gefallen solche Fotos mit viel Bewegungsdynamik, klasse gemacht. Ich finde das Foto hier lediglich im Zentrum etwas zu hell, hätte es ein wenig abgedunkelt.

    Um auf Dein Beispiel einzugehen: Bei 1/500 dürften beide Fahrzeuge durchgehend scharf abgebildet sein......allerdings geht Dir dann vermutlich auch sämtliche Dynamik verloren.

    Grüße - Mike.
  • Stefan Anker 21. August 2014, 14:16

    Danke, David, das ist eine interessante Theorie. Man müsste so eine Szene mal mit 1/500, weiterhin Blende 16 und dann eben ISO 800 fotografieren, um zu prüfen, ob die Theorie stimmt. Aber auf jeden Fall finde ich das Foto so, wie es ist, natürlich auch sehr gut. Es ist wie beim Menschen: Solange die Augen scharf sind, kann wenig schief gehen. Schönen Tag!
  • David Stefano Peters 21. August 2014, 14:10

    Auch wenn ich nicht der Experte bin, kann ich dir vielleicht weiterhelfen :-)
    Erstmal: Ich finds richtig stark! Die Front ist knackscharf. Genau so soll es sein! Manche mögen es zwar nicht, wenn nur die Front scharf ist, aber ich mag es so.
    Wir machen Druck
    Wir machen Druck
    David Stefano Peters

    Dass der Rest unscharf ist, liegt nicht an der Blende, sondern (Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege! :-)) daran, dass sich während der Belichtung die Perspektive ändert. Und das ist bei 1/60 ja eine relativ lange Zeit :-)

    BG David

Informationen

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Ordner Autos
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Exif

Kamera Canon EOS 5D Mark II
Objektiv Canon EF 70-200mm f/4L IS
Blende 16
Belichtungszeit 1/60
Brennweite 97.0 mm
ISO 100